Wege aus der Krise – Wie man die Finanzkrise bewältigen könnte – Eine Vision (Teil 1) |
Die Finanzkrise beschäftigt uns nun bereits seit mehr als zwei Jahren. Waren es zum Beginn noch die Banken, die uns Kopfzerbrechen bereiteten, wanken in der Zwischenzeit ganze Staaten unter den Auswirkungen dieser Krise. Warum die Finanzkrise trotzdem für viele noch nicht als eigentliche Krise empfunden wird, liegt an zwei Gründen. Zum Einen veränderten sich für die meisten Menschen in diesem Land sehr wenig. Arbeitsplatzabbau und Einschränkungen bei den Gehältern, sind wir hier in Deutschland schon seit Jahren gewönnt. Man könnte davon sprechen, wir wurden auf die Krise vorbereitet.
Quelle: http://www.ploync.de/geld/331-wege-aus-der-krise-wie-man-...
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Sind Corporates die besseren Staatsanleihen?
Sind Corporates die besseren Staatsanleihen? Die Gunst der Stunde nutzen. Kaum war in punkto Griechenland die Katze aus dem Sack und der Nebel hatte sich gelichtet, da kam es zu einer wahren Flut an Neuemissionen. Die Refinanzierungskosten befinden sich weiterhin auf Rekord-Tief. Somit ist es kein Wunder, dass Unternehmen versuchen sich auf lange Sicht Geld zu leihen und somit die Niedrig-Zinsen über mehrere Jahre zu sichern. Noch vor Wochenfrist wagten sich die Unternehmen nicht aus der Deckung, aber jetzt waren viele Vorstände der Meinung die Karte „Corporates sind die besseren Staatsanleihen“ spielen zu können. Durch nachträgliche Veränderung der Anleihebedingungen hat man den solide wirtschaftenden Unternehmen einen großen Gefallen getan. Staatsanleihen werden zwar weiterhin nach Einschätzung der Politiker als krisensicher gelten und sind wegen der bevorzugten Handhabung bezüglich der Eigenkapitalunterlegung auch nicht wegzudenken. Aber bei ca. 1,5 Billionen in 2012 endfälligen Staatsanleihen sollte man vorsichtig mit den Marktteilnehmern umgehen und diesen nicht zuviel zumuten. Eine von Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret geforderte einheitliche CAC-Regelung bei Staatsanleihen hat sicherlich keine beruhigende Wirkung. Hier nun eine kleine Auswahl der Neuemissionen: Aus deutscher Sicht ist die bereits dritte Bondemission aus dem Hause Daimler in 2012 erwähnenswert. Der Autobauer konnte sich bis zum Jahre 2019 einen Betrag von 750 Mio. € in einer für Privatanleger freundlichen Mindeststückelung von 1.000 € zu 2,625% aufnehmen. Aber auch der Essener Baukonzern Hochtief gab sein Debüt am Anleihemarkt. Die 500 Mio. € große Emission war bei den Anlegern sehr stark nachgefragt und konnte sich am ersten Handelstag bereits um 1,5% verteuern. Die jährliche Verzinsung beträgt 5,5% und auch hier wurde im Hinblick auf viele Privatanleger die kleinste Mindeststückelung von 1.000 € gewählt. Das Unternehmen Hochtief verfügt über kein Rating. Das Versandhandelunternehmen OTTO GmbH emittierte eine kleine Anleihe über 150 Mio. € bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Aber auch andere Gesellschaften nutzten die Gunst der Stunde. So war u.a. die neue Anleihe des Pharmakonzerns Roche (A+) sehr gefragt. Der Konzern gilt als sehr sicheres Bondinvestment und muss daher jährlich lediglich 2,00% Zinsen für ca. 6 Jahre zahlen. Für 7 Jahre und 1,25 Mrd. € zahlt der Elektrotechnikkonzern ABB seinen Anlegern einen Kupon von 2,625%. Bei einer Mindeststückelung von 100.000 € ist die Schuldverschreibung allerdings eher für institutionelle Kunden geeignet. Der französische Baukonzern Vinci SA (Baa1) bot seinen Investoren jährlich 3,375% Zinsen, um sich für 8 Jahre verschulden zu dürfen. Und für 10-jährige Anleihen lobte das australische Telekommunikationsunternehmen Telstra (A2/A ) einen Kupon i.H.v. 3,5% und der französische Industriekonzern Saint-Gobain (Baa2) i.H.v. 3,625% aus. Für 15 Jahre musste Veolia Environnement für 750 Mio. € 4,625% p.a. zahlen. Die Zeit macht erfinderisch und es gilt die Gunst der Stunde zu nutzen! EZB plant den Ausstieg lieber heute als morgen Genug ist genug. Das sagen sich einige Notenbanker, die sich an ihre eigentlichen Aufgaben erinnern. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wird offensichtlich laut über einen Ausstieg aus den Hilfsprogrammen zur Stabilisierung der Eurozone nachgedacht. Ziel muss es sein, den Ausstieg sukzessive und schonend für die Wirtschaft zu initiieren. In den vergangenen vier Monaten hatte die EZB den Banken mehr als 1 Bill. Euro zum “Schnäppchenzins” zur Verfügung gestellt, Staatsanleihen der EU-Krisenländer gekauft und den Leitzins auf den historischen Tiefstand von 1% geschleust. Die EZB möchte es künftig dem europäischen Rettungsschirm überlassen, Anleihen maroder europäischer Staaten zu kaufen und somit die Risiken verlagern. Die EZB wartet daher auf die notwendigen Entscheidungen europäischer Politiker. Die Pessimisten warnen allerdings davor, dass man auf eine Entscheidung der Politik lange warten kann. Denn eines ist gewiss: Die Bondkäufe der Zentralbanken stellen Risiken für die Bilanzen und die Reputation dar. Voraussetzung für einen solchen Beschluss seitens der Politik ist aber, dass man gemeinsam an einem Strang zieht. Während die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, Niederlande, Österreich und einigen anderen Ländern eine positive Entwicklung aufzeigt, sieht es in Südeuropa weiterhin finster aus. Es ist daher eine gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik notwendig, um diese Ungleichgewichte zu beseitigen. Und das ist Aufgabe der Politik und nicht der EZB. Die Zeit drängt, denn alleine in 2012 müssen die Länder der Eurozone Anleihen im Volumen von ca. 1,5 Billionen zurückzahlen, deren Refinanzierung gesichert sein muss. Sollten also die Kapitalmärkte nicht mehr ohne “Stützräder” auskommen, so kann aus der Staatsschuldenkrise schnell eine Bankenkrise werden. Der Tag der Entscheidung naht Erpressen lassen oder verweigern? Altbonds als trojanisches Pferd Streichen Sie sich den morgigen 23. März rot in Ihrem Kalender an! Denn da läuft die Frist ab, bis zu der sich die Anleger von griechischen Anleihen, die nach internationalem Recht begeben worden sind, äußern müssen, ob sie sich freiwillig an dem Schuldschnitt beteiligen wollen oder nicht. Bis zum 11. April soll dann der Anleihetausch vollzogen sein. Sollten aber verschiedene Hedgefonds und andere Investorengruppen in einigen internationalen Anleihen so positioniert sein, dass sie über einen Anteil von mehr als 70% verfügen, so werden diese nicht freiwillig an dem Schuldenschnitt teilnehmen. Und schon wird es wieder spannend! Die Regierung in Athen steht dann wenige Tage vor den Neuwahlen vor der Entscheidung, sich entweder erpressen zu lassen oder sich zu weigern, die Anleihen zu 100% zurückzuzahlen. Diese zweite Variante oder aber die Nichtbedienung der Zinszahlungen würden definitionsgemäß einen Default bewirken. Dabei wird sich der Default allerdings nicht nur auf diese Gattungen beziehen, sondern auf alle ausstehenden griechischen Bonds. Athen wird sich also überlegen müssen, ob es diese Anleihen bedient oder nicht. Wird die noch amtierende Regierung Griechenlands wegen der noch ausstehenden Altanleihen im Volumen von 18 Mrd. € einen Staatsbankrott riskieren oder allen anderen Altgläubigern gegenüber die Zweiklassen-Gesellschaft eingestehen? Es bleibt spannend! Wann kommt Portugal zwischen die Mahlsteine? Die Schlinge zieht sich zu. Für den Markt ist es bereits jetzt klar, das nächste Griechenland wird Portugal sein. Obwohl es an den Geldmärkten in Europa nach den beiden Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer