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Griechenland sieht grünes Licht für weitere Finanzhilfen

eingereicht von netzticker in politik

Griechenland kann weitere Finanzhilfen zur Konsolidierung seiner Wirtschaft erhalten. Darüber entschieden am Freitag die Europäische Union (EU), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB).


Quelle: http://www.netzticker.com/politik/griechenland-sieht-grun...

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Sind Corporates die besseren Staatsanleihen?

Sind Corporates die besseren Staatsanleihen? Die Gunst der Stunde nutzen. Kaum war in punkto Griechenland die Katze aus dem Sack und der Nebel hatte sich gelichtet, da kam es zu einer wahren Flut an Neuemissionen. Die Refinanzierungskosten befinden sich weiterhin auf Rekord-Tief. Somit ist es kein Wunder, dass Unternehmen versuchen sich auf lange Sicht Geld zu leihen und somit die Niedrig-Zinsen über mehrere Jahre zu sichern. Noch vor Wochenfrist wagten sich die Unternehmen nicht aus der Deckung, aber jetzt waren viele Vorstände der Meinung die Karte „Corporates sind die besseren Staatsanleihen“ spielen zu können. Durch nachträgliche Veränderung der Anleihebedingungen hat man den solide wirtschaftenden Unternehmen einen großen Gefallen getan. Staatsanleihen werden zwar weiterhin nach Einschätzung der Politiker als krisensicher gelten und sind wegen der bevorzugten Handhabung bezüglich der Eigenkapitalunterlegung auch nicht wegzudenken. Aber bei ca. 1,5 Billionen in 2012 endfälligen Staatsanleihen sollte man vorsichtig mit den Marktteilnehmern umgehen und diesen nicht zuviel zumuten. Eine von Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret geforderte einheitliche CAC-Regelung bei Staatsanleihen hat sicherlich keine beruhigende Wirkung. Hier nun eine kleine Auswahl der Neuemissionen: Aus deutscher Sicht ist die bereits dritte Bondemission aus dem Hause Daimler in 2012 erwähnenswert. Der Autobauer konnte sich bis zum Jahre 2019 einen Betrag von 750 Mio. € in einer für Privatanleger freundlichen Mindeststückelung von 1.000 € zu 2,625% aufnehmen. Aber auch der Essener Baukonzern Hochtief gab sein Debüt am Anleihemarkt. Die 500 Mio. € große Emission war bei den Anlegern sehr stark nachgefragt und konnte sich am ersten Handelstag bereits um 1,5% verteuern. Die jährliche Verzinsung beträgt 5,5% und auch hier wurde im Hinblick auf viele Privatanleger die kleinste Mindeststückelung von 1.000 € gewählt. Das Unternehmen Hochtief verfügt über kein Rating. Das Versandhandelunternehmen OTTO GmbH emittierte eine kleine Anleihe über 150 Mio. € bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Aber auch andere Gesellschaften nutzten die Gunst der Stunde. So war u.a. die neue Anleihe des Pharmakonzerns Roche (A+) sehr gefragt. Der Konzern gilt als sehr sicheres Bondinvestment und muss daher jährlich lediglich 2,00% Zinsen für ca. 6 Jahre zahlen. Für 7 Jahre und 1,25 Mrd. € zahlt der Elektrotechnikkonzern ABB seinen Anlegern einen Kupon von 2,625%. Bei einer Mindeststückelung von 100.000 € ist die Schuldverschreibung allerdings eher für institutionelle Kunden geeignet. Der französische Baukonzern Vinci SA (Baa1) bot seinen Investoren jährlich 3,375% Zinsen, um sich für 8 Jahre verschulden zu dürfen. Und für 10-jährige Anleihen lobte das australische Telekommunikationsunternehmen Telstra (A2/A ) einen Kupon i.H.v. 3,5% und der französische Industriekonzern Saint-Gobain (Baa2) i.H.v. 3,625% aus. Für 15 Jahre musste Veolia Environnement für 750 Mio. € 4,625% p.a. zahlen. Die Zeit macht erfinderisch und es gilt die Gunst der Stunde zu nutzen! EZB plant den Ausstieg lieber heute als morgen Genug ist genug. Das sagen sich einige Notenbanker, die sich an ihre eigentlichen Aufgaben erinnern. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wird offensichtlich laut über einen Ausstieg aus den Hilfsprogrammen zur Stabilisierung der Eurozone nachgedacht. Ziel muss es sein, den Ausstieg sukzessive und schonend für die Wirtschaft zu initiieren. In den vergangenen vier Monaten hatte die EZB den Banken mehr als 1 Bill. Euro zum “Schnäppchenzins” zur Verfügung gestellt, Staatsanleihen der EU-Krisenländer gekauft und den Leitzins auf den historischen Tiefstand von 1% geschleust. Die EZB möchte es künftig dem europäischen Rettungsschirm überlassen, Anleihen maroder europäischer Staaten zu kaufen und somit die Risiken verlagern. Die EZB wartet daher auf die notwendigen Entscheidungen europäischer Politiker. Die Pessimisten warnen allerdings davor, dass man auf eine Entscheidung der Politik lange warten kann. Denn eines ist gewiss: Die Bondkäufe der Zentralbanken stellen Risiken für die Bilanzen und die Reputation dar. Voraussetzung für einen solchen Beschluss seitens der Politik ist aber, dass man gemeinsam an einem Strang zieht. Während die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, Niederlande, Österreich und einigen anderen Ländern eine positive Entwicklung aufzeigt, sieht es in Südeuropa weiterhin finster aus. Es ist daher eine gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik notwendig, um diese Ungleichgewichte zu beseitigen. Und das ist Aufgabe der Politik und nicht der EZB. Die Zeit drängt, denn alleine in 2012 müssen die Länder der Eurozone Anleihen im Volumen von ca. 1,5 Billionen zurückzahlen, deren Refinanzierung gesichert sein muss. Sollten also die Kapitalmärkte nicht mehr ohne “Stützräder” auskommen, so kann aus der Staatsschuldenkrise schnell eine Bankenkrise werden. Der Tag der Entscheidung naht Erpressen lassen oder verweigern? Altbonds als trojanisches Pferd Streichen Sie sich den morgigen 23. März rot in Ihrem Kalender an! Denn da läuft die Frist ab, bis zu der sich die Anleger von griechischen Anleihen, die nach internationalem Recht begeben worden sind, äußern müssen, ob sie sich freiwillig an dem Schuldschnitt beteiligen wollen oder nicht. Bis zum 11. April soll dann der Anleihetausch vollzogen sein. Sollten aber verschiedene Hedgefonds und andere Investorengruppen in einigen internationalen Anleihen so positioniert sein, dass sie über einen Anteil von mehr als 70% verfügen, so werden diese nicht freiwillig an dem Schuldenschnitt teilnehmen. Und schon wird es wieder spannend! Die Regierung in Athen steht dann wenige Tage vor den Neuwahlen vor der Entscheidung, sich entweder erpressen zu lassen oder sich zu weigern, die Anleihen zu 100% zurückzuzahlen. Diese zweite Variante oder aber die Nichtbedienung der Zinszahlungen würden definitionsgemäß einen Default bewirken. Dabei wird sich der Default allerdings nicht nur auf diese Gattungen beziehen, sondern auf alle ausstehenden griechischen Bonds. Athen wird sich also überlegen müssen, ob es diese Anleihen bedient oder nicht. Wird die noch amtierende Regierung Griechenlands wegen der noch ausstehenden Altanleihen im Volumen von 18 Mrd. € einen Staatsbankrott riskieren oder allen anderen Altgläubigern gegenüber die Zweiklassen-Gesellschaft eingestehen? Es bleibt spannend! Wann kommt Portugal zwischen die Mahlsteine? Die Schlinge zieht sich zu. Für den Markt ist es bereits jetzt klar, das nächste Griechenland wird Portugal sein. Obwohl es an den Geldmärkten in Europa nach den beiden Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer Entspannung gekommen ist, verweilen die Prämien für Kreditausfallversicherungen Portugals in der Nähe ihrer Rekordhochs. Nach Ansicht des US-Vermögensverwalters PIMCO wird sich das Krisenland Portugal bereits im laufenden Jahr zu einem zweiten Griechenland entwickeln. Die Fondsmanager sind davon überzeugt, dass sich das erste Rettungspaket als unzureichend herausstellen wird. Eine Äußerung, die von sogenannten