Warum Sie Infografiken nutzen sollten und die besten Tools

Ist Ihnen diese Situation geläufig? Sie stoßen auf einen interessanten, vielversprechenden Titel, doch beim Scrollen bemerken Sie, dass der Text schier endlos lang ist und Sie ihn selbst bei Interesse aufgrund mangelnder Zeit nicht lesen werden. In solchen Fällen ist es schade um die Mühe des Webseitenbetreibers und ein frustrierendes Erlebnis für den Leser. Umso mehr freut man sich, wenn ein interessantes Thema mit visueller Unterstützung vermittelt wird und ansprechend wirkt. Diesen positiven Effekt erzielen Sie mit Hilfe von Listen und einer guten, optischen Gliederung – doch vor allem mit gut gestalteten Infografiken.

Die Informationsflut der Online-Welt hat Infografiken zum Mittel der Wahl für die Vermittlung komplexer oder trockener Sachverhalte werden lassen. Waren begleitende Grafiken in Print-Zeitungen nur manchmal zu finden und eher schlicht gehalten, sind sie heute nicht mehr aus Print- wie Online-Medien wegzudenken und haben sich als äußerst beliebt bei der Leserschaft erwiesen. Kein Wunder, denn Infografiken weisen zwei unabstreitbare Vorteile auf: Sie liefern einen strukturierten, vorgefertigten Zugang zu den vermittelten Informationen und sind dabei aufgrund ihrer visuellen Gestaltung einfach aufzunehmen. Werden sie in Online-Medien zusätzlich interaktiv gestaltet, so dass sie erfahrbar werden, sind sie nicht nur sehr guter Content, sondern geradezu Garant für Backlinks.

Ein sehr gutes Beispiel liefert searchmetrics auf ihrem Blog:
SEO Ranking Faktoren Deutschland 2012: Infografik

 

Wieso Infografiken?

Infografiken sind sowohl aus Nutzer- als auch aus Sicht des Webseitenbetreibers nützlich: Sie vermitteln visuell Informationen und bringen Links.

Die Erstellung hochwertiger, kreativer Infografiken ist daher längst Thema für Wettbewerbe und Grund für Auszeichnungen geworden: So vergibt die Nachrichtenagentur der deutschen Presse dpa einen dpa-Infografik-Award, ebenso wie die Universität von Navarra in Pamplona, welche jährlich einen internationalen Preis für die beste Infografik überreicht.

Wer Infografiken preisverdächtiger Qualität erstellen möchte, sollte Folgendes beachten:

  • eliminieren Sie unnötige oder doppelt vorkommende Informationen
  • verwenden Sie eine klare, eindeutige Sprache
  • visualisieren Sie Ihre Daten mit thematisch und optisch passenden Elementen (z.B. wäre das Android-Symbol im Hintergrund eher unpassend, wenn die Infografik von der Marktausdehnung von iOS-Geräten handelt)
  • bleiben Sie thematisch konsistent: Fügen Sie nur Informationen ein, welche wirklich für das Thema relevant sind
  • bleiben Sie optisch konsistent: Auch Ihr Layout sollte in Form und Farbe einheitlich aussehen, ebenso nicht zu bunt und nicht zu fade wirken. Hier ist ein gewisses Design-Gespür gefragt – oder das richtige Tool (siehe unten)
  • Hauptelemente von Infografiken können sein: Diagramme verschiedener Varianten, Symbole, Landkarten, Pictogramme, Statistiken, Prozentzahlen, Fließdiagramme, Bilder, Rahmen, …

Anschauliche Infografiken können Sie, die nötigen Fähigkeiten voraus gesetzt, natürlich mit Hilfe von PhotoShop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm erstellen. Dies ist jedoch aufwendig, und nicht jeder ist so gut in Bildbearbeitungssoftware eingearbeitet. Daher sind Infografik-Tools eine sinnvolle Erleichterung der Arbeit.

 

Ob Einsteiger, ambitionierter Infografiker oder Profi – für jeden das richtige Tool

infogr.am

Das kostenlose Tool infogr.am bietet die Erstellung von Infografiken direkt im Browser. Dabei können Sie aus vielen Vorlagen die passendste auswählen, Ihre Daten z.B. aus einer Excel-Tabelle einfügen und Ihre Grafik anpassen. Hauptsächlich glänzt infogr.am mit seiner einfachen und intuitiven Bedienbarkeit.

Tableau Public

Von Windows angeboten, liefert Tableau Public eine Vielzahl an Funktionen und eignet sich auch für die Verarbeitung einer größeren Datenmenge. Darüber hinaus bietet das Tool eine Community für den Austausch unter Infografikern und ein Blog für neue Ideen und Anregungen. Für manchen ein Nachteil: Die Software muss heruntergeladen werden, dafür benötigt man jedoch weder Flash noch Plug-Ins für den Browser.

Easel.ly

Die Web-App Easel.ly befindet sich zwar noch im Beta-Modus, dennoch kann sie schon für die Erstellung von Infografiken verwendet werden. Kostenlose Templates, die anschließend bearbeitet werden können, erleichtern die Vorgehensweise und verkürzen die benötigte Zeit für die Erstellung. Nachteile: CSV-Dateien können nicht verwendet werden und die Datenmenge sollte sich in Grenzen halten.

Piktochart.com

Das Tool Piktochart.com versucht, Nicht-Infografikern möglichst viel Zeit bei der Erstellung zu ersparen. Entsprechend intuitiv zeigt sich die Bedienbarkeit und Nutzerführung. Die Testversion ist kostenlos, danach kann man sich zwischen einer täglichen, monatlichen oder jährlichen Zahlweise entscheiden und in jeder Variante über 1000 Grafiken nutzen.


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