Entspannung gekommen ist, verweilen die Prämien für Kreditausfallversicherungen Portugals in der Nähe ihrer Rekordhochs. Nach Ansicht des US-Vermögensverwalters PIMCO wird sich das Krisenland Portugal bereits im laufenden Jahr zu einem zweiten Griechenland entwickeln. Die Fondsmanager sind davon überzeugt, dass sich das erste Rettungspaket als unzureichend herausstellen wird. Eine Äußerung, die von sogenannten Experten als Unsinn bezeichnet wird – wie seinerzeit auch die pessimistischen Prognosen über Griechenland. Allein mir fehlt der Glaube. Dementsprechend dementierte der portugiesische Finanzminister Fernando Teixeira umgehend. Doch dürfte es tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit sein, wann Portugal seine EU-Nachbarn um weiteres Geld bitten wird. Nach Schätzungen von Ökonomen wird die Wirtschaftsleistung allein im laufenden Jahr um 3,3% zurückgehen. Das ist der stärkste Einbruch seit den 70er Jahren. Dieses Schrumpfen der Wirtschaft ist die Folge des aufgezwungenen Sparprogramms, das Teil des mit EU und IWF vereinbarten Hilfspakets über 78 Mrd. € ist. Zwar sind viele Strukturen anders als in Griechenland, doch wie soll in einer Rezession mit einer Arbeitslosenquote von 14% die Haushaltsverschuldung von über 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) abgebaut werden? Griechenland: Der Countdown läuft Gefahr für die Demokratie Die harten Sparmaßnahmen und der Einbruch der Investitionen haben die griechische Wirtschaft auf Talfahrt geschickt. Das haben inzwischen auch führende europäische Politiker erkannt und eingestanden. Sicher war es richtig die Auswüchse zu kappen, aber mit dem Spardruck hat man Griechenland für viele Jahre aller Perspektiven einer nachhaltigen Konjunkturerholung beraubt. Für das laufende Jahr rechnet die griechische Notenbank mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,5%. Das wäre das fünfte Rezessionsjahr in Folge! Innerhalb dieses Zeitraums hat die griechische Wirtschaft ein Fünftel ihrer Wirtschaftsleistung verloren. Auch die Arbeitslosigkeit erreicht mit 22% einen Rekordwert. Unter den 15 bis 29-jährigen sind fast 40% ohne Arbeit. Ein Pulverfass ohne Gleichen. Am Kapitalmarkt stellt man sich die Frage, ob die Rekordarbeitslosigkeit und die Rezession nicht der Nährboden für das Entstehen extremer Parteien im Vorfeld der im April anstehenden Neuwahlen sein könnte. Schon jetzt erwarten die Pessimisten (je nach Standpunkt auch die Optimisten), dass Griechenland freiwillig und mit dem Einverständnis der Mitgliedsländer aus dem Euroclub austreten wird. Denn ohne massive Abwertung der Währung, kann das Land in Europa nicht konkurrenzfähig werden. Und ohne Wirtschaftswachstum ist keine Besserung in Sicht. Also wird Athen nichts anderes übrig bleiben, als mit einem deutlich reduzierten Schuldenstand den Weg Argentiniens und Uruguays zu beschreiten. Das Ergebnis der Wahl wird diesen Prozess eventuell sogar noch beschleunigen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
Anleger nutzen schwächere Norwegerkrone zum Wiedereinstieg
Anleger nutzen schwächere Norwegerkrone zum Wiedereinstieg Währungsanleihen in norwegischen und schwedischen Kronen erleben derzeit einen neuen Nachfrageschub. Nachdem in den vergangenen Monaten die Alternativwährungen zum Euro zu den Lieblingen der Investoren gezählt hatten, war diese Liebe neuerdings etwas abgekühlt. Schuld daran waren die gestiegenen Devisenkurse der beiden skandinavischen Währungen, die für Anleger aus Euro-Land eine solche Investition verteuert hatten. Nachdem nun aber der Euro wieder Boden gut gemacht hat, zählen eine Reihe von Titeln in norwegischen und schwedischen Kronen zu den meist gehandelten Bonds an den Börsen Düsseldorf, Frankfurt und München, wo die Baader Bank den Handel betreut. Im Mittelpunkt des Interesses steht z.B. eine Anleihe des norwegischen Königreichs mit einer Laufzeit 5/2013 (WKN 858524), die bei einem Kupon von 6,50% mit rund 1,33% rentiert, und ein Bond mit einer Laufzeit 5/2015 (WKN A0BC8F), der mit 5,00% verzinst ist und eine Rendite von rund 1,58% aufweist. Beliebt unter Anlegern aus Deutschland sind wie seit Monaten schon Anleihen in Alternativwährungen von guten deutschen Schuldnern. Hier erfreut sich insbesondere eine Anleihe der KfW mit einer Laufzeit 8/2017 (WKN A1EL3P), die bei einem Zinssatz von 3,375% mit 3,15% rentiert, reger Nachfrage. Außerdem zählen zwei Bonds von Daimler zu den Lieblingen der Anleger. Eine davon lautet auf norwegische Kronen (WKN A1GUY7), die bis 1/2015 läuft und bei einem Kupon von 3,625% mit rund 3,60% rentiert. Die andere mit Laufzeit 12/2014 ist in schwedischen Kronen notiert (WKN A1GU3S ) und weist bei einem Kupon von 3,00% eine Rendite von 2,80% auf. Indessen wurde dem Primärmarkt neues Leben eingehaucht. Unternehmen mit guter Qualität gelingt es dort ohne Probleme, sich über die Emission von Corporate Bonds zu refinanzieren. Nachdem der Markt über mehrere Wochen wie ausgetrocknet schien, brachten drei mit BBB+ oder besser bewertete Unternehmen erfolgreich neue Bonds auf den Markt. Es handelt sich dabei um TeliaSonera AB, Schneider Electric SA und die Autoroutes du Sud de la France. Anders sieht es bei schlecht oder gar nicht gerateten Unternehmen aus. Aufgrund der auf hohem Niveau verharrenden Risikoaversion der Investoren finden diese Emittenten am Bondmarkt derzeit keine Möglichkeiten der Refinanzierung. Vertrauenskrise bei Banken hält sich noch in Grenzen Die Banken bunkern weiter ihr Geld bei der EZB. Im wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft wurden diese Woche den Instituten von der EZB 201 Mrd. Euro zugeteilt – 37 Mrd. Euro mehr als im auslaufenden Tendergeschäft fällig geworden waren. Überschüssige Liquidität wird also weiterhin nicht anderen Instituten zur Verfügung gestellt, sondern bei der EZB geparkt. Die Vertrauenskrise zwischen den Banken schwelt also weiter, hält sich aber noch in Grenzen. Denn Bankanleihen mussten zwar auch Rückgänge verkraften, notieren aber deutlich über dem Niveau von 2008. So notiert eine nachrangig besicherte Anleihe der Deutschen Bank mit einem Kupon von 8,0% und ohne Endfälligkeit (WKN A0TU30) derzeit wie etwa in der Vorwoche bei rund 93,70%, nachdem der Titel im Zuge der Lehman-Pleite auf rund 45% abgestürzt war. Auch die Entwicklung einer bereits 2005 emittierten unbefristeten Floating Rate Note der Hannover Finance (Lux) S.A. (WKN A0E5JB) deutet zumindest kurzfristig auf etwas Entspannung hin. So hat sich der Bond im September von einem Niveau um die 73% wieder auf ca. 78% hochgearbeitet und ist weiterhin von den Tiefstkursen aus den Jahren 2008/2009 bei ca. 35% weit entfernt. Anders sieht es bei einem Bond der Unicredit aus, die unter dem Downgrade von Italien zu leiden hat. Die Anleihe (WKN A1AQM0), die per 12/2019 gekündigt werden kann und einen Kupon von 8,125% aufweist, hatte zum Monatsbeginn noch bei knapp 80% notiert. Nun liegt der Geldkurs bei 55,90%, der Briefkurs bei 64,10%. Auch an dieser breiten Geld-/Briefspanne lässt sich das fehlende Vertrauen in diesen Bond ablesen. Noch vor Jahresfrist hatte der Preis über pari gelegen. Hellenische Zitterpartie In Griechenland wird mit Spannung auf die Entscheidung zur Freigabe der nächsten Kreditrate gewartet. War diese zunächst für Ende September erwartet worden, so hat sich der Zeitplan in den Oktober verschoben. Grund hierfür war der Abbruch der Gespräche und die erst nach dem Treffen der EU-Finanzminister wieder neu aufgenommenen Beratungen der aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank gebildeten Troika. Die Erwartungshaltung an