Experten als Unsinn bezeichnet wird – wie seinerzeit auch die pessimistischen Prognosen über Griechenland. Allein mir fehlt der Glaube. Dementsprechend dementierte der portugiesische Finanzminister Fernando Teixeira umgehend. Doch dürfte es tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit sein, wann Portugal seine EU-Nachbarn um weiteres Geld bitten wird. Nach Schätzungen von Ökonomen wird die Wirtschaftsleistung allein im laufenden Jahr um 3,3% zurückgehen. Das ist der stärkste Einbruch seit den 70er Jahren. Dieses Schrumpfen der Wirtschaft ist die Folge des aufgezwungenen Sparprogramms, das Teil des mit EU und IWF vereinbarten Hilfspakets über 78 Mrd. € ist. Zwar sind viele Strukturen anders als in Griechenland, doch wie soll in einer Rezession mit einer Arbeitslosenquote von 14% die Haushaltsverschuldung von über 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) abgebaut werden? Griechenland: Der Countdown läuft Gefahr für die Demokratie Die harten Sparmaßnahmen und der Einbruch der Investitionen haben die griechische Wirtschaft auf Talfahrt geschickt. Das haben inzwischen auch führende europäische Politiker erkannt und eingestanden. Sicher war es richtig die Auswüchse zu kappen, aber mit dem Spardruck hat man Griechenland für viele Jahre aller Perspektiven einer nachhaltigen Konjunkturerholung beraubt. Für das laufende Jahr rechnet die griechische Notenbank mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,5%. Das wäre das fünfte Rezessionsjahr in Folge! Innerhalb dieses Zeitraums hat die griechische Wirtschaft ein Fünftel ihrer Wirtschaftsleistung verloren. Auch die Arbeitslosigkeit erreicht mit 22% einen Rekordwert. Unter den 15 bis 29-jährigen sind fast 40% ohne Arbeit. Ein Pulverfass ohne Gleichen. Am Kapitalmarkt stellt man sich die Frage, ob die Rekordarbeitslosigkeit und die Rezession nicht der Nährboden für das Entstehen extremer Parteien im Vorfeld der im April anstehenden Neuwahlen sein könnte. Schon jetzt erwarten die Pessimisten (je nach Standpunkt auch die Optimisten), dass Griechenland freiwillig und mit dem Einverständnis der Mitgliedsländer aus dem Euroclub austreten wird. Denn ohne massive Abwertung der Währung, kann das Land in Europa nicht konkurrenzfähig werden. Und ohne Wirtschaftswachstum ist keine Besserung in Sicht. Also wird Athen nichts anderes übrig bleiben, als mit einem deutlich reduzierten Schuldenstand den Weg Argentiniens und Uruguays zu beschreiten. Das Ergebnis der Wahl wird diesen Prozess eventuell sogar noch beschleunigen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Frankreichs Bestnote wackelt – und die Anleger suchen Alternativen

Frankreichs Bestnote wackelt – und die Anleger suchen Alternativen Die drohende Herabstufung der Bonität Frankreichs sorgt bei französischen Staatsanleihen für deutliche Kursrückgänge. So notiert eine fünfjährige Staatsanleihe (WKN 608893) des Nachbarlandes bei nur mehr 112,50% nach rund 114% zum Monatsanfang. Auch zehnjährige Titel befinden sich auf Talfahrt. Ein mit 3,25% verzinster Bond (WKN A1GR5V) fiel auf nahezu pari, nachdem er Anfang Oktober noch bei 106% gelegen hatte. Frankreich läuft Gefahr, angesichts drohender weiterer staatlicher Stützungsmaßnahmen und möglicher neuer Hilfen für heimische Banken, seine Bestnote AAA zu verlieren. Die Risikoaufschläge für zehnjährige französische Staatsanleihen waren nach entsprechenden Andeutungen von Ratingagenturen auf ein 16-Jahreshoch geklettert. Sollte die Bastion der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft fallen, könnte auch Deutschlands Bestnote in Gefahr geraten. Bei einem Downgrade von Deutschland blieben dann vier letzte Mohikaner in Euroland übrig, die sich mit einem AAA schmücken könnten. Dies wären die Niederlande, Finnland, Österreich und Luxemburg – allesamt Länder, deren Volkswirtschaften und Kapitalmärkte zu klein sind, um den Euro stabil zu halten. Allein diese Vorstellung macht deutlich, dass es extrem wichtig ist, die Bestnote Deutschlands, aber im Grunde auch die von Frankreich, zu halten. Umso mehr sehen sich Anleger nach Möglichkeiten außerhalb des Euro-Raums um. Wie begehrt dabei die Alternativwährung der norwegischen Krone ist, zeigt sich derzeit erneut an der Nachfrage eines neuen Corporate Bonds von Volkswagen (WKN A1GWCR), der in norwegischen Kronen notiert, bis 10/2015 läuft und mit einem Kupon von 4,00% eine Rendite von ca. 3,20% abwirft. Ebenfalls gesucht ist eine Emission des norwegischen Staates (WKN 858524), die bei einer Laufzeit bis 5/2013 und einem Kupon von 6,50% mit knapp 2% rentiert. Nahezu ausverkauft ist eine Anleihe des solide wirtschaftenden Eurolandes Finnland, die in norwegischen Kronen begeben wurde (WKN A1AUA8). Das Papier, das bis 9/2015 läuft, ist mit einem Kupon von 3,375% ausgestattet. Die Rendite liegt bei ca. 2,50%. Ebenso gefragt ist derzeit eine schwedische Staatsanleihe (WKN A0DZCD), die in australischen Dollar notiert. Das Papier läuft bis 3/2015 und rentiert bei einem Kupon von 5,75% mit knapp 4,10%. Wie bereits in den Vorwochen zu beobachten, gehen die Anleger am Bondmarkt weiter selektiv vor. Um zumindest eine höhere Rendite als mit Bundesanleihen zu erzielen, aber dennoch die Risiken in Grenzen zu halten, sind Anleihen von soliden Schuldnern aus der Industrie gesucht. Zu Anlegers Lieblingen zählten daher in dieser Woche ein Bond von Fresenius Medical Care (WKN A1GVFF) mit Endfälligkeit 9/2018 und einem Kupon über 6,50%, ein Kurzläufer (bis 12/2013) von Evonik (WKN 818050) mit einer Verzinsung von 5,125% sowie ein Bond von Peugeot (WKN A1AJ7Z), der bis 7/2014 läuft und mit 8,375% verzinst wird. Welche Signale sendet der EU-Gipfel? Am Wochenende wissen wir, ob der EU-Gipfel Signale senden und die Schuldenkrise in den Griff bekommen kann. Bereits im Vorfeld versucht man, die Erwartungen zu dämpfen, obwohl es an der Zeit wäre, klare Entscheidungen zu treffen. Zur Stabilisierung der Finanzbranche gilt eine Anhebung der Eigenkapitalquote systemrelevanter Banken auf 9% als ausgemachte Sache. Ob wirklich ein Mitspracherecht beim Haushalt von Defizitstaaten beschlossen wird, bleibt abzuwarten. Die große Frage wird aber insbesondere sein, über welche Möglichkeiten der Euro-Rettungsfonds EFSF verfügen kann, um bei der Refinanzierung schuldengeplagter Eurostaaten zu helfen. Die Hebelung der Mittel wird dazu immer wieder ins Feld geführt. Allerdings drängt sich die Frage auf, welcher Investor in Anleihen investieren soll, deren Verlustrisiko lediglich zu 20 bis 30% mittels einer Garantie des Fonds abgesichert ist. Warum sollten sich Anleger auf eine solche Konstruktion einlassen? Es sei denn, man hilft den Banken bei der Aufstockung ihrer Eigenkapitalquoten und erkauft sich damit Zweierlei: Das Zugeständnis für einen größeren Schuldenschnitt bei griechischen Anleihen sowie einen Anreiz, auch in künftige Hellas-Bonds zu investieren. Es bleibt zu hoffen, dass der EU-Gipfel wieder ein bisschen mehr Ordnung in die Kapitalmärkte bringen wird. Denn die Notenbanken stoßen inzwischen immer mehr an ihre Grenzen und verspielen ihre Glaubwürdigkeit. Bei HRE und Bundesbank ticken weitere Zeitbomben Bereits nach einem Jahr hat die Hypo Real Estate (HRE) Bad Bank die Planungsziele fast erreicht. Dies ist allerdings kein Grund zum Jubeln, sondern eher zum Weinen. Durch die Auslagerung des einst 175 Mrd. Euro schweren Portfolios toxischer Wertpapiere in Deutschlands größte Bad Bank FMS Wertmanagement wollte man die Risiken bündeln. Zur Bereinigung der Positionen binnen 10 Jahren war man ursprünglich von einem Verlust von bis zu 3,8 Milliarden Euro ausgegangen. Nun kann man aber bereits nach 9 Monaten konstatieren, dass der