Langfristig erfolgreich im Affiliate-Marketing

Dass man als Affiliate Geld verdienen kann, ist eine bekannte Tatsache. Dass viele sich jedoch nicht an das Thema heran trauen, auch. Der Grund hierfür liegt nicht zuletzt in dem negativen Ruf, mit dem einige Affiliate-Projekte (und damit ihre Leiter) behaftet sind. Selbst, wer sich mit Online Marketing und allen zugehörigen Disziplinen nicht sonderlich gut auskennt, hat sicher schon einmal Aussagen gehört wie, “Ach, Affiliates, die machen nur schlechte Seiten, um ihre Links zu Shops setzen zu können!”

Doch in vielen Fällen sind solche Vorurteile unbegründet. Gerade durch die immer feiner justierten Updates des Google-Suchalgorithmus und die dadurch entstehenden höheren Anforderungen an Webseiten, deren Webmaster sie auf der ersten Seite der Suchergebnisse sehen möchten, sind Affiliate-Projekte längst mehr, als nur die Erstellung einer Webseite mit einigen je 300 Wörter langen Texten.

Wie sieht ein gutes Affiliate-Projekt aus?

Um diese Frage beantworten zu können, müsste zunächst definiert werden, was “gut” in diesem Zusammenhang meint. Zeichnen wir ein Szenario, welches in dieser Form tausendfach in der ganzen Welt abläuft: Ein Webmaster taucht immer tiefer in die Komplexität von SEO und Online Marketing ein, um seine Webseite bekannter zu machen. Er erkennt, dass sich durch Affiliate-Projekte Geld verdienen lässt, ohne jemandem verpflichtet zu sein oder Abgabetermine einhalten zu müssen. Begeistert registriert er sich bei Affiliate-Portalen und wird für die Partnerprogramme von Online Shops zugelassen, die für das Thema seiner Webseite interessant sind. Also setzt er die Affiliate-Links. Da Webseiten nur dann Traffic generieren, wenn sie regelmäßig mit frischen Inhalten versorgt werden, erstellt der Webmaster einige Texte mit je etwa 300 Wörtern, die zwar themenrelevant sind, doch nicht besonders hochwertig. Schließlich ist noch jede Menge anderes zu tun und die Erstellung von Content für die Affiliate-Seite hat nicht immer die oberste Priorität. Das Ergebnis: eine Affiliate-Seite, die keinen echten Mehrwert für die Nutzer bietet, sondern deren Texte hauptsächlich darauf ausgerichtet sind, die Nutzer zum Klick auf den Link zu bewegen. Dies ist kein gutes Affiliate-Projekt.

Im Gegensatz hierzu gibt es Affiliate-Projekte, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind und ihren Ursprung teils auch als Blogs genommen haben. Sie werden regelmäßig mit frischem Content versorgt, welcher hochwertig ist und den Nutzern Mehrwert bietet, weil er mit Sorgfalt und Mühe erstellt wurde. Multimediale Inhalte unterstützen die positive Nutzer-Erfahrung, die Gestaltung der Seiten ist durchdacht und zielführend. Häufig sind die Texte auch nicht werblich oder erkennbar positiv gegenüber dem beworbenen Produkt formuliert, sondern enthalten auch Kritikpunkte und/ oder ausgeglichene Rezensionen.

 

Paradebeispiele

Solch ein gutes Affiliate-Projekt ist beispielsweise Eisy.eu. Wobei hier zu nennen bleibt, dass diese Webseite nicht von vornherein als Affiliate-Projekt begann, sondern als Blog, der im Laufe der Zeit monetarisiert wurde und zu einer Affiliate-Seite herangewachsen ist.

Eisy.eu Linkbird Testbericht

Blog oder Affiliate-Seite? Beides! Die rote Markierung zeigt den Affiliate-Banner.

Der Banner verlinkt auf Linkbird, welche ein eigenes Partnerprogramm pflegen. Dennoch findet sich in Eisys Testbericht auch Kritik:

Eisy.eu Linkbird Testbericht Ausschnitt

Ein weiteres Beispiel eines guten Affiliate-Projektes ist die Seite Gartenmagazin.net. Hier finden sich viele, häufig gut recherchierte Beiträge rund um Gartenpflege und -gestaltung – sowie Werbung für Amazon und Banner für einige andere Shops.