die Bereitschaft der griechischen Regierung ist hoch, aber die bisherigen Zahlen müssen eine eindeutige Sprache sprechen. Sonst gibt es kein neues Geld. Hierbei sollte man aber nicht von einer europäischen Erpressung Griechenlands sprechen, sondern von einem leider zu selten verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. In der Zwischenzeit werden die leidgeprüften Rentenhändler noch manche gefühlsmäßige Berg- und Talfahrt durchlaufen. Noch ist die Staatspleite Griechenlands vermeidbar, aber es sollte nicht mehr lange gezögert werden, die nächsten Schritte genauer zu definieren. Die einfachste und auch sinnvollste Entschuldung der Hellenen wäre mittels zusätzlicher IWF-Kredite zu meistern. Diese Gelder müssten zweckgebunden von der griechischen Zentralbank zum Ankauf griechischer Staatsanleihen zum aktuellen Kurs erfolgen. Somit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens würde man eine dauerhafte Reduzierung der Verschuldung erreichen und zweitens für eine stabilisierende Nachfrage am Sekundärmarkt sorgen. Viel Zeit ist aber nicht mehr! Refinanzierungen über Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von drei Monaten würden dann der Vergangenheit angehören. In dieser Woche konnte man sich auf diesem Wege 1,625 Mrd. Euro zu 4,56% beschaffen, nachdem bei der letzten Auktion die Zuteilung noch bei 4,50% erfolgte. Es ist meines Erachtens zulässig über Alternativen nachzudenken, aber bitte hinter verschlossenen Türen. Eine Diskussion muss ohne Wenn und Aber geführt werden. Griechenland aufzugeben, würde Fakten schaffen und diese würden unwiderruflich Milliarden an Steuergeldern vernichten. Allerdings kann man strukturelle Wunden auch nicht nur mit Geld heilen, um Ansteckungen zu vermeiden. Der Weg ist steinig, steil und kurvenreich. In einem solchen Fall ist man auch auf die Hilfe der anderen Staaten angewiesen und somit rücken alle Staaten mit Devisenreserven ins Visier der Finanzmärkte. Diese Gelder werden oft mit Sparbüchern verglichen, die wie Kornspeicher für schlechte Zeiten angesammelt wurden. Nun scheint es an der Zeit zu sein, diese Gelder rund um den Globus zu investieren. Alles hat seinen Preis, positiv wie negativ betrachtet. Italien abgestraft Der Auftakt dieser Handelswoche hatte es in sich. Zuerst mussten die Kapitalmärkte das „Non Event“ -Treffen der Finanzminister in Polen und die schlauen Sprüche des US-Finanzministers verdauen. Bereits am Dienstag folgte aber mit der Herabstufung Italiens der nächste Paukenschlag. Standard & Poor’s verpasste den Märkten einen neuerlichen Nackenschlag. Der Zeitpunkt überraschte, aber die damit vermittelte Aussage war klar. Die italienische Regierung ist nicht zuverlässig und die Reformen sind Stückwerk. Die in den Vorwochen mehrfach vollzogene Rolle vorwärts mit anschließender Rolle rückwärts und dreifachem Dementi haben eine glücklos und auch hilflos agierende Regierung in Rom aufgezeigt. Italienische Staatsanleihen erlebten kurzzeitig eine Spreadausweitung, aber da die Einschätzungen der Ratingagenturen sehr unterschiedlich sind, hat diese Nachricht noch kein generelles Umdenken bezüglich Italiens erzeugt. Die Probleme sind nicht neu und somit harren die Marktteilnehmer der Dinge, die da noch kommen werden. Privatanleger, die interessiert die Kursblätter der Börsen nach italienischen Staatsanleihen durchforsten, werden diese Lücke schon lange entdeckt haben. Wegen abwicklungstechnischer Hürden können diese Anleihen an den deutschen Börsen nicht gehandelt werden. Somit sind die Schwankungen dieser Bonds an den Privatanlegern größtenteils spurlos vorübergegangen. Der Rentenhandel war in Ermangelung klarer Tendenzen und im Zuge der weiterhin bestehenden Unsicherheiten von Positionsbereinigungen geprägt. FED tanzt Twist Letzte Nacht war es endlich soweit. Die amerikanische Notenbank hat die Katze aus dem Sack gelassen und die von den Märkten erwartete neue Vorgehensweise bei den Ankäufen von Staatsanleihen bekannt gegeben. Mit der „Operation Twist“ werden die zwei Billionen US-Wertpapiere in der Endfälligkeitsstruktur angepasst. Nach der Festschreibung der kurzen Zinsen wird nun das Augenmerk mehr auf einer nachhaltigen Senkung der langfristigen Zinsen gelegt. Zu diesem Zwecke werden Umschichtungen kürzerer – in längere Laufzeiten vorgenommen. Der Zweck heiligt anscheinend alle Mittel. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
Bund profitiert von Risikoscheu der Anleger
Bund profitiert von Risikoscheu der Anleger Was derzeit an den Anleihemärkten abgeht, lässt zwar manchen Anleger erschüttern, doch muss es das Herz des deutschen Finanzministers höher schlagen lassen. Durch die erneute Zuspitzung der Finanz- und Schuldenkrise werden Bundesanleihen verzweifelt gesucht, was die Renditen für diese Papiere weiter nach unten drückt. So rentiert etwa eine bis 10/2014 laufende Bundesobligation (WKN 114155) nur mehr mit knapp 0,70% und zählt dennoch zu den am meisten gesuchten Anleihen an den Börsen Düsseldorf, Frankfurt und München, wo die Baader Bank den Handel betreut. Fest steht, dass aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sich der Staat günstiges Geld besorgen kann, weshalb man sich fragt, warum Deutschland eigentlich nicht nur noch Langläufer auflegt. Denn mit 1,52% notiert die Umlaufrendite von Bundesanleihen auf Tiefstniveau. Die Kehrseite dieser Flucht in die Qualität ist eine Abkehr von den Lieblingen des 1. Halbjahres 2011 – den schlecht oder gar nicht gerateten Unternehmensanleihen, die derzeit von Anlegern gemieden werden, wie der Teufel das Weihwasser scheut. Entsprechend groß sind die Abschläge auf die Kurse von Papieren mit schlechten Bonitätsnoten. So notiert etwa die mit einem Kupon von 8,25% versehene Anleihe der Air Berlin mit Laufzeit 4/2018 (WKN AB100B) auf einem Niveau von nur mehr rund 88%. Ablesbar ist die hohe Risikoscheu der Anleger auch an den I-Traxx-Indizes, die so etwas wie das Angst-Barometer der Corporate Bond-Märkte darstellen und so hoch geklettert sind, wie seit zwei Jahren nicht mehr. Wie ausgetrocknet der Primärmarkt für Corporates derzeit ist, hat auch der August gezeigt. Dieser wird als erster Monat seit drei Jahren in die jüngere Börsengeschichte eingehen, in dem keine Unternehmensanleihe in Euro platziert wurde. Unternehmen mit zweifelhafter Bonität bleiben deshalb auch in Deckung. Aber immerhin, mit Fresenius Medical Care zeigt derzeit ein bekanntes Unternehmen, dass es doch noch geht. So brachte das Dax-Unternehmen zwei Tranchen in Euro (WKN A1GVFF) und Dollar mit einem Kupon von jeweils 6,5% erfolgreich am Markt unter. Indessen waren bei den jüngsten Favoriten des Bondmarkts, Anleihen in norwegischen Kronen, erste Gewinnmitnahmen zu sehen. Oft war zu beobachten, dass in Titel auf schwedische Kronen reinvestiert wurde. Das Interbankenvertrauen ist angeschlagen – aber längst nicht so wie nach der Lehman-Pleite Vertrauen sieht anders aus. Derzeit haben die Banken knapp 200 Mrd. Euro Einlagen bei der EZB gebunkert, anstatt diese sich gegenseitig zu verleihen. Tendenz steigend. Tendenz fallend, heißt es indessen beim Rating der französischen Banken. Die US-Ratingagentur Moody’s stufte die Bonität der Crédit Agricole und der Société Générale um einen Grad herab. Die Kreditwürdigkeit der Crédit Agricole werde von Aa1 auf Aa2 herabgestuft, weil sie so viele griechische Staatsanleihen besitzen soll. Die Société Générale wurde von Aa2 auf Aa3 zurückgestuft. Die größte französische Bank, BNP Paribas, blieb vorläufig ungeschoren, aber unter Beobachtung. Vertrauen gibt es dennoch. Bankanleihen mussten aktuell