Betrag fast erreicht ist. Somit droht weiter Ungemach für den deutschen Steuerzahler. Dies ist aber nicht die einzige Zeitbombe, die nahezu unerkannt tickt. Bei der Deutschen Bundesbank entwickeln sich die Target-Kredite in einem atemberaubendem Tempo nach oben. Waren es zum Jahresbeginn 2011 bereits 339 Mrd. Euro, so sind zum 30. September bereits 462 Mrd. Euro als deutsche Staatskredite an Krisenländer geflossen. Diese zusätzlichen Milliarden werden bei der Gesamtrechnung zur Schuldenkrise nicht mit berücksichtigt. Dies könnte fatale Folgen für Deutschland haben. Von einer Yacht aus lässt sich der Generalstreik bequem im TV beobachten Morgen begeht Griechenland den zweiten Jahrestag der Offenbarung. Dies ist allerdings kein Anlass zu feiern, vielmehr macht ganz Griechenland mit einem Generalstreik mobil. Die zweitägige Arbeitsverweigerung soll in der Woche der Entscheidung auf die Nöte der griechischen Bevölkerung aufmerksam machen. Denn politisch will man im Parlament mit neuen Sparbeschlüssen auf dem anstehenden EU-Gipfel eine bessere Verhandlungsposition erreichen. Das Verhalten der Bürger ist teilweise nachvollziehbar, denn es trifft wie so oft die Falschen. In den letzten Monaten wurden viele Milliarden außer Landes gebracht. Die besondere Sorte Griechen, die rund 200 Mrd. Euro in der Schweiz gebunkert hat, sitzt auf ihren Yachten in der Ägäis und schaut sich die Berichterstattung mit großer innerer Distanz im Fernsehen an. Das ist eine ganz besondere Art von Streikposten. Am Ende müssen die im Land Verbliebenen die Zeche bezahlen. Solidarität in Europa setzt aber Solidarität in Griechenland voraus! Und an dieser Gleichbehandlung muss gearbeitet werden. Vielleicht wird ja bald eine CD mit entsprechenden Daten der EU-Kommission angeboten. Basel III wird Primärmarkt für Corporates in Schwung halten Auch wenn das Reformpaket Basel III mit seinen verschärften Eigenkapitalrichtlinien erst ab 2013 stufenweise eingeführt werden soll, bekommen die deutschen Unternehmen die Auswirkungen schon jetzt zu spüren. Bereits heute schauen die Banken immer genauer hin, wer ihre Schuldner sind und halten sich deshalb mit der Vergabe von neuen Krediten zurück. So zeigt eine Studie des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, dass Bankkredite an Klein- und Mittelbetriebe aufgrund von Basel III knapper und teurer werden. Sprich: Es droht eine neue Kreditklemme. Denn der Kapitalbedarf deutscher Unternehmen ist nach wie vor hoch, weshalb sie ihre Refinanzierung mehr und mehr auf den Kapitalmarkt verlagern dürften. Das bedeutet für den Primärmarkt genügend Nachschub an frischen Unternehmensanleihen. Auch wenn 2011 die Neuemissionen mit einem prognostizierten Jahresvolumen von ca. 150 Mrd. Euro hinter dem Niveau des Vorjahres (ca. 165 Mrd. Euro) zurückbleiben wird, bewegt sich das Volumen doch auf einem sehr hohen Niveau. Ein Trio belebt die Emissionswoche Weil die Kapitalmärkte weiterhin ein Spielball der Politik sind, zeigten sie sich auch in dieser Woche sehr volatil. Trotzdem präsentierten sich die Credit-Märkte freundlich und konnten eine positive Performance aufweisen. Drei Unternehmen sorgten für eine ordentliche Emissionswoche am Primärmarkt. Der spanische Stromkonzern Iberdrola SA konnte sich mit 600 Mio. Euro am Kapitalmarkt refinanzieren. Das Unternehmen bietet den Anlegern einen Kupon von 4,75% und zahlt die Anleihe 2016 zurück. Mit A3 ist das Unternehmen sehr solide benotet. Das international tätige Einzelhandelsunternehmen Carrefour SA konnte ebenso seine Investoren überzeugen und sich bis 2018 frisches Fremdkapital beschaffen. Das Unternehmen zahlt dafür einen jährlichen Kupon von 5,25%. Das Rating beträgt BBB+. Eines der größten global agierenden Telekommunikationsunternehmen, Telefonica SA, wurde ebenfalls am Kapitalmarkt aktiv. Das Volumen der neuen Anleihe beträgt 1 Mrd. Euro und läuft bis 2016. Wird der Bond bis zur Endfälligkeit gehalten, beschert er dem Anleger eine Rendite von ca. 4,7%. Das Rating beträgt Baa1/BBB+. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Anleger nutzen schwächere Norwegerkrone zum Wiedereinstieg

Anleger nutzen schwächere Norwegerkrone zum Wiedereinstieg Währungsanleihen in norwegischen und schwedischen Kronen erleben derzeit einen neuen Nachfrageschub. Nachdem in den vergangenen Monaten die Alternativwährungen zum Euro zu den Lieblingen der Investoren gezählt hatten, war diese Liebe neuerdings etwas abgekühlt. Schuld daran waren die gestiegenen Devisenkurse der beiden skandinavischen Währungen, die für Anleger aus Euro-Land eine solche Investition verteuert hatten. Nachdem nun aber der Euro wieder Boden gut gemacht hat, zählen eine Reihe von Titeln in norwegischen und schwedischen Kronen zu den meist gehandelten Bonds an den Börsen Düsseldorf, Frankfurt und München, wo die Baader Bank den Handel betreut. Im Mittelpunkt des Interesses steht z.B. eine Anleihe des norwegischen Königreichs mit einer Laufzeit 5/2013 (WKN 858524), die bei einem Kupon von 6,50% mit rund 1,33% rentiert, und ein Bond mit einer Laufzeit 5/2015 (WKN A0BC8F), der mit 5,00% verzinst ist und eine Rendite von rund 1,58% aufweist. Beliebt unter Anlegern aus Deutschland sind wie seit Monaten schon Anleihen in Alternativwährungen von guten deutschen Schuldnern. Hier erfreut sich insbesondere eine Anleihe der KfW mit einer Laufzeit 8/2017 (WKN A1EL3P), die bei einem Zinssatz von 3,375% mit 3,15% rentiert, reger Nachfrage. Außerdem zählen zwei Bonds von Daimler zu den Lieblingen der Anleger. Eine davon lautet auf norwegische Kronen (WKN A1GUY7), die bis 1/2015 läuft und bei einem Kupon von 3,625% mit rund 3,60% rentiert. Die andere mit Laufzeit 12/2014 ist in schwedischen Kronen notiert (WKN A1GU3S ) und weist bei einem Kupon von 3,00% eine Rendite von 2,80% auf. Indessen wurde dem Primärmarkt neues Leben eingehaucht. Unternehmen mit guter Qualität gelingt es dort ohne Probleme, sich über die Emission von Corporate Bonds zu refinanzieren. Nachdem der Markt über mehrere Wochen wie ausgetrocknet schien, brachten drei mit BBB+ oder besser bewertete Unternehmen erfolgreich neue Bonds auf den Markt. Es handelt sich dabei um TeliaSonera AB, Schneider Electric SA und die Autoroutes du Sud de la France. Anders sieht es bei schlecht oder gar nicht gerateten Unternehmen aus. Aufgrund der auf hohem Niveau verharrenden Risikoaversion der Investoren finden diese Emittenten am Bondmarkt derzeit keine Möglichkeiten der Refinanzierung. Vertrauenskrise bei Banken hält sich noch in Grenzen Die Banken bunkern weiter ihr Geld bei der EZB. Im wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft wurden diese Woche den Instituten von der EZB 201 Mrd. Euro zugeteilt – 37 Mrd. Euro mehr als im auslaufenden Tendergeschäft fällig geworden waren. Überschüssige Liquidität wird also weiterhin nicht anderen Instituten zur Verfügung gestellt, sondern bei der EZB geparkt. Die Vertrauenskrise zwischen den Banken schwelt also weiter, hält sich aber noch in Grenzen. Denn Bankanleihen mussten zwar auch Rückgänge verkraften, notieren aber deutlich über dem Niveau von 2008. So notiert eine nachrangig besicherte Anleihe der Deutschen Bank mit einem Kupon von 8,0% und ohne Endfälligkeit (WKN A0TU30) derzeit wie etwa in der Vorwoche bei rund 93,70%, nachdem der Titel im Zuge der Lehman-Pleite auf rund 45% abgestürzt war. Auch die Entwicklung einer bereits 2005 emittierten unbefristeten Floating Rate Note der Hannover Finance (Lux) S.A. (WKN A0E5JB) deutet zumindest kurzfristig auf etwas Entspannung hin. So hat sich der Bond im September von einem Niveau um die 73% wieder auf ca. 78% hochgearbeitet und ist weiterhin von den Tiefstkursen