Erfolgreich werben auf Facebook

Facebook ist nicht nur privates Accessoire von Nutzern, die addiert rund 700 Milliarden Minuten pro Monat dort online sind, sondern längst auch innovative Marketing-Maschinerie. Diese zu hinterblicken ist nicht einfach, da sie in den vergangenen Jahren zunehmend ausgebaut und unweigerlich auch verkompliziert wurde. So gibt es weit mehr Werbeformen auf Facebook als sponsored Posts und die rechts befindlichen Werbeanzeigen.

Welche Werbeformen gibt es auf Facebook?

Facebook unterscheidet verschiedene Bundles von Werbung, welche einzeln gebucht oder kombiniert werden können. Sie enthalten in unterschiedlichem Umfang einzelne Werbeformen mit verschiedenen Möglichkeiten der Zielgruppenansprache und werden unterschiedlich abgerechnet. Hier die Übersicht aus der Werbe-Präsentation (LINK Präsi) von Facebook:

Auszug Facebook-Präsentation: Werbeformen

Auszug aus einer Facebook-Präsentation – Quelle hier

Die Page Posts im Newsfeed der Nutzer können nur Text, Bilder, ein Video oder Links enthalten. Auch Fragen, Angebote und Events können darin gezeigt werden, wobei Fragen und Angebote zu mehr Engagement führen.

Facebook Newsfeed Ad

Facebook Newsfeed Ad

Facebook Typeahead

Facebook Typeahead als Werbeform

Typeaheads (sponsored Results) zu buchen bedeutet, dass Nutzern beim Eintippen in die Suchzeile Ihre Facebook-Seite angezeigt wird. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn Ihre Konkurrenten ebenfalls auf Facebook aktiv sind.

 

Eine noch mehr in die Strukturen Facebooks eingebundene Werbeform ist die sponsored Story. Dabei wird dem Nutzer Ihre Werbung als Empfehlung eines Freundes angezeigt. Bin ich also auf Facebook mit Hans Müller befreundet und RankSider wirbt dort mit sponsored Stories, könnte mir folgende Werbung angezeigt werden: “Hans Müller gefällt RankSider” [mit Bild und Text].

Solche sponsered Stories können auch mit Angeboten (“Hans Müller hat dieses Angebot  wahrgenommen”), Fragen (“Hans Müller hat diese Frage beantwortet”), Events (“Hans Müller hat diesem Event zugesagt”), Spiele-Anwedungen (“Hans Müller spielt dieses Spiel”), Links (“Hans Müller gefällt ein Link auf dieser Homepage”) oder Kommentaren (“Hans Müller hat dies kommentiert”) verbunden werden.

 

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Die Kosten für alle Werbeformen mit Ausnahme der Logout-Page werden entweder per Click (CPC) oder pro 1 000 Impressions (CPM) abgerechnet. Dabei folgt Facebook einem Gebotssystem: Ihnen wird ein Mindestgebot angezeigt, welches sich unter anderem nach dem jeweiligen Land richtet, und Ihnen bleibt die Entscheidung überlassen, wie viel Sie pro Klick oder für je 1 000 Impressions zahlen möchten. Sie erreichen so viele Nutzer, wie mit dem angegebenen Budget möglich. Die jeweilige Summe wird dann automatisch vom Tages- oder Laufzeitbudget abgezogen.

Beitrag hervorheben

Beiträge können für ein- bis zweistellige Beträge hervorgeben werden

Die Logout-Page ist teurer: Sie kann je nach Land und Gestaltung (Video, Bild, Texte usw.) mehrere hundert Euro pro Tag kosten.

Am günstigsten werben Sie vermutlich, wenn Sie ausgewählte Posts hervorheben. Dabei wird Ihnen ein Mindestbudget vorgegeben, die Reichweite hängt dann auch hier vom gewählten Budget ab.

 

Wie gelingt mir die perfekte Facebook-Werbung?

Am wichtigsten ist die Zielgruppenansprache: Facebook liefern Ihnen einige Parameter, mit denen Sie das Publikum, welches Ihre Werbung erreicht, auswählen können. Die beliebtesten Faktoren sind Alter und Geschlecht, doch auch Interessen, Freunde und Ort können definiert werden.

Zielgruppenauswahl bei Facebook-Werbung

Die Zielgruppe für Werbung auf Facebook kann sehr genau abgesteckt werden

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe genau abgesteckt haben, geht es an die Gestaltung der Werbung selbst. Erstellen Sie zunächst den Text, die Werbeaussage, und testen Sie sie intern. Gerade bei Right-Hand Ads haben Sie nicht viel Platz, also zählt jedes Wort! Es muss klar sein, wer Sie sind und was man von Ihnen bekommen kann. Der Titel sollte ansprechend und Interesse weckend sein.

Das zugehörige Bild ist bei einer Right-Hand-Ad sehr klein und auch im Newsfeed werden Bilder nicht übermäßig groß dargestellt. Zudem stellt das optische Umfeld – andere, ggf. bunte Bilder oder Videos und Anzeigen – eine Ablenkung dar. Mit Ihrem Bild sollten Sie also die Aufmerksamkeit des Nutzers gewinnen. Natürlich sollte es in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrem Angebot stehen – oft ist es nicht sehr effektiv, nur Ihr Logo zu verwenden. Haben Sie das passende Bild ausgewählt, bedenken Sie, dass es unter Umständen zu groß ist und ein passender Ausschnitt daraus gewählt werden muss. Dieser sollte keine wichtigen Elemente des Bildes abschneiden oder verbergen.

Eine noch größere Bedeutung erhalten Bilder von Logout-Pages. Sie werden sehr prominent angezeigt (siehe Bild unten) und sollten daher hochwertig gestaltet sein. Auch der zugehörige Text sollte interessant sein, da die Logout-Page etwa 25% der Facebook-Nutzer erreicht (Quelle hier).

Logout-Page von Audi

Diese Logout-Page von Audi war ansprechend gestaltet und nicht überladen

Ein abschließender Tipp, falls Sie auf Ihre Webseite verlinken: Legen Sie eine separate Landingpage für Ihre Facebook-Nutzer an, damit diese langsam an Ihre Webseite gewöhnt werden.


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