längst nicht einen Absturz in dem Ausmaß hinnehmen, wie sie es 2008 erlitten haben. So notiert etwa eine nachrangig besicherte Anleihe der Deutschen Bank mit einem Kupon von 8,0% und ohne Endfälligkeit (WKN A0TU30) derzeit bei rund 91,50%, nachdem der Titel im Zuge der Lehman-Pleite auf rund 45% abgestürzt war. Die Lage ist zwar ernst, aber sie war schon schlimmer. Somit scheint das Vertrauen in die Kapitalisierung der Banken noch vorhanden zu sein. Chinesische Schnäppchenjäger in Italien unterwegs China ist daran interessiert, sich neben den USA ein zweites Standbein in Sachen Devisenreserven zu schaffen – sind doch Pekings Vorräte in US-Dollar schon riesengroß. Der Euro scheint dem Reich der Mitte für ein Engagement da gerade recht zu sein. Bedingung: ein ernsthaftes Bemühen bei der Schuldenbekämpfung. Dann ist in Peking auch vorstellbar, sich an italienischen Staatsunternehmen zu beteiligen, zum Schnäppchenpreis in der Schuldenkrise, versteht sich. Das Hilfsangebot mag für Rom verlockend sein. Klar ist aber auch, dass hier geldpolitische mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft werden. Die Beteiligung an italienischen Energieversorgern, wie sie erwogen wird, würde Pekings Einfluss in Italien mehr stärken, als manchem Politiker in Rom lieb sein kann. In Griechenland hat Peking die Ernte in Form von Aufkäufen schon eingefahren. Hellas’ Schuldenkrise hält die Finanzmärkte freilich weiter in Atem. Immer noch offen ist die Frage nach der Zustimmungsquote für den Umtausch von Forderungen an Athen. Offen ist auch die Frage, ob Griechenland überhaupt noch zu helfen ist. Bei der EZB werden die Falken von den Tauben gefressen Bei der Europäischen Zentralbank stehen die Dinge auf dem Kopf. Da werden die Falken von den Tauben zerfleischt, nicht umgekehrt. Und somit war der Abgang des als Falken bekannten EZB-Chefvolkswirts, Jürgen Stark, die logische Konsequenz auf die Missachtung geldpolitischer Unabhängigkeit à la Bundesbank. Bekanntlich hatte ja bereits im April Falke und Bundesbank-Präsident Axel Weber ebenfalls das Handtuch geworfen. Diese Rücktritte spiegeln einen verhängnisvollen Trend wider, wonach die Notenbanken immer mehr zu Erfüllungsgehilfen der Politik werden und ihr stabilitätspolitischer Auftrag auf der Strecke bleibt. Die Unabhängigkeit ist passé und so verkommt die EZB zur größten europäischen Bad Bank. Fresenius trotzt der Primärmarktflaute Trotz Schuldenkrise, verhaltenen Konjunkturaussichten und schlechter Stimmung an den Kapitalmärkten, gelingt es Unternehmen mit guter Qualität, ohne Probleme, sich Geld über den Kapitalmarkt zu verschaffen. Das Bad Homburger Unternehmen Fresenius Medical Care zapfte den Kapitalmarkt mit zwei Tranchen (Euro und US-Dollar) an und konnte sich trotz der derzeit schwierigen Lage relativ günstig refinanzieren. Der Kupon für beide Tranchen wurde mit 6,5% festgesetzt. Im Vergleich zu anderen Fresenius-Schuldverschreibungen wurden die beiden neuen Tranchen damit günstig gepreist. Das Rating befindet sich mit Ba2/BB im spekulativen Bereich. Bei den Kapitalmarktteilnehmern erfreut sich das Unternehmen trotzdem großer Beliebtheit. In den ersten drei Handelstagen konnte der Bond um über 3% zulegen und war somit stark nachgefragt. Das frische Kapital soll für Akquisitionen, Rückzahlung von Verbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke eingesetzt werden. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
Investoren ignorieren Risiken beim Gipfelsturm auf die 8.000
Investoren ignorieren Risiken beim Gipfelsturm auf die 8.000 Es ist die Angst, beim Gipfelsturm auf den wichtigsten deutschen 8.000er nicht dabei zu sein. Anders lässt sich die Ignoranz der Risiken seitens der Investoren kaum erklären. Natürlich will es keiner verschlafen haben, wenn der Deutsche Aktienindex die 8.000er-Marke knacken sollte. Rekordgewinne und die damit verbundenen steigenden Dividenden, die die Unternehmen derzeit präsentieren, sprechen ja auch für eine Aktienrallye. Dennoch sollten die strukturellen volkswirtschaftlichen Probleme angesichts der Unternehmensgewinne nicht ausgeblendet werden. So hängt über den Kapitalmärkten weiterhin das Damoklesschwert der enormen Schuldenkrise in den USA, Europa und Japan, die die gute Konjunktur abzuwürgen droht. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Notenbanken dazu übergehen werden, sich von ihrer Niedrigzinspolitik zu verabschieden. Schließlich sollte es für Notenbanken immer noch um ihr wichtigstes Ziel gehen: Die Inflation zu bekämpfen. Kommt es zu weiteren Zinserhöhungen, so wird für die Staatsregierungen der Bewegungsspielraum bei Neuinvestitionen eingeengt. Am Ende droht den Kapitalmärkten eine gefährliche Kettenreaktion. Demnach ziehen weniger staatliche Investitionen rückläufige Aufträge für Unternehmen nach sich. Wird eine solche Entwicklung noch von höheren Steuern begleitet, besteht die Gefahr einer Abwärtsspirale für die Konjunktur. Doch nicht nur bei Aktien, auch bei Corporate Bonds hat man derzeit den Eindruck, dass die Anleger die Risiken nicht besonders hoch einschätzen. Dies lässt sich auch an den I-Traxx-Indizes (siehe unten) ablesen, die im Wochenvergleich beide rückläufig waren. Die Investoren sind weiterhin auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten, deren Rendite bei überschaubarem Risiko über das nach wie vor niedrige allgemeine Zinsniveau hinausragt. Dies zeigt sich auch am Markt für Euro-Bonds, wo immer wieder gezielt Anleihen der PIIGS-Staaten gesucht sind. Die zwei Seiten der Euro-Medaille Schuldenkrise hin oder her. Seit Wochen gewinnt der Euro an Wert und nähert sich der Marke von 1,50 US-Dollar. Gestern notierte die Gemeinschaftswährung in der Spitze auf einem Niveau von 1,4939 US-Dollar, was einem Wertzuwachs von rund 11% seit Jahresbeginn darstellt. Und dass die Stärke des Euro im Grunde nur die Schwäche des US-Dollar ist, gilt an den Märkten mittlerweile als Binsenweisheit. Die lasche Geldpolitik der US-Notenbank und die holprige Erholung der US-Konjunktur sind hierfür die Ursachen. Je mehr man der EZB zutraut, bald wieder den nächsten Zinsschritt zu wagen, umso attraktiver werden Euro-Anlagen. Starke Euro-Länder müssen dies nicht fürchten. Schließlich werden Rohstoffimporte dadurch billiger, Exporte aber verteuert. Verschärft wird dadurch die Situation von Schuldensündern wie Griechenland oder Portugal, die Dämpfer im Export nur schwer wegstecken können. Außerdem, und das ist vielleicht noch entscheidender, steigt durch Zinserhöhungen deren Schuldendienst, womit die Wackelkandidaten umso schwerer wieder aus der Bredouille herauskommen können. Portugal vor der Rettung Nach dreiwöchigen Verhandlungen ist es nun endlich soweit. Eine Verständigung auf ein Rettungspaket über 78 Milliarden Euro ist gelungen. Die Finanzhilfen werden von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds innerhalb von drei Jahren zur Verfügung gestellt. Anscheinend sind die Konditionen für die Portugiesen humaner ausgefallen als für die Griechen und die Iren. Ob dies der politisch instabilen Situation in Lissabon geschuldet ist, ist nicht bekannt. Dennoch werden auch auf die Staatsbürger Portugals spürbare Veränderungen zukommen. Damit Portugal in den Genuss der Hilfen kommen kann, müssen vorab noch die EU-Finanzminister dem Rettungsplan Mitte Mai zustimmen. Der Zeitplan ist eng, denn bereits am 15. Juni sind fünf Milliarden Euro am Kapitalmarkt endfällig und der finnische Segen für dieses Gesamtpaket steht auch noch aus. Nun ist also der Weg für drei Schuldensünder frei. Doch offen ist die Frage, warum die