aus den Jahren 2008/2009 bei ca. 35% weit entfernt. Anders sieht es bei einem Bond der Unicredit aus, die unter dem Downgrade von Italien zu leiden hat. Die Anleihe (WKN A1AQM0), die per 12/2019 gekündigt werden kann und einen Kupon von 8,125% aufweist, hatte zum Monatsbeginn noch bei knapp 80% notiert. Nun liegt der Geldkurs bei 55,90%, der Briefkurs bei 64,10%. Auch an dieser breiten Geld-/Briefspanne lässt sich das fehlende Vertrauen in diesen Bond ablesen. Noch vor Jahresfrist hatte der Preis über pari gelegen. Hellenische Zitterpartie In Griechenland wird mit Spannung auf die Entscheidung zur Freigabe der nächsten Kreditrate gewartet. War diese zunächst für Ende September erwartet worden, so hat sich der Zeitplan in den Oktober verschoben. Grund hierfür war der Abbruch der Gespräche und die erst nach dem Treffen der EU-Finanzminister wieder neu aufgenommenen Beratungen der aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank gebildeten Troika. Die Erwartungshaltung an die Bereitschaft der griechischen Regierung ist hoch, aber die bisherigen Zahlen müssen eine eindeutige Sprache sprechen. Sonst gibt es kein neues Geld. Hierbei sollte man aber nicht von einer europäischen Erpressung Griechenlands sprechen, sondern von einem leider zu selten verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. In der Zwischenzeit werden die leidgeprüften Rentenhändler noch manche gefühlsmäßige Berg- und Talfahrt durchlaufen. Noch ist die Staatspleite Griechenlands vermeidbar, aber es sollte nicht mehr lange gezögert werden, die nächsten Schritte genauer zu definieren. Die einfachste und auch sinnvollste Entschuldung der Hellenen wäre mittels zusätzlicher IWF-Kredite zu meistern. Diese Gelder müssten zweckgebunden von der griechischen Zentralbank zum Ankauf griechischer Staatsanleihen zum aktuellen Kurs erfolgen. Somit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens würde man eine dauerhafte Reduzierung der Verschuldung erreichen und zweitens für eine stabilisierende Nachfrage am Sekundärmarkt sorgen. Viel Zeit ist aber nicht mehr! Refinanzierungen über Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von drei Monaten würden dann der Vergangenheit angehören. In dieser Woche konnte man sich auf diesem Wege 1,625 Mrd. Euro zu 4,56% beschaffen, nachdem bei der letzten Auktion die Zuteilung noch bei 4,50% erfolgte. Es ist meines Erachtens zulässig über Alternativen nachzudenken, aber bitte hinter verschlossenen Türen. Eine Diskussion muss ohne Wenn und Aber geführt werden. Griechenland aufzugeben, würde Fakten schaffen und diese würden unwiderruflich Milliarden an Steuergeldern vernichten. Allerdings kann man strukturelle Wunden auch nicht nur mit Geld heilen, um Ansteckungen zu vermeiden. Der Weg ist steinig, steil und kurvenreich. In einem solchen Fall ist man auch auf die Hilfe der anderen Staaten angewiesen und somit rücken alle Staaten mit Devisenreserven ins Visier der Finanzmärkte. Diese Gelder werden oft mit Sparbüchern verglichen, die wie Kornspeicher für schlechte Zeiten angesammelt wurden. Nun scheint es an der Zeit zu sein, diese Gelder rund um den Globus zu investieren. Alles hat seinen Preis, positiv wie negativ betrachtet. Italien abgestraft Der Auftakt dieser Handelswoche hatte es in sich. Zuerst mussten die Kapitalmärkte das „Non Event“ -Treffen der Finanzminister in Polen und die schlauen Sprüche des US-Finanzministers verdauen. Bereits am Dienstag folgte aber mit der Herabstufung Italiens der nächste Paukenschlag. Standard & Poor’s verpasste den Märkten einen neuerlichen Nackenschlag. Der Zeitpunkt überraschte, aber die damit vermittelte Aussage war klar. Die italienische Regierung ist nicht zuverlässig und die Reformen sind Stückwerk. Die in den Vorwochen mehrfach vollzogene Rolle vorwärts mit anschließender Rolle rückwärts und dreifachem Dementi haben eine glücklos und auch hilflos agierende Regierung in Rom aufgezeigt. Italienische Staatsanleihen erlebten kurzzeitig eine Spreadausweitung, aber da die Einschätzungen der Ratingagenturen sehr unterschiedlich sind, hat diese Nachricht noch kein generelles Umdenken bezüglich Italiens erzeugt. Die Probleme sind nicht neu und somit harren die Marktteilnehmer der Dinge, die da noch kommen werden. Privatanleger, die interessiert die Kursblätter der Börsen nach italienischen Staatsanleihen durchforsten, werden diese Lücke schon lange entdeckt haben. Wegen abwicklungstechnischer Hürden können diese Anleihen an den deutschen Börsen nicht gehandelt werden. Somit sind die Schwankungen dieser Bonds an den Privatanlegern größtenteils spurlos vorübergegangen. Der Rentenhandel war in Ermangelung klarer Tendenzen und im Zuge der weiterhin bestehenden Unsicherheiten von Positionsbereinigungen geprägt. FED tanzt Twist Letzte Nacht war es endlich soweit. Die amerikanische Notenbank hat die Katze aus dem Sack gelassen und die von den Märkten erwartete neue Vorgehensweise bei den Ankäufen von Staatsanleihen bekannt gegeben. Mit der „Operation Twist“ werden die zwei Billionen US-Wertpapiere in der Endfälligkeitsstruktur angepasst. Nach der Festschreibung der kurzen Zinsen wird nun das Augenmerk mehr auf einer nachhaltigen Senkung der langfristigen Zinsen gelegt. Zu diesem Zwecke werden Umschichtungen kürzerer – in längere Laufzeiten vorgenommen. Der Zweck heiligt anscheinend alle Mittel. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Bond-Anleger werden bei Rendite-Jagd in der zweiten Reihe fündig

Bond-Anleger werden bei Rendite-Jagd in der zweiten Reihe fündig Die Anleger am Bondmarkt gehen derzeit sehr selektiv vor. Während das Zinsniveau insgesamt immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau verharrt, sind die Investoren auf Schnäppchenjagd nach Anleihen mit einer höheren Rendite bei vertretbarem Risiko. Dabei wählen sie vor allem Bonds aus, die in der Regel gerade noch über ein Investment Grade verfügen. Besonders gefragt sind unter diesen Gesichtspunkten an den Börsen Frankfurt, Düsseldorf und München, wo die Baader Bank diese Anleihen handelt, Bonds aus der zweiten Reihe. So finden derzeit die Unternehmensanleihen von Gerresheimer (A1H3VP, Rendite 4,8 , S&P-Rating BBB-), von Lanxess (A1GRKN, Rendite 4,1, S&P-Rating BBB) und der GFK (WKN: A1H3Q9, Rendite 4,15%, kein Rating) ihre Käufer. Ebenso auf der Kaufliste stehen mit Blick auf die Kapitalerhöhung des Geldinstituts Commerzbank Subordinated Bonds, die eine Rendite von rund 6,75% abwerfen und von Standard & Poor’s ebenfalls mit BBB- geratet werden. Wie sehr der Bondmarkt auch an der aktuellen Meldungslage hängt, zeigen derzeit die Unternehmensanleihen der Automobilhersteller. Aufgrund der guten Auftragslage in der Branche sind für viele Anleger die Bonds aus der Branche ein Kauf. Im Fokus des Interesses stehen eine Anleihe von Peugeot (A0VSYT) mit Laufzeit 28.10.2013, die mit rund 3,25% rentiert, und ein Bond der VW Bank (A0S73H) mit Laufzeit 11.4.2014 und einer Rendite von rund 2,78%. Allerdings bleibt der Markt für Corporate Bonds von der Euro-Schuldenkrise nicht unbehelligt. Sobald es etwa negative Nachrichten zur Bonität von Euro-Staaten gibt, werden auch die Investoren von Unternehmensanleihen nervös. Rekordrenditen aus Athen lassen die Anleger kalt Ist das schon der befürchtete Dominoeffekt? Nach Herabstufung der Bonität Italiens droht nun auch Belgien dasselbe Schicksal. So hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für das Benelux-Land auf „negativ“ gesenkt. Einen Tag später hat Moody’s vor einer Umschuldung Griechenlands gewarnt. Eine Umschuldung, zu der auch eine Laufzeitenverlängerung zählt, könnte eine verführerische Wirkung auf Portugal und Irland haben, die dem