Beitrag auf Gartenmagazin.net mit Affiliate-Link

Auch hier wird ein Affiliate-Link so gesetzt, dass der Content dennoch hochwertig und gehaltvoll bleibt

 

Warum nicht einfach eine Seite mit 300 Wörtern und Link?

Dies wäre natürlich die unkompliziertere Version – doch auch die nachteiligere. Ein gutes Affiliate-Projekt zu erschaffen, bietet nämlich deutliche Vorteile:

    1. Mehr Besucher, die auf die Werbung klicken, durch hochwertigen Content und intensivere Pflege
    2. Stammleser, die von der Qualität der Seite überzeugt sind und so ggf. auch mehrmals konvertiert werden können
    3. Ein besseres Ranking in Google durch intensivere Bemühungen um Marketing und SEO
    4. Eine Seite, die das Vertrauen ihrer Leser gewinnt und sich als feste Größe etabliert.

 

Konkrete Merkmale eines guten Affiliate-Projektes

Aus dem obigen Negativ-Beispiel des Webmasters mit seinen 300-Wort-Texten lassen sich bereits einige Schlüsse dahingehend ziehen, wie ein Affiliate-Projekt nicht aussehen sollte. Auch die reine Logik gebietet einige Merkmale. Hier die wichtigsten Kritierien und Punkte, auf die Sie achten sollten:

Wertigkeit und Pflege

Erstellen Sie Ihr Affiliate-Projekt so, als wäre es ein Blog, an dem Sie wirklich hängen. Bestenfalls interessiert Sie das Themengebiet persönlich, so fällt die Erstellung hochwertigen Contents und die Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen leichter. Hochwertiger Content ist nicht nur thematisch interessant und bietet konkreten Nutzen für den Leser (wie Anleitungen, Testberichte, Hintergrundinformationen usw.), sondern ist auch aus textlicher Sicht einwandfrei, d.h. orthografisch und grammatisch fehlerfrei. Natürlich sollten regelmäßig und in kurzen Abständen Beiträge veröffentlicht werden. Doch auch über den Text hinaus sollte die Webseite des Projektes Seriösität und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlen. Eine eigene Domain (statt eines kostenlosen Anbieters wie Blogpsot), ein modernes Layout, eine gute Benutzerführung und eine optisch ansprechende Startseite mit internen Links zu interessanten Beiträgen gehören hierzu.

Organisation und Eigenmotivation

Gerade, wenn ein Affiliate-Projekt nur eines von vielen Vorhaben ist, die parallel gepflegt werden müssen, läuft es häufig ungeordnet und alles andere als planmäßig ab. Dem sollten Sie entgegen wirken, um Ihr Projekt trotz begrenztem Zeitkontingents voran zu bringen. Ein Redaktionsplan hilft Ihnen dabei. Notieren Sie in diesem, welche Beiträge zu welchen Themen Sie wann veröffentlichen und über welche Netzwerke sie ihn teilen möchten – und halten Sie sich daran!
Wählen Sie vornehmlich Themen, die Sie auch tatsächlich interessieren, und nutzen Sie auch kreative Darstellungsformen wie eine Anleitung im Stil eines Kochrezeptes, um Ihren Lesern etwas Einzigartiges zu bieten. Dies erhöht nicht zuletzt auch Ihre eigene Motivation, die Seite zu pflegen!

Etwas, das nur Sie bieten

Durch Interviews, Hintergrundberichte, Recaps und ähnliche “exklusive” Inhalte ziehen Sie Leser auf Ihren Blog. Auch die eben erwähnten, kreativen Darstellungsformen dienen diesem Zweck. Oder Sie schreiben so unnachahmlich, dass Ihre Texte allein aufgrund dessen gern gelesen werden!
Je mehr Leser, desto mehr Klicks auf Ihren Affiliate-Link, und desto größer die Chancen auf gute Provisionen!