angeblichen Goldreserven Portugals unangetastet bleiben. Bei jedem Hartz IV-Empfänger wird im Vorfeld einer Unterstützung alles zu Geld gemacht, was zur Verfügung steht. Selbstverständlich sollten solche Mengen von Gold nicht unvermittelt verkauft werden. Aber als Sicherheit für die Gläubiger könnte das Gold durchaus dienen. Schonend zu verkaufen und somit die Schulden zu reduzieren, wäre auch eine Option. Denn vor der Hilfe sollte immer noch die Selbsthilfe stehen. Diese Krisen erfordern also weiterhin eine ruhige Hand der Notenbanker. Weitblick ist gefragt und die Sammlung der Pros und Contras einer Umschuldung Griechenlands führen immer wieder vor Augen, auf welch tönernen Füßen die Probleme gelagert werden. Nach jüngsten Hochrechnungen würde eine Umschuldung Griechenlands die Steuerzahler Deutschlands bis zu 40 Milliarden Euro kosten. Da kommt die Ankündigung Chinas, weiterhin europäische Staatsanleihen zu kaufen, gerade zur rechten Zeit. Bank of England spielt auf Zeit Nach der königlichen Hochzeit kehrt auch in England wieder der Alltag ein und dieser wird insbesondere beim Monetary Policy Committee bei der Bank von England im Mittelpunkt stehen. Hohe Inflation und schwaches Wirtschaftswachstum geben die Rahmenbedingungen vor. Es muss bis zur endgültigen Klarheit in punkto Konjunktur auf Zeit gespielt werden. Eine Zinserhöhung nach dem Vorbild der Europäischen Zentralbank wäre Gift in Zeiten unsicherer Konjunkturausblicke. Bereits vor einem Monat waren die Lager gespalten. Einerseits wurde vereinzelt für eine Zinserhöhung und andererseits für eine Aufstockung des Anleihenrückkaufprogramms gestimmt. Die Mehrheit war aber für keine der beiden Varianten zu begeistern. Die EZB hat es in dieser Hinsicht etwas leichter. Von ihr wird kein neuerlicher Zinsschritt erwartet. Allerdings werden die Worte des EZB-Präsidenten bei der anschließenden Pressekonferenz wieder genau analysiert werden. Denn aus der Wortwahl erhofft man sich Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Das Hauptaugenmerk der Notenbanker liegt weiterhin auf der Inflation und somit sind entsprechende Kommentare zu drohenden Zweitrundeneffekten zu erwarten. Aber auch die Haushaltspolitik, die Verstöße gegen die Maastricht-Kriterien und die noch nicht erfolgte finale Ausgestaltung des Rettungsschirmes sollten zur Sprache kommen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
Die Anleger haben die Qual der Wahl
Die Anleger haben die Qual der Wahl In Anbetracht der Tatsache, dass die Emissionsflut an den Kapitalmärkten ungebrochen ist, können die Investoren aus einer Vielzahl von Produkten wählen. Da gibt es zum einen die Neulinge ohne Rating, die deutlich höhere Zinsen bieten, aber auch die altbekannten Emittenten drängen immer noch auf den Markt, um sich die historisch gesehenen günstigen Konditionen zu sichern. Trotz des starken Rückgangs des Euro-Bund-Future seit Herbst letzten Jahres sind durch die anziehende Inflation viele Unternehmen auf den Plan gerufen worden. Denn die Inflation der nächsten Jahre hilft den Unternehmen bei der Rückzahlung der Schulden. Dies ist sicherlich nicht im Interesse der Anleger, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder der Hinweis auf die inflationsindexierten Anleihen. Diese Form der Anleihe soll den Investor vor inflationsbedingten Verlusten schützen. Allerdings ist dies nur bedingt möglich, da die von den Behörden berechnete Inflationsrate nichts mit der tatsächlichen Inflation gemein hat. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise wurden in der abgelaufenen Handelswoche immer wieder verstärkt Handelsaktivitäten in den Anleihen der PIIGS-Staaten registriert. Hierbei fiel auf, dass sich trotz der Garantieversprechen viele Privatanleger von Anleihen mit geringer Restlaufzeit trennten. Initiiert wurde dies sicherlich nicht zuletzt durch die Diskussion um die Sparverdrossenheit der Griechen und die dadurch aufkommende Forderung nach Umschuldung. Der Emissionsboom geht weiter Am Anleihemarkt will der Emissionsboom kein Ende nehmen und die Anleger haben die Qual der Wahl. Einerseits drängen viele Unternehmen an den Primärmarkt, die dort noch nie vertreten waren und bieten interessante Konditionen. Nicht zu vergessen ist hierbei allerdings, dass kein Unternehmen etwas zu verschenken hat und die Refinanzierung am Kapitalmarkt im Vergleich zu den Kreditkosten immer noch günstiger ist. So ist es sicherlich ein Geben und Nehmen zwischen Anleger und Unternehmen. In dieser Woche platzierte u.a. der Gabelstapler Hersteller Kion Group GmbH erstmals zwei Tranchen (fix und floater) mit einer Laufzeit bis 2018. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 500 Mio. € (325 Mio. € bzw. 175 Mio. €). Die jährliche Verzinsung für die fixe Tranche beträgt 7,875%. Mit B2/B wird das Unternehmen spekulativ benotet. Aber auch der weltweit größte Anbieter für Personaldienstleistungen Adecco S.A. konnte sich 500 Mio € frisches Kapital beschaffen und dadurch sein Schuldenprofil verlängern. Die Rückzahlung erfolgt ebenfalls in 2018 und das mit einem jährlichen Kupon von 4,75%. Adecco wird mit Baa3/BBB- bewertet. Eine strukturelle Verlagerung von Bankkrediten zum Kapitalmarkt wagte auch erstmals die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Sitz in Nürnberg. Mit den 200 Mio. € frischen Kapital will das Unternehmen kurzfristige Bankverbindlichkeiten ablösen. Ausgestattet ist die Anleihe mit einem 5,00% Kupon und wird 2016 zurückbezahlt. Die GfK besitzt kein Rating. Auch der Betreiber für Rechenzentren Global Switch fand Gefallen an der vermeintlich günstigen Mittelaufnahme. Das Unternehmen refinanzierte sich mit 600 Mio. € über den Kapitalmarkt und einer Laufzeit bis 2018. Dafür zahlt das Unternehmen einen jährlichen Kupon von 5,5%. Griechenland in der Sackgasse In Griechenland wächst der Unmut der Bevölkerung von Stunde zu Stunde. Tiefe Rezession, steigende Arbeitslosigkeit und das Fehlen von Erfolgsmeldungen nach dem harten Sparkurs lassen die Stimmung bei den griechischen Bürgern kippen. Wie lange kann der Staatsbankrott noch hinausgezögert werden? Kommt es zur Umschuldung oder einer Laufzeitverlängerung? De facto kann es also zum ersten Staatsbankrott in Westeuropa seit 60 Jahren kommen. Die Folgen wären fürchterlich für Banken und Pensionsfonds. Somit versucht man sich mit allen Mitteln dagegen zu stemmen. Fakt ist allerdings, dass neue Sparpakete nicht mehr möglich sind und dadurch nur noch weitere Arbeitsplätze zerstört werden würden. Es ist eine Spirale in Gang gesetzt worden, die immer tiefer in den Abgrund führt. Viele Griechen haben inzwischen resigniert und haben die Einstellung: „Schlimmer kann es nicht mehr werden, lasst es uns zu Ende bringen“ verinnerlicht. Das vehemente Dementieren einer Umschuldung ist für mich kein Beweis, dass diese nicht in Planung ist. Denn auch im Falle Portugals, das stets die Inanspruchnahme des Rettungspakets weit von sich gewiesen hatte, hat sich herausgestellt, dass nur im Hintergrund alles noch vorher unter Dach und Fach gebracht werden musste. Und auch bei einer möglichen Umschuldung könnte dies sehr schnell nach dem gleichen Muster ablaufen. Zeit ist also Geld! Der Patient lebt noch Es hat nicht mehr viel gefehlt und es wäre vielen staatlichen Stellen das Geld ausgegangen. Staatsangestellte wären in Zwangsurlaub geschickt worden und Amerikas Außenwirkung hätte massiven Schaden genommen. Mit insgesamt sechs befristeten Nothaushalten wurde die Finanzierung gesichert und auch in diesem Falle hat man nochmals die Kurve bekommen. Dieser Machtkampf zwischen Republikanern