Beispiel aus Athen folgen könnten. Dies wiederum hätte eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit dieser Länder auf Ramschniveau zur Folge. Die Wirkung der von Athen avisierten Privatisierungen über rund 50 Mrd. Euro und Steuererhöhungen in Höhe von bis zu 22 Mrd. Euro ist indessen am Markt weitgehend verpufft. Entsprechend hält die Verkaufswelle von griechischen Staatsanleihen an. Auch die auf Rekordniveau gestiegenen Renditen können die Anleger kaum dazu verleiten, sich in Hellas-Bonds zu engagieren. So liegt beispielsweise die Rendite für eine bis 2020 laufende griechische Staatsanleihe (A1AUMV) mit einem Kupon von 6,25% bei derzeit 16,8%, nachdem sie in dieser Woche bereits die Rekordmarke von 17% durchstoßen hatte. Der Primärmarkt für Corporates trotzt der Schuldenkrise Trotz der Euro-Schuldenkrise und der drohenden Herabstufung von Italien und Belgien zeigte sich der Markt für Unternehmensanleihen sehr aufnahmefähig. Auch Unternehmen, die bisher noch nicht am Bondmarkt aktiv waren, konnten problemlos Investoren finden. Der französische Mischkonzern Bollore wurde erstmals am Anleihemarkt aktiv. Obwohl Bollore nicht geratet ist konnte das Unternehmen 350 Mio. Euro zu einem Zinssatz von 5,375% einsammeln. Die Mindeststückelung beträgt 100.000,- Euro und ist damit eher an Großinvestoren adressiert. Casino Guichard refinanzierte sich mit 850 Mio. Euro über den Kapitalmarkt. Der Bond wird in 2021 zurückbezahlt und erzielt eine jährliche Rendite von ca 4,75%. Mit BBB- ist der Bond im unteren Investmentgrade-Bereich bewertet. Mit Rexel S.A. wurde ein weiteres französisches Unternehmen am Kapitalmarkt aktiv. Der High – Yield Bond (Ba3/BB-) zahlt einen Kupon von 7,00% und läuft in 2018 aus. Das Pariser Unternehmen ist im Bereich Elektrogroßhandel tätig. Auch die Deutsche Bahn hat erfolgreich eine neue Anleihe am Markt untergebracht. Die 10-jährige Anleihe hat ein Volumen von 500 Mio. Euro und wird mit 3,75% verzinst. Für konservative Privatanleger kann dies durchaus eine Alternative zu Bundesanleihen sein. Das privatrechtliche Staatsunternehmen zahlt 0,77% mehr an Zinsen als eine vergleichbare Bundesanleihe. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. 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Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. 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Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Norwegische Bonds verzweifelt gesucht

Norwegische Bonds verzweifelt gesucht Die Nachfrage nach Anleihen in norwegischen Kronen (NOK) erlebt derzeit einen neuen Schub. Trotz einer leicht schwächeren Krone zog die Nachfrage nach den NOK-Bonds im Wochenvergleich stark an. Dabei verlagerte sich das Interesse der Anleger hin zu den Staatsanleihen aus Oslo. Während vor Wochenfrist noch die auf NOK lautenden Bonds von Daimler (WKN A1GQAA) und VW (WKN A1GP33) als Favoriten galten, haben sich inzwischen norwegische Staatsanleihen zu Lieblingen der Anleger gemausert. Zu den Umsatzspitzenreitern unter den von der Baader Bank an den Börsen Frankfurt, Düsseldorf und München gehandelten Titeln zählen norwegische Staatsanleihen mit Laufzeit bis zum 15.5.2013 und einer Rendite von rund 2,37% (WKN 858524), mit Laufzeit 15.5.2015 und Rendite 2,66% (WKN A0BC8F) sowie mit Laufzeit 19.5.2017 und Rendite 2,95% (WKN A0GS9C). Obwohl die NOK etwas an Wert verloren hat, bewegt sie sich immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Aktuell notiert die Währung bei 7,89 für einen Euro und ist damit noch weit von ihrem 52-Monatstief von 8,20 entfernt. Vor Wochenfrist lag der Kurs noch bei 7,79. Norwegen bietet den Anlegern ein Kontrastprogramm zu der Schuldenkrise in Euroland. Die Skandinavier überzeugen mit einem soliden Staatshaushalt, wozu vor allem das Ölgeschäft beiträgt, sowie einer eigenen, sehr stabilen Währung. Zu der stabilen Währung tragen auch die relativ hohen Zinsen bei. So hatte die Zentralbank in Oslo den Leitzins erst am vergangenen Donnerstag erwartungsgemäß von 2,00% auf 2,25% erhöht. Für die Griechen auf die sanfte Tour Jetzt will man Athen also eine „sanfte“ Umschuldung ermöglichen. Zumindest häufen sich die Stimmen – darunter Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker – für einen derartigen Lösungsversuch, um Griechenland aus dem Schuldensumpf zu ziehen. Das würde bedeuten, dass die Schulden nicht verfallen, sondern deren Laufzeit gestreckt, oder die Zinsen reduziert werden. Die Alternative wäre, Griechenland doch pleitegehen zu lassen – eine Option, die am Markt allerdings als immer unwahrscheinlicher angesehen wird. Doch egal, wie die EU-Regierungen sich entscheiden sollten, wichtig ist, dass es möglichst rasch passieren sollte. Denn was die Kapitalmärkte am wenigsten mögen, ist fehlende Klarheit. Kein Wunder also, dass Griechen-Bonds angesichts der anhaltenden Hängepartie von den Anlegern höchstens mit der Kneifzange angefasst werden. Anders bei den Staatsanleihen aus Portugal. Nachdem endlich ein Hilfspaket für das Land auf der iberischen Halbinsel geschnürt war, zogen die Kurse der portugiesischen Staatsanleihen wieder an. Ist Amerika pleite? Zum Wochenbeginn war es nun endlich soweit. Die USA haben, ohne großes Aufsehen an den Märkten zu erzielen, ihre Schuldengrenze überschritten und dürfen sich somit kein frisches Geld mehr leihen. Nur mit der Hilfe von Notmaßnahmen ist es bis zum 2. August noch möglich, Mittel zu beschaffen, um die Rechnungen zahlen zu können. Die Frist kann sich allerdings noch leicht verschieben – je nach der Entwicklung der Staatseinnahmen und -ausgaben. Vorerst beabsichtigt man zur Entlastung des Haushalts, die Einzahlungen in die staatliche Altersvorsorge zu stoppen. Im zweiten Schritt werden Notreserven und Tafelsilber in den Mittelpunkt der Überlegungen rücken. Nach dem Tag X wäre aber auch diese Refinanzierungsquelle versiegt – mit dem Ergebnis, Amerika wäre pleite. Soweit darf und wird es nicht kommen, aber die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten stecken in einer Sackgasse. Beide Seiten pokern sehr hoch, denn jede Seite möchte sich den Erfolg im “Vorwahlkampf” als ihr Werk auf die eigenen Fahnen schreiben. 14,3 Billionen US-Dollar sind kein Pappenstiel und daher gilt es persönliche Eitelkeiten hinten anzustellen. Es geht um die Kreditwürdigkeit der USA und somit auch um die Zukunft der Finanzmärkte weltweit. Mit einer raschen Einigung ist nicht zu rechnen, aber Mitte bis Ende Juli muss eine Lösung stehen. Trotz des warnenden Zeigefingers der Ratingagentur Standard & Poor’s stehen noch alle Gläubiger Amerika zur Seite. Auch wenn Pimco sich in den vergangenen Wochen immer wieder kritisch zur Lage Amerikas geäußert und den Abbau entsprechender Wertpapiere manifestiert hat. Bisher hat der Markt diese Veröffentlichungen locker weggesteckt, aber die Nervosität der Händler wird mit jedem Tag größer werden, mit dem man sich dem 2. August nähert und es keine Einigung zu vermelden gibt. Daher werden die nächsten Wochen spannend bleiben und man wird sehen, ob Präsident Obama nicht nur das Problem Osama Bin Laden lösen konnte, sondern auch die Haushaltslage Amerikas wieder in den Griff bekommen wird. Hoffen wir, dass wir keine zehn Jahre warten müssen. Flickschusterei beim Rettungsschirm Inzwischen kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der Euro-Rettungsschirm (ESM) mit mehr Flicken bestückt ist als ein Fliegenpilz mit den charakteristischen Punkten. Der Fliegenpilz ist allerdings giftig. Auch für Deutschland birgt der ESM teilweise unkalkulierbare Risiken und ist somit Gift. Denn bei entsprechender Inanspruchnahme der seitens der Bundesrepublik Deutschland abgegebenen