Platzierung der Affiliate-Links und Werbung

Bei allen Bemühungen um Optik, Inhalt und Form Ihres Content ist der zentrale Bestandteil eines Affiliate-Projektes natürlich der Affiliate-Link, der Ihnen die Chance auf Einkünfte gibt. Sie sollten diesen geschickt platzieren, um weder Ihre Leser zu verschrecken noch ihn versehentlich zu verstecken. Eine gute Variante ist die, die Eisy auf seiner Webseite gewählt hat (siehe Bild oben): er nutzt einen Banner mit Link auf den Partnerprogramm-Ausrichter als Header-Bild für seinen Beitrag. Alternativ bietet es sich an, den Link als Textlink im Content zu setzen oder einen Banner unter dem Artikel zu platzieren, der inhaltlich zu diesem passt. Beispielsweise ist ein Banner mit Damen-Schuhen unter einem Artikel über die neuen Stiefel-Trends der Saison sehr passend und wirkt wie eine inhaltliche Fortführung des Textes. Im Falle von Gartenmagazin.net findet sich unter dem Beitrag über Kräuter für den Balkon ein Link zur Rubrik “Garten” bei Amazon – also ebenfalls inhaltlich passend, aber gleichzeitig breit angelegt, so dass nicht nur das Interesse von Kräuter-Freunden geweckt wird. Platzieren Sie Banner, sollten Sie die Aufmerksamkeit nicht von diesen ablenken – sehen Sie also davon ab, einen weiteren Banner, ein Bild oder ein viel Raum einnehmendes soziales Plug-In in direkter Umgebung des Affiliate-Banners zu platzieren.

Entwickeln Sie ein Gespür für Trends

Undzwar nicht nur, was Themen und Produkte angeht, die gerade “in” sind (diese finden Sie durch Vernetzung mit themenrelevanten Experten, Magazinen, Social Media Profilen und News-Seiten)! Sondern auch, was die Bedürfnisse Ihrer Nutzer und Trends im Web-Design betrifft. Ein veraltetes Layout kann ebenso hinderlich für Ihre Konversionsrate sein wie eine suboptimale Usability. Blicken Sie also über den Tellerrand hinaus und beschäftigen sich auch mit solchen Themen, um ein rundum passendes Angebot zu bieten.

Mehr als nur eine Info-Seite

Dies sollte Ihr erklärtes Ziel sein! Ein Affiliate-Projekt ist dann aus monetärer Sicht besonders erfolgreich, wenn es gut gepflegt wird, über hochwertigen, einzigartigen und kreativen Content verfügt, modern ist und Trends folgt. Auch eine strukturierte Vorgehensweise sollte nicht vernachlässigt werden! Die obigen Tipps sind als Hilfestellung hierfür konziptiert, um im Dschungel des Affiliate-Marketing nicht den Überblick zu verlieren. Dabei steht jedoch der Content eindeutig im Vordergrund!


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2 Kommentare zu “Langfristig erfolgreich im Affiliate-Marketing

  1. Lothar

    Sehr guter Artikel, wie Affiliate-Marketing wirklich funktioniert.

    Es ist tatsächlich so, wie es in dem Artikel beschrieben wird. Geld im Internet wird als Affiliate nicht verdient, indem man schnell einen belanglosen Artikel mit 300 Wörtern schreibt und seine Webseite dann lieblos mit Werbebannern zupflastert. Der interessierte Leser merkt schnell die Absicht und ist verstimmt. Schlimmer noch – er kommt nie wieder.
    Das Online-Business funktioniert nun mal nur mit gutem, themenrelevantem Content, der dem Leser wirklich einen Mehrwert bietet. Da stört auch ein geschickt integrierter Banner nicht, wie das mit einem Beispiel in dem Beitrag sehr schön gezeigt wird.

  2. Anne Gruener

    Hallo Lothar, ich freue mich, dass Ihnen der Beitrag gefällt! Es ist in der Tat so, dass man Nutzer sehr schnell verschrecken kann. Doch wenn der Content nicht vor der Werbemaßnahme zurücktritt, kann man beides haben: Eine gute Seite und ein gutes Einkommen als Affiliate.

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