und Demokraten war aber nur der Vorgeschmack auf die anstehende Präsidentschaftswahl 2012. Der erste Infarkt wurde zwar in letzter Minute abgewendet, aber bei der anstehenden Anhebung der Defizitgrenze ist man dadurch keinen Schritt weiter. Diese Aufgabe stellt eine echte Herausforderung für den Präsidenten dar. Denn sollte es nicht zu dieser notwendigen Anhebung kommen, versinken die Weltfinanzmärkte im Chaos. Welche Zugeständnisse Barack Obama machen muss, um sich das Wohlwollen der Opposition zu erkaufen, muss abgewartet werden. Es ist ein Ritt auf des Messers Schneide und daher darf bezweifelt werden, dass der amerikanische Präsident in diesen Verhandlungen im Sinne der Demokraten ohne Zugeständnisse punkten kann. Somit ist vorbestimmt, dass aus dem einstigen Hoffnungsträger ein wankender US-Präsident wurde, der ohne die Hilfe der Republikaner nicht mehr handlungsfähig ist. Dies ist sicherlich kein gutes Omen. Iberischer Flächenbrand? Mit dem formellen Antrag der portugiesischen Übergangsregierung ist die Finanzkrise nicht beseitigt, sondern die Arbeit beginnt jetzt erst richtig. Schätzungsweise werden bis zu 80 Milliarden € zur Stützung Portugals benötigt und die entsprechenden Verträge sollen bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Verhandlungen sollen mit allen Parteien geführt werden, damit nicht ein zweites Irland entsteht. In Irland hat zwar die damals amtierende Regierung verhandelt, ist aber anschließend aus dem Amt gewählt worden und die neue Regierung hatte die Idee nachzuverhandeln. Damit das nicht nochmals passiert, hat man beschlossen, mit der Übergangsregierung und der sich den Sparplänen verweigernden Opposition eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Nur so kann das Ergebnis auf soliden Füßen stehen. Die Lage der Dinge ist aber nicht einfach, denn erst am 5. Juni wird gewählt und trotz der Bekundung, dass die im April und Mai fälligen Anleihen bereits refinanziert sind, kommt es bereits am 15. Juni zum Schwur der Investoren. Wie aber steht es um Spanien? Weiterhin ist der offizielle Tenor, dass es keinerlei Hinweise auf ein spanisches Hilfeersuchen gibt. Rettung naht aus China, denn die Chinesen wollen sich wieder als Retter Europas in Szene setzen. Auch beim Umbau der spanischen Banken will der „Devisenreserven-Kaiser“ helfen. Dem geneigten wirtschaftsaffinen Leser wird allerdings schon aufgefallen sein, dass die mit Häfen ausgestatteten Schuldenstaaten sich stets auf China verlassen können. Ohne Hintergedanken macht das der Chinese nicht. Dieser Wesenszug ist uns Deutschen nicht unbekannt, denn auch wir nehmen vielerlei Anstrengungen in Kauf, um den Euro zu retten. Die Chinesen bauen ihre Brückenköpfe in Europa aus und erzielen nebenbei noch eine Risikostreuung bei der Anlage ihrer riesigen Devisenreserven. Ob dadurch Spanien dem Dominoeffekt entkommen wird, kann heute noch nicht beantwortet werden. Ein Fall Spaniens wäre sicherlich ein Finanz-Gau und dadurch würde die Schuldenkrise eskalieren. Vorerst kann das Urlaubsland Spanien von den Unruhen in Nordafrika profitieren und erhält somit eine Finanzspritze der besonderen Art. Man darf gespannt sein, wann die nächste Welle losgetreten wird. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen
Bei der EZB kommt es heute zum Zins-Schwur
Bei der EZB kommt es heute zum Zins-Schwur Der heutige Handelstag steht ganz im Zeichen der anstehenden Notenbanksitzungen. Gespannt blicken die Marktteilnehmer auf die Entscheidung, die in London zu treffen ist. Dort berät der geldpolitische Ausschuss (MPC) über das Leitzinsniveau. Hierzu und zum Volumen der erworbenen Wertpapiere wird noch keine Änderung seitens der Börsianer erwartet. Die Inflation würde eine Zinsanhebung rechtfertigen, aber bereits in der Vergangenheit ist immer wieder demonstriert worden, dass man lieber eine etwas zu hohe Inflation akzeptiert, um die Konjunkturbelebung nicht zu Gunsten der Preisstabilität zu gefährden. Erst wenn die ersten verlässlichen Daten zur Wirtschaftsentwicklung auf dem Tisch liegen, wird es zu diesem Schritt kommen können. In Euroland ist die Lage eine andere. Bereits seit Wochen wurden die Investoren auf eine überfällige Leitzinsänderung vorbereitet. Alles andere wäre eine Überraschung. Wichtig wird sein, wie dieser Schritt seitens des EZB-Präsidenten, Jean Claude Trichet, begründet wird und welchen Blick in die Zukunft er gewährt. Nachdem auf dem EU-Gipfel die Rahmenbedingungen für den Rettungsschirm bzw. das Rettungsdach bestimmt wurden, ist es an der Zeit, die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen anzupassen. Sollte sich dadurch der Druck auf die Schuldensünder so stark erhöhen, dass eine Refinanzierung am Kapitalmarkt unmöglich wäre, so könnte dieser Schritt zu einem Brandbeschleuniger werden und die Inanspruchnahme des Rettungsschirms forcieren. Dann wären endlich Fakten geschaffen und sicherlich würden die Märkte vorerst eine Entspannung bei der Schuldenkrise verspüren. Abwarten bei Eurobonds – Gute Stimmung bei Corporates In Anbetracht der anstehenden Zinsentscheidungen in Japan, England und Euroland blieben die Anleger in Sachen Eurobonds in dieser Woche weitgehend in Deckung. Außer einigen Anlegern, die selektiv bei Bonds der PIIGS-Staaten auf Schnäppchenjagd gingen, war der Handel ruhig. Es ist davon auszugehen, dass ein Zinserhöhungsschritt bereits eingepreist ist, entscheidend aber wird sein, wie die EZB einen solchen kommentieren wird. Daraus könnte abgeleitet werden, ob eine erste Zinserhöhung nur der Beginn einer ganzen Serie sein könnte. Die Frage wird auch sein, ob die USA nachziehen werden oder nicht. Nachdem Fed-Chef Ben Bernanke die Inflationsgefahr weiterhin als nicht besonders hoch einstuft, ist davon auszugehen, dass die US-Notenbank weiter auf Zeit spielen wird. Aufregung herrschte dagegen bei den Anlegern, die ihre neue Liebe zu Commerzbank-Bonds entdeckt haben. Nachdem das Institut die Rückzahlung von Staatshilfen angekündigt hatte, waren die Papiere stark gefragt (siehe unten). Gute Stimmung herrscht derzeit auch am Primärmarkt für Corporate Bonds. Viele Unternehmen, die bisher nicht am Anleihemarkt aktiv waren, gaben diese Woche ihr Debüt. Das zeigt wie gut die Aufnahmefähigkeit des Marktes im Moment ist. Dass die Anleger die Risiken wieder etwas geringer einschätzen als in der Vorwoche, zeigen auch die rückläufigen I-Traxx-Indizes (siehe unten). Rückzahlung von Staatsgeldern löst bei Commerzbank-Anleihen Höhenflug aus Die Anleihen der Commerzbank haben sich gestern kräftig verteuert. Nachdem das Institut milliardenschwere Kapitalmaßnahmen angekündigt hatte, mit denen der Ausstieg aus der Staatshilfe finanziert werden soll, schossen die Kurse der Coba-Bonds nach oben. So verteuerte sich die bis März 2021 laufende Anleihe der Commerzbank (WKN: CB83CF) mit einem Kupon von 7,75% von 104,20% auf 104,98%. Die noch acht Jahre laufende Anleihe (WKN:CB83CE) mit Kupon 6,375% stieg von rund 95,5% auf 97,12%. Erfolgreiche Premieren am Corporate-Bond-Markt Aufgrund der Vielzahl an Neuemissionen konnte man in der laufenden Woche leicht den Überblick am Primärmarkt verlieren. Viele Unternehmen feierten ihre erfolgreich Premiere am Corporate-Bond-Markt. Der weltweit führende Bogenoffset-Druckmaschinen Hersteller Heidelberger Druckmaschinen begab eine 304 Mio. Euro große Anleihe mit Laufzeit 2018. Das eingesammelte Geld soll zur Rückzahlung der Staatshilfen, die das Unternehmen während der Finanz- und Wirtschaftskrise erhalten hat, verwendet werden. Obwohl der Druckmaschinenhersteller mit Caa1/B- sehr spekulativ benotet wird, fand der hohe Kupon von 9,25% hohen Anklang bei den Investoren. Der Bond konnte am ersten Handelstag 3 Punkte hinzugewinnen. Der französische Hersteller für Luxusgüter Moet Hennessy Louis Vuitton begab zwei Anleihen mit Laufzeit 2015 und 2018. Die jährlichen Kuponzahlungen betragen 3,375% und 4,00%. Das Gesamtvolumen für beide Tranchen beläuft sich auf 1 Mrd. Euro. Das Unternehmen ist mit A- bewertet. Auch der spanische Versorger Iberdrola SA wurde am Anleihemarkt aktiv. Das Unternehmen konnte 750 Mio. Euro an neuen Bonds mit Laufzeit 2017 platzieren und zahlt einen Kupon von 4,625%. Auch OTE PLC, der griechische Telekommunikationsanbieter, nutzte ebenso das günstige Marktumfeld. Das Unternehmen, nach der Griechenlandkrise nur noch mit „junk“ benotet, verschaffte sich 500 Mio. Euro frisches Kapital. Der Bond wird in 2014 zurückbezahlt und zahlt seinen Investoren einen jährlichen Kupon von 7,25%. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. 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Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