Garantien kann schnell ein dreistelliger Milliardenbetrag zusammen kommen. Ob die darin enthaltenen Zahlungen im Falle eines finanziellen GAUs überhaupt mit der in unserem Grundgesetz verankerten Schuldenbremse vereinbar sind, ist Diskussionspunkt unter vielen Fachleuten. Somit könnte die Ausstattung des Rettungsmechanismus verfassungswidrig sein. Der Rettungsschirm sollte die Finanzmärkte beruhigen und eine Planungssicherheit schaffen. In diesem Punkt ist das Projekt gescheitert, denn die Spekulation gegen das vermeintlich schwächste Glied wurde dadurch nur noch zusätzlich angefeuert. Das Verhalten der Marktteilnehmer ist mit dem von Kleinkindern zu vergleichen. Immer wieder werden die Grenzen des Machbaren ausgelotet. Die logische Konsequenz ist, dass der so stabil wirkende Rettungsschirm permanent mittels Flickschusterei repariert wird. Der europäische Gedanke wird zurzeit auf eine harte Probe gestellt. Die Wiedereinführung von Zollkontrollen, die Förderung der eigenen heimischen Wirtschaft und das permanente Verweisen auf Deutschland als den Nutznießer des Euros schaffen Gräben und lassen nicht zusammenwachsen. Viele Deutsche haben Angst davor, dass am Ende der Letzte die Zeche zahlt und dass wir das sein werden. Die einzige vernünftige Umgehensweise mit Schuldensündern ist die Schaffung eines geordneten Insolvenzverfahrens für Staaten. Die bisherigen finanziellen Versprechungen wachsen ins Unermessliche und irgendwann wird auch dieser Betrag nicht mehr ausreichen. Schaffen wir es nicht ein geordnetes Insolvenzverfahren und einen geordneten Austritt aus der Währungsunion zu installieren, dann wird uns alles um die Ohren fliegen. Und wie das dann enden wird, kann heute noch niemand vorhersagen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Euro-Schuldenkrise beflügelt Nachfrage nach norwegischen Bonds

Euro-Schuldenkrise beflügelt Nachfrage nach norwegischen Bonds Die anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone beflügelt die Nachfrage nach Anlagen in norwegischen Kronen (NOK). Das ist die Währung, in der die Baader Bank an den Börsen Frankfurt, Düsseldorf und München eindeutig die höchste Nachfrage bei Bonds in Fremdwährung feststellt. Für viele Anleger stellen norwegische Kronen eine attraktive Alternative zu Euro- oder Dollar-Anlagen dar. Besonders gesucht sind Unternehmensanleihen in NOK, weil diese in der Regel höhere Renditen als Staatsanleihen aus Oslo aufweisen. Nicht umsonst haben etwa die beiden deutschen Autobauer Daimler und Volkswagen erst Mitte April 2011 zwei bis 2014 laufende Bonds emittiert, die bei einem Kurs von 100,70 mit 4,00% (Daimler / WKN A1GQAA), bzw. 100,60 und 4,02% (VW / WKN A1GP33) rentieren. Verstärkt wurde der Trend zugunsten der norwegischen Krone durch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche, die Zinsen in Euroland zunächst nicht zu erhöhen. Damit ist die Zinserhöhungsfantasie vorerst aus dem Markt, was den Kurs der norwegischen Krone hat stark anziehen lassen. Während man vor einer Woche noch 7,86 NOK für einen Euro bezahlen musste, sind es derzeit rund 7,79 NOK. Damit liegt die norwegische Krone in der Nähe ihres 52-Wochenhochs von 7,70. Da die norwegischen Bonds an den deutschen Börsen in Euro abgerechnet werden, muss man also momentan entsprechend mehr Euros investieren. Die an den Börsen Frankfurt, Düsseldorf und München von der Baader Bank am meisten gehandelten Staatsanleihen der norwegischen Regierung rentieren, nach Fälligkeit geordnet, mit ca. 2,30% ( 5/2013 / WKN 858524); 2,60% (5/2015 / WKN A0BC8F); 3,00% (5/2017 / WKN A0GS9C) und 3,45% (5/2021 / WKN A1AXNA). Norwegen besticht mit einem soliden Staatshaushalt, wozu besonders das Ölgeschäft beiträgt, das fast die Hälfte der Exporte des Landes stellt. Die norwegische Krone zählt mittlerweile zu den stabilsten Währungen der Welt. Allein seit Jahresanfang legte sie um 3% gegenüber dem Euro zu, seit Juli 2009 waren es gar 11%. Zu dieser Entwicklung tragen auch die relativ hohen Zinsen bei. So hatte die Zentralbank in Oslo den Leitzins seit Oktober 2009 in zwei Schritten von 1,25 auf 1,75 Prozent erhöht. Griechenland wird zur Achillesferse der Euro-Zone Seit März 2010 beschäftigen sich die Börsianer mit den hellenischen Schulden und inzwischen dreht man sich immer schneller im Kreis. Auch in dieser Woche standen die Märkte im Banne Griechenlands. Nach den jüngsten Mutmaßungen über eine weitere Finanzlücke Athens verschärfte sich die Situation, als sich die Finanzminister der Euro-Kernstaaten zu einem geheimen Treffen verabredeten und Standard & Poor’s Griechenland weiter herabstufte. Viele Börsianer können inzwischen das Thema nicht mehr hören und es drängt sich der Eindruck auf, dass das genau so gewollt ist. Die permanente Beschallung mit Kommentaren zur Zukunft Griechenlands zermürbt. Die Ausstiegsszenarien, die Möglichkeiten und Folgen einer Umschuldung, die Durchhalteparolen der Politiker und die Kommentare von diversen Notenbankvertretern werden immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragen. Die Schulden mittels einer konsequenteren Privatisierung und Steuereintreibung abzubauen, sind fehlgeschlagen. Jeder Bürger versucht sich für die neue Zeit zu positionieren und am Staat vorbei zu wirtschaften. Somit scheint der Wille nach einer vertrauensvollen Krisenbewältigung vorerst abhanden gekommen zu sein. Kein Wunder, dass die Stimmen, einen Schlussstrich zu ziehen, lauter werden. Die Frage aller Fragen ist aber: Werden wir mittels der konträren Betrachtungsweisen mit der schier unausweichlichen Konsequenz konfrontiert oder soll das alles nur den Weg für die gemeinsamen Eurobonds ebnen. Beide Möglichkeiten sind trotz vehementer Dementis möglich. Vielleicht kann uns das Orakel von Delphi den rechten Weg zeigen. Silberstreif für US-Konjunktur Mit einem Plus an neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft um sage und schreibe 244.000 weist der US-Arbeitsmarkt den größten Zuwachs seit elf Monaten aus. Der Stellenabbau bei den öffentlichen Haushalten infolge der staatlichen Sparmaßnahmen wurde von einem großen privaten Stellenaufbau überkompensiert. Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Frühling, aber sie hebt die Stimmung und eventuell kommen noch welche nach. Die Beratungen zur überfälligen Anhebung der Verschuldungsgrenze sollten nun zügig folgen und somit den Weg freimachen für eine weitere konjunkturelle Erholung. Erhöhte Steuereinnahmen wären die Folge und könnten die Trendwende einläuten. In Deutschland hat es zumindest geklappt. Gedrängel am Primärmarkt für Corporate Bonds Nachdem der Primärmarkt seit der Vor-Osterwoche im Dämmerschlaf verharrte, drängte in der vergangenen Berichtswoche eine Menge von Unternehmen auf den Primärmarkt, um sich frisches Kapital zu verschaffen. Den Anfang machte der französische Automobilzulieferer Valeo S.A. mit einer 500 Mio. Euro großen Anleihe. Die Rückzahlung erfolgt in 2018 und bringt den Investoren einen jährlichen Kupon von 4,875%. Das Unternehmen wird mit Baa3 benotet. Das schwedische Investmentunternehmen Investor AB (u. a. SEB, ABB) begab ebenso eine 500 Mio. Euro große Anleihe mit Laufzeit 2023. Aufgrund des sehr guten Ratings von A1/AA- konnte sich das Unternehmen zu einem günstigen Zins von 4,5% refinanzieren. Auch der spanische Energieversorger Gas Natural nutze das günstige Kapitalmarktumfeld, um sich längerfristig zu verschulden. Für die neu begebene Anleihe mit Laufzeit 2019 zahlt das Unternehmen seinen Anlegern 5,375%. Gas Natural wird mit Baa2/BBB benotet. Mit Würth refinanzierte sich ein weiterer sehr solider Schuldner (A/A-) über den Kapitalmarkt. Der 7-jährige Bond wurde mit einer Laufzeit bis 2018 und einem Kupon von 3,75% emittiert. Auch aus der spekulativen High-Yield-Welt wurde frisches Kapital eingesammelt. Der Rüstungskonzern Heckler & Koch konnte sich 295 Mio. Euro über den Kapitalmarkt besorgen. Ausgestattet mit den Bonitätsnoten Caa1/CCC+ ist der Bond jedoch sehr spekulativ. Das hohe Risiko spiegelt sich in dem Kupon von 9,5% wider. Aufgrund der Mindestanlagesumme von 100.000,- Euro ist die Schuldverschreibung für viele Privatanleger ungeeignet und an institutionelle Investoren gerichtet. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Washington sollte Standard & Poor's Schuss vor den Bug als Chance begreifen

Washington sollte Standard & Poor’s Schuss vor den Bug als Chance begreifen Es klingt wie Majestätsbeleidigung. Da hat die Ratingagentur Standard & Poor’s tatsächlich den Mumm, der US-Regierung die Gelbe Karte in Sachen Kreditwürdigkeit zu zeigen. Erstmals wird damit die uneingeschränkte Bonität der USA öffentlich angezweifelt – eine Drohung, die für viele Kapitalmarktexperten eigentlich gar nicht so überraschend ist. So mancher hat längst darauf gewartet, nun hat sich endlich einer getraut, es auch auszusprechen. Die angedrohte Herabstufung der US-Bonität, die bisher immer noch ein Triple-A aufweist, ist in seiner kurzfristigen Wirkung vielleicht gar nicht so dramatisch, wie es sich zunächst anhört. Entscheidend aber ist die Symbolkraft, die von diesem Schuss vor den Bug der einst stärksten Volkswirtschaft ausgeht. Und so sollte dieser auch begriffen werden – als ein Signal, das die beiden zerstrittenen großen Parteien in Washington dazu bringt sich zusammenzuraufen und ihre gegenseitige Blockadehaltung aufzugeben. Wenn er es geschickt anstellt, ist die Drohung von Standard & Poor’s für Präsident Barack Obama gerade recht gekommen, um wieder ein Stück Handlungsfreiheit zurückzugewinnen. Es ist so etwas wie die letzte Warnung, aber auch eine historische Chance, um die politischen Akteure in Washington wachzurütteln. Dazu bedarf es zunächst einer nochmaligen Erhöhung der Schuldengrenze, wozu US-Finanzminister Timothy Geithner den Kongress bereits aufgefordert hat, bevor es dann ans Eingemachte gehen muss. Und das können nur glaubwürdige Perspektiven sein, wie man dem Abwärtssog einer galoppierenden Verschuldung entrinnen will. Ob Standard & Poor’s die Boniät der USA auch tatsächlich herabstufen wird, wird sich zeigen. Ebenso, ob die anderen Ratingagenturen dem Schritt folgen werden. Dann könnte den Schuldenländern der PIIGS-Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien noch ein weiterer hinzu gefügt werden, gemäß der Rechnung USA + PIIGS = UPIIGS. Natürlich gibt es auch Profiteure der angedrohten Abstrafung der USA durch Standard & Poor’s. Da sind die anderen rund 20 Staaten zu nennen, die weltweit noch ein Triple-A-Rating genießen – an allererster Stelle davon die Bundesrepublik Deutschland, deren Staatsanleihen einen Markt darstellen, der zunächst groß genug ist, um aus den USA abfließenden Geldern eine neue Heimat zu bieten. Nicht von ungefähr waren nach Bekanntwerden des Urteils von Standard & Poor’s deutsche Staatsanleihen stark gefragt. Hier spielt sicher auch eine Rolle, dass die Märkte noch am ehesten der Schuldenpolitik in Deutschland trauen, das bisher als einziger Staat immerhin eine Schuldenbremse ins Grundgesetz hat einbauen lassen. Dies gibt zumindest den Anschein einer soliden Haushaltspolitik. Und dennoch, sollte bei einer anhaltenden Schwächung der Vertrauenswürdigkeit der USA der Euro weiter erstarken, würde dies auf die Exportwirtschaft vor allem der PIIGS-Staaten drücken – mit der Folge einer Verschärfung der Euro-Krise. Und das wäre die andere Seite der Medaille für den Krisenprofiteur Deutschland. Nun müssen die Griechen doch zum Friseur Lange wurde es dementiert und auch jetzt steht noch kein endgültiger Termin fest. Aber die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass Griechenland den Weg zum Friseur antreten muss. Die Frage lautet nur noch wann ist der Termin und um wie viel wird gekürzt. Kommt es zum Kurzhaarschnitt oder zur Vollglatze? Ängstliche Politiker, die sich scheuen, namentlich erwähnt zu werden, geben diesen Spekulationen den entsprechenden Nährboden und verunsichern sowohl die Bürger Griechenlands als auch die Investoren. Es wird auf Zeit gespielt, wobei sich die Rhetorik verändert hat. So spricht sich der Leiter der europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF), Klaus Regling, inzwischen nicht mehr gegen eine Umschuldung aus, sondern weist darauf hin, dass er keinen Anlass für eine schnelle Umschuldung erkennen kann. Hinter den Kulissen wird sicherlich schon gebastelt und diskutiert. Zu einer Umschuldung Griechenlands wird sicherlich auch niemand Stellung nehmen, bis alle Details geklärt sind. Ob Griechenland den Gang zum Friseur noch durch Privatierungserlöse verhindern kann, muss abgewartet werden. Finnen, das Zünglein an der Waage? Der Wahlausgang in Finnland hat am vergangenen Wochenende den kürzlich beschlossenen Stabilitätspakt wieder in Frage gestellt. Die Märkte sind beunruhigt, da die Zustimmung aller 17 Euro-Mitglieder erforderlich ist, um Hilfen zu beschließen. Bereits im Wahlkampf wurde deutlich, dass die rechtspopulistische Partei nicht für die „Fehler anderer“ zahlen will. Der Chef der Partei Wahre Finnen, Timo Soini, will mehr Härte gegenüber Europa zeigen und hat nach einem starken Wahlergebnis im Falle einer Regierungsbeteiligung sicherlich auch die Möglichkeiten. Somit steht wieder alles auf dem Prüfstand und die Schuldenkrise wird weiterhin alles überschatten. Die Probleme in Portugal, Griechenland, Irland und Spanien werden aktuell von der Warnung an den einstigen Musterschüler USA, dem das Rating AAA nicht mit der „Geburt“ für immer und ewig verliehen wurde, übertüncht. Chinas Wirtschaft kommt aus dem Schwitzen nicht heraus Die chinesische Regierung sitzt auf einem Pulverfass. Die offizielle Steigerung der Verbraucherpreise lag im März bei +5,4%. Allerdings sind die Nahrungsmittel um +11,7% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Solche Zuwachsraten sorgen für Unmut in der Bevölkerung und machen den Kampf gegen die Inflation zur größten Herausforderung der chinesischen Regierung. Trotz mehrfacher Erhöhungen der Leitzinsen und der Mindestanforderungen an das Bankenkapital hält der Wirtschaftsboom an. Immobilien stehen weiter hoch im Kurs. Trotz der Bemühungen, Liquidität abzuschöpfen, wurden in Wohnungen sogar über 30% mehr investiert als im Vorjahresquartal. Bei steigenden Zinsen, hoher Inflation und einem Wirtschaftswachstum von fast 10% stellt das alles eine höchst explosive Mischung dar. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. 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Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Die Anleger haben die Qual der Wahl