EZB läuft sich für Zinserhöhung warm
EZB läuft sich für Zinserhöhung warm Die Anzeichen für eine bevorstehende Zinserhöhung verdichten sich. Nur so lassen sich die Bemühungen der Europäischen Zentralbank (EZB) deuten, mit der sie versucht, die Sicherheitsnetze zu stricken, um mögliche Ausfallkandidaten aufzufangen. Da ist zum einen die auf dem EU-Gipfel fest gezurrte neue Form des Rettungsschirms, der von 2013 an einen Fonds über 700 Mrd. Euro vorsieht. Davon sollen bekanntlich 80 Mrd. Euro bar eingebracht werden, wovon wiederum die Bundesrepublik 22 Mrd. Euro schultern soll. Dieses Netz wurde vorsorglich für den Fall gespannt, falls die Abwärtsspirale der europäischen Schuldensünder nicht gestoppt werden kann, und um so auch die Folgen einer Zinserhöhung abzufedern. Zum anderen ist die EZB damit beschäftigt, einen doppelten Boden für die Banken zu zimmern, um die womöglich durch die anstehenden Stresstests fallenden Banken zu stützen. Durch die Auflage einer „Fazilität für Banken im Umstrukturierungsprozess“ sollen die schwarzen Schafe aufgefangen werden. Damit können sich die Wackelkandidaten unter den Banken länger mit Zentralbankgeld versorgen, auch wenn die EZB die Zinsen erhöht und ihre expansive Geldpolitik zurückfahren sollte. Vor allem die irischen Banken gelten bei den Stresstests als potenzielle Durchfaller. Bereits ab heute werden die Ergebnisse der irischen Stresstests erwartet. Von offizieller Seite wird ein Bedarf von 10 Mrd. Euro geschätzt, Analysten befürchten allerdings “30 plus X”. Irgendwo zwischen 10 und 30 sollte die Wahrheit liegen. Besorgnis bereitet mir inzwischen aber die Leichtigkeit, mit der solche Summen genannt werden. Tiefseefischer am Eurobondmarkt Unter den Anlegern am Bondmarkt überwiegt eine abwartende Haltung. So schielt das Gros der Investoren zunächst auf das Ergebnis der anstehenden Stresstest für Banken. Allerdings sind auch die „Tiefseefischer“ unterwegs, die darauf spekulieren, dass am Eurobondmarkt endlich eine Bodenbildung („bottomfishing“) erreicht ist. Deshalb ist diese Gruppe von Anlegern bevorzugt bei portugiesischen, griechischen, aber auch spanischen Eurobonds bereit, Risiken einzugehen. Diese sind in kleinem Rahmen durchaus auch bei privaten Anlegern gesucht. Ebenso sind auch Schnäppchenjäger vor allem bei Corporate Bonds auf der Suche nach renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten. Katastrophe in Japan ficht Primärmarkt nicht an Die nukleare Katastrophe in Japan und die angespannte Lage in Nord-Afrika scheinen die Kapitalmärkte derzeit nicht zu beunruhigen. Im Gegenteil, am Primärmarkt für Unternehmensanleihen konnten sogar ohne Probleme Yield-Anleihen platziert werden. Die Emission solcher Anleihen setzt ein freundliches Umfeld voraus. Kabel Baden Württemberg, mit Sitz in Heidelberg begab zur Rekapitalisierung drei in Euro denominierte Tranchen und eine, die auf US-Dollar lautet. Das Totalvolumen betrug ca. 2,25 Mrd. Euro. Obwohl das Volumen, für einen High Yield Deal sehr groß war, konnte die Emission ohne Probleme durchgeführt werden. Die Benotung der Tranchen ist dabei unterschiedlich. Für die beiden vorrangig besicherten Anleihen mit Laufzeit 2018 bzw. 2019 liegt das Rating bei B1/B+. Für die bis 2021 laufende Anleihe, die nicht direkt von Kabel BW besichert ist, wurde nur eine Einstufung von Caa1/B- abgegeben. Die jeweiligen Kupons sind mit 7,5% und 9,5% beachtlich, was jedoch das erhöhte Risiko widerspiegelt. Das Mindestanlagevolumen beträgt 100.000,- Euro und ist somit für viele Privatanleger ungeeignet. Der italienische Autobauer Fiat hatte ebenso keine Probleme, an frisches Kapital zu gelangen. Der Bond mit 5-jähriger Laufzeit zahlt eine jährliche Verzinsung von 6,375% und ist mit BB im Non-Investment-Grade angesiedelt. Das Gesamtvolumen lag bei 1 Mrd Euro. Die Downgrade-Spirale ist nicht zu stoppen Viele Marktteilnehmer hegten die Hoffung, dass nach dem EU-Gipfel die langersehnten Ruhe an den Kapitalmärkten einkehrt. Die getroffenen Maßnahmen lagen im Rahmen der Erwartungen und man erwartete, den Patienten nun vernünftig und dosiert die notwendige Medizin verabreichen zu können. Diese Rechnung hatte man aber ohne die Ratingagenturen gemacht. So haben die Agenturen Fitch und Standard & Poor’s mit ihrer Herunterstufung Portugals nochmals Öl ins Feuer gegossen. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis fünfjährige portugiesische Staatsanleihen die 9%-Hürde überspringen. Dies ist dann im gestrigen Handelsverlauf erstmals eingetreten. Aber auch Griechenland wurde trotz erzielter Fortschritte von Fitch die dunkelgelbe Karte gezeigt, und Irland ist weiterhin das große Sorgenkind der Politiker und Banker. Verschärft wird diese Krise durch das politische Vakuum in diesen Staaten. Fehlt der einen Regierung die Legitimation, so ist die andere erst kurz in Amt und Würde und versucht zu retten, was noch zu retten ist, während der anderen Regierung bereits seit vielen Monaten der Sturm direkt ins Gesicht bläst. Turbulenzen sind also weiterhin nicht auszuschließen. So könnte durch die Nähe Spaniens zu Portugal eine nicht gewünschte Eigendynamik hinzu kommen. Portugal wackelt, und dass spanische Banken Kapitalprobleme haben, ist bekannt. So benötigt die drittgrößte spanische Sparkasse Banco Base ca. 2,8 Mrd. Euro, die in Form von Staatshilfen beantragt werden sollen. Die spanische Notenbank hatte nur mit 1,4 Mrd. Euro gerechnet. Nun schrillen bei den spanischen Bankern die Alarmglocken und keiner weiß, was da noch kommen wird. Die Angst vor zu vielen portugiesischen Staatsanleihen in den Bilanzen der spanischen Banken macht wieder die Runde. Politiker und Notenbanker werden aber nicht müde, auf die großen Unterschiede zwischen den beiden Staaten zu verweisen. Ob man sich damit nur selbst Mut zusprechen möchte oder ob doch mehr dahintersteckt, werden die nächsten Tage zeigen. Der weltgrößte Anleihen-Investor Pimco, der sich noch vor wenigen Wochen von US-Bonds trennte, sieht in Spanien attraktive Einstiegschancen. Insgesamt wird der neue Kapitalbedarf bei europäischen Banken nach Berechnungen von Standard & Poor’s auf 250 Mrd. Euro geschätzt. Na, das kann ja noch lustig werden! Ein positiver Aspekt ist dem Downgrade-Spirale allerdings auch abzugewinnen. Bald ist der Boden erreicht und dann kann es nur wieder, wenn auch langsam, nach oben gehen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. 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Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.
Weißer oder schwarzer Rauch aus Fukushima über den Bondmärkten
Weißer oder schwarzer Rauch aus Fukushima über den Bondmärkten Der Rentenmarkt steht nach wie vor im Banne der alt bekannten Gespenster. Da hängt weiterhin das Damoklesschwert der exorbitanten Staatsverschuldung in Europa und den USA über den Märkten – von den drohenden Inflationsgefahren ganz zu schweigen. Und da starren die Anleger gebannt auf den Liveticker aus Japan. Ohne sarkastisch wirken zu wollen, aber die Frage, ob aus Fukushima weißer oder schwarzer Rauch aufsteigt, wird darüber entscheiden, ob die Märkte noch ein gewaltiges Nachbeben erleben werden oder nicht. Vor dem Hintergrund dieser Szenarien verharrt das Gros der Anleger am Bondmarkt in einer Art Paralyse, während sich eine Minderheit mit dem „Bottomfishing“ beschäftigt. In der Hoffnung, eine Bodenbildung erreicht zu haben, baut diese Gruppe derzeit Positionen auf – hauptsächlich bei Staatsanleihen, speziell die der PIIGS-Staaten. Zugespitzt kann man sagen, dass diese Anleger selbst beim Toilettengang das Handy noch am Ohr haben, um ja keine böse Überraschung zu erleben. So hypernervös sind die Bondmärkte eben derzeit. Immerhin, nachdem sich Ende letzter Woche die Lage rund um das Atomkraftwerk Fukushima vorübergehend entspannt hatte, atmeten auch die internationalen Kapitalmärkte auf und verbuchten teilweise respektable Kursgewinne. Bau eines EU-Krankenhauses Nun ist es endlich soweit. Der EU-Rettungsschirm wurde zu einem Rettungsdach umgebaut und soll ab 2013 für alle Fälle zur Verfügung stehen. Das entstandene Haus ist wesentlich größer, aber auch deutlich teurer geworden. Neben dem eingezahlten Grundkapital von 80 Milliarden Euro soll der Europäische Stabilitätsmechanismus 620 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital erhalten, um das effektive Kreditvolumen von 500 Milliarden Euro zu erreichen. Nur so war das AAA-Rating zu realisieren. Die Beträge der einzelnen Staaten errechnen sich nach dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone (75%) und am Anteil der Gesamtbevölkerung. Somit sind die Zahlen für Deutschland schnell und einfach bestimmt. Der Bauherr Deutschland muss eine Bareinlage von fast 22 Milliarden Euro erbringen und zusätzlich die bisherigen Bürgschaften von 123 Milliarden auf die abrufbare Summe von über 200 Milliarden ansteigen lassen. Mit den Maastrichter Verträgen wäre das nicht vereinbar, aber unsere Politiker sind sehr einfallsreich. Die Zusammensetzung der zu beachtenden Schulden wird von den Politikern selbst bestimmt. So lässt sich kein Vertrauen schaffen! Notwendig ist dieses Haus allerdings allemal, denn schon gestern hat sich die Krise in Portugal wieder zugespitzt. Das Scheitern der Sparpläne im Parlament hat eine neuerliche Regierungskrise ausgelöst, die im Rücktritt des Präsidenten gipfelte. Somit ist der Weg Portugals unter den Rettungsschirm vorgezeichnet. Griechenland hat sich mit den ermäßigten Zinssätzen zwar etwas Luft verschaffen können, aber Experten wie der frühere Chefvolkswirt der EZB, Otmar Issing, halten eine Griechenland-Umschuldung für unausweichlich. Diese immer wieder im Raum stehende Forderung würde aber auch eine zusätzliche Belastung für die gesamte europäische Finanzbranche bedeuten, mit nicht absehbaren Folgen. In diesen Zeiten stehen die Zeichen also eher auf Sturm und die anstehenden Zinsentscheide in Euroland und England tragen auch nicht zu einer echten Beruhigung der Märkte bei. Die Inflationssorgen werden bei den Notenbankern der BoE immer größer, weshalb eine Zinsanhebung im April immer wahrscheinlicher wird. Auch die EZB-Vertreter blasen in dieses Horn. So ist zu befürchten, dass durch diesen Schritt zwar die Zweitrundeneffekte vermieden werden können, aber auch die Märkte einem realistischen Stresstest unterzogen werden. Die Liste der Patienten für das EU-Krankenhaus wird immer länger und über die Heilungsmethoden wird nicht zuletzt beim EU-Gipfel in Brüssel noch heftig diskutiert werden. Die Frage aller Fragen lautet aber, wie viele Patienten können wir denn gleichzeitig versorgen und wie schützen wir uns vor einer Ansteckung? Wie meistert Japan den Wiederaufbau? Japan muss einen gigantischen Nachtragshaushalt stemmen. Nach dem verheerenden Tsunami und der darauf folgenden Atomkatastrophe werden die Kosten zum Wiederaufbau auf mehr als 300 Mrd. Dollar geschätzt, worin die Kosten für die Atomkatastrophe noch gar nicht enthalten sind. Die Frage ist nur, wo das Geld her kommt. Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar, deren Nachbeben an den Kapitalmärkten zu spüren sein dürften. Zögen die Japaner ausländisches Kapital ab, würden vor allem die US-Amerikaner darunter leiden, deren zweitgrößter Gläubiger Japan ist. Sollte Tokio den Wiederaufbau verstärkt über die Ausgabe neuer Anleihen finanzieren wollen, wäre denkbar, dass die anderen Notenbanken den Japanern zur Seite springen, indem sie die Nippon-Bonds geräuschlos aufkaufen. Sicher, es ist den japanischen Unternehmen zuzutrauen, dass sie ihr Land zu einem großen Teil selbst aus dem Sumpf ziehen können. Fest steht aber auch, dass der Wiederaufbau diesmal wesentlich mehr Anstrengungen erfordert als nach dem Erdbeben von Kobe vor 16 Jahren. Schuldensünder USA – a never ending story Trotz der Brisanz in den USA erzielen die Politiker bei der Lösung der anstehenden Schuldenprobleme keinerlei Fortschritte. Immer noch sind die Fronten verhärtet und im „Vor-Vorwahlkampfgeplänkel“ läuft man Gefahr den bisherigen Kredit bei den Investoren zu verspielen. Die Schuldenuhr tickt und tickt und die Prognosen für das laufende Jahr lauten 1,65 Billionen US-Dollar. Diese Rekordsumme ist allerdings noch ohne neue Kosten für Einsätze der NATO in Libyen und notwendiger Hilfsaktion für Japan entstanden. Die bisherigen Treiber für dieses finanzielle Desaster sind schnell ausgemacht. Die staatlichen Gesundheitsprogramme, die Sozialversicherung, die Verteidigungsausgaben und die nicht korrelierenden Steuereinnahmen infolge der wirtschaftlichen Unterentwicklung sind die Verursacher dieser Misere. In den 90er Jahren wurde sogar befürchtet, dass der Staat in der glücklichen Lage wäre, keine Longbonds (30 Jahre) mehr begeben zu müssen. An diesem Handelstag kam es zu “Hamsterkäufen” bei T-Bonds. Heute einfach unvorstellbar! Die Überschreitung der bisherigen Schuldenobergrenze bei 14,3 Billionen US-Dollar ist nach Berechnungen des US-Finanzministeriums ab dem 15. April möglich. Die Probleme Japans können die Situation aber jederzeit verschärfen. Um die Situation zu entschärfen, läuft alles auf einen Kompromiss hinaus. Ein Abdrehen des Geldhahns von heute auf morgen ist so nicht machbar, und wenn der Kongress Einschnitte beschließen würde, die erst später in Kraft gesetzt würden, so hätte man die notwendige Zeit, die Bürger zu informieren. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. 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Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. 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