Die Anleger haben die Qual der Wahl In Anbetracht der Tatsache, dass die Emissionsflut an den Kapitalmärkten ungebrochen ist, können die Investoren aus einer Vielzahl von Produkten wählen. Da gibt es zum einen die Neulinge ohne Rating, die deutlich höhere Zinsen bieten, aber auch die altbekannten Emittenten drängen immer noch auf den Markt, um sich die historisch gesehenen günstigen Konditionen zu sichern. Trotz des starken Rückgangs des Euro-Bund-Future seit Herbst letzten Jahres sind durch die anziehende Inflation viele Unternehmen auf den Plan gerufen worden. Denn die Inflation der nächsten Jahre hilft den Unternehmen bei der Rückzahlung der Schulden. Dies ist sicherlich nicht im Interesse der Anleger, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder der Hinweis auf die inflationsindexierten Anleihen. Diese Form der Anleihe soll den Investor vor inflationsbedingten Verlusten schützen. Allerdings ist dies nur bedingt möglich, da die von den Behörden berechnete Inflationsrate nichts mit der tatsächlichen Inflation gemein hat. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise wurden in der abgelaufenen Handelswoche immer wieder verstärkt Handelsaktivitäten in den Anleihen der PIIGS-Staaten registriert. Hierbei fiel auf, dass sich trotz der Garantieversprechen viele Privatanleger von Anleihen mit geringer Restlaufzeit trennten. Initiiert wurde dies sicherlich nicht zuletzt durch die Diskussion um die Sparverdrossenheit der Griechen und die dadurch aufkommende Forderung nach Umschuldung. Der Emissionsboom geht weiter Am Anleihemarkt will der Emissionsboom kein Ende nehmen und die Anleger haben die Qual der Wahl. Einerseits drängen viele Unternehmen an den Primärmarkt, die dort noch nie vertreten waren und bieten interessante Konditionen. Nicht zu vergessen ist hierbei allerdings, dass kein Unternehmen etwas zu verschenken hat und die Refinanzierung am Kapitalmarkt im Vergleich zu den Kreditkosten immer noch günstiger ist. So ist es sicherlich ein Geben und Nehmen zwischen Anleger und Unternehmen. In dieser Woche platzierte u.a. der Gabelstapler Hersteller Kion Group GmbH erstmals zwei Tranchen (fix und floater) mit einer Laufzeit bis 2018. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 500 Mio. € (325 Mio. € bzw. 175 Mio. €). Die jährliche Verzinsung für die fixe Tranche beträgt 7,875%. Mit B2/B wird das Unternehmen spekulativ benotet. Aber auch der weltweit größte Anbieter für Personaldienstleistungen Adecco S.A. konnte sich 500 Mio € frisches Kapital beschaffen und dadurch sein Schuldenprofil verlängern. Die Rückzahlung erfolgt ebenfalls in 2018 und das mit einem jährlichen Kupon von 4,75%. Adecco wird mit Baa3/BBB- bewertet. Eine strukturelle Verlagerung von Bankkrediten zum Kapitalmarkt wagte auch erstmals die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Sitz in Nürnberg. Mit den 200 Mio. € frischen Kapital will das Unternehmen kurzfristige Bankverbindlichkeiten ablösen. Ausgestattet ist die Anleihe mit einem 5,00% Kupon und wird 2016 zurückbezahlt. Die GfK besitzt kein Rating. Auch der Betreiber für Rechenzentren Global Switch fand Gefallen an der vermeintlich günstigen Mittelaufnahme. Das Unternehmen refinanzierte sich mit 600 Mio. € über den Kapitalmarkt und einer Laufzeit bis 2018. Dafür zahlt das Unternehmen einen jährlichen Kupon von 5,5%. Griechenland in der Sackgasse In Griechenland wächst der Unmut der Bevölkerung von Stunde zu Stunde. Tiefe Rezession, steigende Arbeitslosigkeit und das Fehlen von Erfolgsmeldungen nach dem harten Sparkurs lassen die Stimmung bei den griechischen Bürgern kippen. Wie lange kann der Staatsbankrott noch hinausgezögert werden? Kommt es zur Umschuldung oder einer Laufzeitverlängerung? De facto kann es also zum ersten Staatsbankrott in Westeuropa seit 60 Jahren kommen. Die Folgen wären fürchterlich für Banken und Pensionsfonds. Somit versucht man sich mit allen Mitteln dagegen zu stemmen. Fakt ist allerdings, dass neue Sparpakete nicht mehr möglich sind und dadurch nur noch weitere Arbeitsplätze zerstört werden würden. Es ist eine Spirale in Gang gesetzt worden, die immer tiefer in den Abgrund führt. Viele Griechen haben inzwischen resigniert und haben die Einstellung: „Schlimmer kann es nicht mehr werden, lasst es uns zu Ende bringen“ verinnerlicht. Das vehemente Dementieren einer Umschuldung ist für mich kein Beweis, dass diese nicht in Planung ist. Denn auch im Falle Portugals, das stets die Inanspruchnahme des Rettungspakets weit von sich gewiesen hatte, hat sich herausgestellt, dass nur im Hintergrund alles noch vorher unter Dach und Fach gebracht werden musste. Und auch bei einer möglichen Umschuldung könnte dies sehr schnell nach dem gleichen Muster ablaufen. Zeit ist also Geld! Der Patient lebt noch Es hat nicht mehr viel gefehlt und es wäre vielen staatlichen Stellen das Geld ausgegangen. Staatsangestellte wären in Zwangsurlaub geschickt worden und Amerikas Außenwirkung hätte massiven Schaden genommen. Mit insgesamt sechs befristeten Nothaushalten wurde die Finanzierung gesichert und auch in diesem Falle hat man nochmals die Kurve bekommen. Dieser Machtkampf zwischen Republikanern und Demokraten war aber nur der Vorgeschmack auf die anstehende Präsidentschaftswahl 2012. Der erste Infarkt wurde zwar in letzter Minute abgewendet, aber bei der anstehenden Anhebung der Defizitgrenze ist man dadurch keinen Schritt weiter. Diese Aufgabe stellt eine echte Herausforderung für den Präsidenten dar. Denn sollte es nicht zu dieser notwendigen Anhebung kommen, versinken die Weltfinanzmärkte im Chaos. Welche Zugeständnisse Barack Obama machen muss, um sich das Wohlwollen der Opposition zu erkaufen, muss abgewartet werden. Es ist ein Ritt auf des Messers Schneide und daher darf bezweifelt werden, dass der amerikanische Präsident in diesen Verhandlungen im Sinne der Demokraten ohne Zugeständnisse punkten kann. Somit ist vorbestimmt, dass aus dem einstigen Hoffnungsträger ein wankender US-Präsident wurde, der ohne die Hilfe der Republikaner nicht mehr handlungsfähig ist. Dies ist sicherlich kein gutes Omen. Iberischer Flächenbrand? Mit dem formellen Antrag der portugiesischen Übergangsregierung ist die Finanzkrise nicht beseitigt, sondern die Arbeit beginnt jetzt erst richtig. Schätzungsweise werden bis zu 80 Milliarden € zur Stützung Portugals benötigt und die entsprechenden Verträge sollen bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Verhandlungen sollen mit allen Parteien geführt werden, damit nicht ein zweites Irland entsteht. In Irland hat zwar die damals amtierende Regierung verhandelt, ist aber anschließend aus dem Amt gewählt worden und die neue Regierung hatte die Idee nachzuverhandeln. Damit das nicht nochmals passiert, hat man beschlossen, mit der Übergangsregierung und der sich den Sparplänen verweigernden Opposition eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Nur so kann das Ergebnis auf soliden Füßen stehen. Die Lage der Dinge ist aber nicht einfach, denn erst am 5. Juni wird gewählt und trotz der Bekundung, dass die im April und Mai fälligen Anleihen bereits refinanziert sind, kommt es bereits am 15. Juni zum Schwur der Investoren. Wie aber steht es um Spanien? Weiterhin ist der offizielle Tenor, dass es keinerlei Hinweise auf ein spanisches Hilfeersuchen gibt. Rettung naht aus China, denn die Chinesen wollen sich wieder als Retter Europas in Szene setzen. Auch beim Umbau der spanischen Banken will der „Devisenreserven-Kaiser“ helfen. Dem geneigten wirtschaftsaffinen Leser wird allerdings schon aufgefallen sein, dass die mit Häfen ausgestatteten Schuldenstaaten sich stets auf China verlassen können. Ohne Hintergedanken macht das der Chinese nicht. Dieser Wesenszug ist uns Deutschen nicht unbekannt, denn auch wir nehmen vielerlei Anstrengungen in Kauf, um den Euro zu retten. Die Chinesen bauen ihre Brückenköpfe in Europa aus und erzielen nebenbei noch eine Risikostreuung bei der Anlage ihrer riesigen Devisenreserven. Ob dadurch Spanien dem Dominoeffekt entkommen wird, kann heute noch nicht beantwortet werden. Ein Fall Spaniens wäre sicherlich ein Finanz-Gau und dadurch würde die Schuldenkrise eskalieren. Vorerst kann das Urlaubsland Spanien von den Unruhen in Nordafrika profitieren und erhält somit eine Finanzspritze der besonderen Art. Man darf gespannt sein, wann die nächste Welle losgetreten wird. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. 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