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Euro-Müdigkeit lässt Anleger Kasse machen

eingereicht von KStopp in Wirtschaft

Euro-Müdigkeit lässt Anleger Kasse machen

Das Fehlen einer nachhaltigen Strategie, wie die europäische Schuldenkrise in den Griff zu bekommen ist, führt bei vielen Investoren zu einer Euro-Müdigkeit. In der Folge trennen sich die Anleger zum Teil fluchtartig von ihren europäischen Staatsanleihen und machen Kasse. Betroffen davon sind nicht mehr nur die Staatsanleihen der Euro-Peripherie, sondern auch die Emissionen von Euro-Kernländern wie Frankreich und Österreich. So stiegen die Kreditausfallprämien (CDS-Spreads) von Staatsanleihen dieser Länder auf Rekordhöhen von rund 234 (Frankreich) und 222 Basispunkten (Österreich). Ausgenommen von dieser Entwicklung sind Bundesanleihen, deren aktuelle CDS-Spreads mit rund 97 Basispunkten allerdings auch um das 2,5-Fache über dem Niveau vor Jahresfrist notieren.

Seit Wochenbeginn gaben die Kurse französischer Staatsanleihen stark nach,wie das Beispiel einer französischen Schuldverschreibung mit Fälligkeit 4/2015 (WKN A0DYDV) bei einem Kursverlauf von über 106% auf ca. 104% und einer Rendite von ca. 2,14% verdeutlicht. Ebenso standen österreichische Anleihen, wie ein bis 3/2037 laufender Bond (WKN A0G4X4) aus der Alpenrepublik zeigt, unter Verkaufsdruck, bevor hier gestern wieder eine kleinere Erholung einsetzte.

Interessant zu beobachten war in dieser Woche ein teilweises Abrutschen der Kurse der in den vergangenen Monaten stark gesuchten norwegischen Staatsanleihen, obwohl die Währung nicht massiv unter Druck geriet. Offenbar versuchten einzelne Marktteilnehmer mit niedrigen Briefkursen den Köder für Käufer auszulegen, was durchaus auch gelungen ist, ohne aber letztendlich einen Verkaufsdruck auf norwegische Staatsanleihen zu initiieren. Diese zogen im Wochenverlauf wieder leicht an, wie an einem bis 5/2015 laufenden Bond des Königreichs Norwegen (WKN A0BC8F), der mit rund 1,40% rentiert, abzulesen ist.

Erhöhte Alarmbereitschaft bei Corporate Bonds – besonders bei Banken

Im Handel mit Corporate Bonds gehen die Anleger spürbar vorsichtiger zu Werke, als noch vor Wochenfrist, was auch an den Risikobarometern der I-Traxx-Indizes (siehe unten) abzulesen ist. Dies bekamen etwa die Anleihen von Thyssen-Krupp (WKN A0T61L) mit Laufzeit 2/2016 und rund 4,80% Rendite und von Renault (WKN A1ANEW) mit Laufzeit 10/2014 und einer Rendite von ca. 4,30% zu spüren.

Von sich reden machten in dieser Woche auch die Anleihen der Kreditwirtschaft. Nachdem zu befürchten ist, dass manche Banken auf die Idee kommen könnten, ihre Eigenkapitalklemme durch die Neubewertung ihrer Risikoaktiva zu entschärfen, klingelten bei den Anlegern die Alarmglocken. Verkaufsaufträge waren die Folge. So zeigten die Kurse von Bonds der Commerzbank, der man solche Bilanzkosmetik zutraut, nach unten. Diese Entwicklung ist an den Kursen zweier Nachranganleihen der Commerzbank mit jeweils knapp 12% Rendite ablesbar – eine mit Laufzeit 3/2019 (WKN CB83CE) und eine andere mit Laufzeit 3/2021 (WKN CB83CF). Auch Bonds der UBS gerieten unter Druck, was die Kursentwicklung einer bis 7/2012 laufenden Anleihe (WKN UB3MCV) bei einer aktuellen Rendite von ca. 1,60% verdeutlicht.

Herabstufung der Bonität Frankreichs – nur ein Fauxpas?

Die irrtümliche Herabstufung der Bonität Frankreichs durch Standard & Poor’s kann man zwar unter der Rubrik „Fehler“ abhaken, aber trotzdem macht man sich an den Finanzmärkten Gedanken über den Fauxpas. Nach dem Dementi durch S & P wieder zur Tagesordnung überzugehen, fällt schwer. Hat es sich nur um die Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt oder war diese Meldung bewusst lanciert worden? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Fest steht, dass der Zeitpunkt denkbar ungünstig war und die Wirkung nicht lange auf sich warten ließ. Denn nachdem sich die politische Lage in Italien und Griechenland entspannt hatte, rückten sehr schnell die Ängste vor weiteren Ansteckungen der Kernländer durch die Peripheriestaaten in den Mittelpunkt der Anlegerüberlegungen. Somit war Frankreich wieder im Spiel und man macht sich zunehmend Sorgen um die finanziellen Verpflichtungen der „Großen Vier“. Reformen statt Geld – mit diesem Slogan wäre den Finanzmärkten per saldo mehr gedient.

Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen erforderlich

Mit Blick auf die Sicherheit von Staatsanleihen ist ein generelles Umdenken erforderlich. Galten lange Zeit alle Anleihen der Euroländer als sichere Anlage, so melden sich schon seit geraumer Zeit verschiedene weitsichtige Notenbanker zu Wort, die den Status der Staatsanleihen als risikolose Wertpapierklasse in Frage stellen. Diese neue Sicht ist sicherlich angebracht. Allerdings hätte eine solche Umstellung, die eine Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen nach sich ziehen würde, weit reichende Folgen. Abgesehen von einer Eigenkapitalbindung würde ein solcher Systemwechsel auch zur Ersatzdeckung verwendete Wertpapiere anderer Assetklassen belasten und so manche Konstrukte ins Wanken bringen. Mittels der Rückkaufprogramme versucht man den Investoren die Sicherheit von Bonds zu suggerieren. Aber damit muss es schon bald vorbei sein. Denn die EZB darf nicht zum „Ausputzer“ für das Versagen der Staatsregierungen verkommen und mittels Geldpolitik die Solvenzprobleme von Staaten und Banken lösen.

Heidelzement bringt etwas Bewegung in den Markt

Das britische Energieunternehmen British Gas plc refinanzierte sich mit über einer Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Anleihe wird 2018 endfällig und verzinst sich jährlich mit 3,00%. Die Bonitätsnoten betragen A2/A.

Das börsennotierte australische Telekommunikationsunternehmen Telstra (A2/A) emittierte ebenfalls erfolgreich eine 750 Mio. Euro große Schuldverschreibung mit Laufzeit 2022. Der Zinssatz beträgt 3,75%.

Bewegung in den Markt brachte die Aufstockung der letzten Heidelberger Zement Anleihe. Die bis 2018 laufende Anleihe mit einem Kupon von 9,5% wurde um 200 Mio. Euro aufgestockt und war sofort fungibel. Trotz schwierigem Marktumfeld konnten die neuen Bonds problemlos platziert werden, tendierten anschließend infolge des Marktumfelds im Interbankenhandel aber dennoch leichter.

Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de

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Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar.
Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen.
Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können.
Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen.
Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland.
Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.


Quelle: http://news.baaderbank.de/archiv2_baader_bond_markets.jsp...

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Das Zertifikat wird am Ende der Laufzeit mindestens zu 100 Euro pro Zertifikat zurückgezahlt. Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse. Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. 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Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Bond-Anleger werden bei Rendite-Jagd in der zweiten Reihe fündig

Bond-Anleger werden bei Rendite-Jagd in der zweiten Reihe fündig Die Anleger am Bondmarkt gehen derzeit sehr selektiv vor. Während das Zinsniveau insgesamt immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau verharrt, sind die Investoren auf Schnäppchenjagd nach Anleihen mit einer höheren Rendite bei vertretbarem Risiko. Dabei wählen sie vor allem Bonds aus, die in der Regel gerade noch über ein Investment Grade verfügen. Besonders gefragt sind unter diesen Gesichtspunkten an den Börsen Frankfurt, Düsseldorf und München, wo die Baader Bank diese Anleihen handelt, Bonds aus der zweiten Reihe. So finden derzeit die Unternehmensanleihen von Gerresheimer (A1H3VP, Rendite 4,8 , S&P-Rating BBB-), von Lanxess (A1GRKN, Rendite 4,1, S&P-Rating BBB) und der GFK (WKN: A1H3Q9, Rendite 4,15%, kein Rating) ihre Käufer. Ebenso auf der Kaufliste stehen mit Blick auf die Kapitalerhöhung des Geldinstituts Commerzbank Subordinated Bonds, die eine Rendite von rund 6,75% abwerfen und von Standard & Poor’s ebenfalls mit BBB- geratet werden. Wie sehr der Bondmarkt auch an der aktuellen Meldungslage hängt, zeigen derzeit die Unternehmensanleihen der Automobilhersteller. Aufgrund der guten Auftragslage in der Branche sind für viele Anleger die Bonds aus der Branche ein Kauf. Im Fokus des Interesses stehen eine Anleihe von Peugeot (A0VSYT) mit Laufzeit 28.10.2013, die mit rund 3,25% rentiert, und ein Bond der VW Bank (A0S73H) mit Laufzeit 11.4.2014 und einer Rendite von rund 2,78%. Allerdings bleibt der Markt für Corporate Bonds von der Euro-Schuldenkrise nicht unbehelligt. Sobald es etwa negative Nachrichten zur Bonität von Euro-Staaten gibt, werden auch die Investoren von Unternehmensanleihen nervös. Rekordrenditen aus Athen lassen die Anleger kalt Ist das schon der befürchtete Dominoeffekt? Nach Herabstufung der Bonität Italiens droht nun auch Belgien dasselbe Schicksal. So hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für das Benelux-Land auf „negativ“ gesenkt. Einen Tag später hat Moody’s vor einer Umschuldung Griechenlands gewarnt. Eine Umschuldung, zu der auch eine Laufzeitenverlängerung zählt, könnte eine verführerische Wirkung auf Portugal und Irland haben, die dem Beispiel aus Athen folgen könnten. Dies wiederum hätte eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit dieser Länder auf Ramschniveau zur Folge. Die Wirkung der von Athen avisierten Privatisierungen über rund 50 Mrd. Euro und Steuererhöhungen in Höhe von bis zu 22 Mrd. Euro ist indessen am Markt weitgehend verpufft. Entsprechend hält die Verkaufswelle von griechischen Staatsanleihen an. Auch die auf Rekordniveau gestiegenen Renditen können die Anleger kaum dazu verleiten, sich in Hellas-Bonds zu engagieren. So liegt beispielsweise die Rendite für eine bis 2020 laufende griechische Staatsanleihe (A1AUMV) mit einem Kupon von 6,25% bei derzeit 16,8%, nachdem sie in dieser Woche bereits die Rekordmarke von 17% durchstoßen hatte. Der Primärmarkt für Corporates trotzt der Schuldenkrise Trotz der Euro-Schuldenkrise und der drohenden Herabstufung von Italien und Belgien zeigte sich der Markt für Unternehmensanleihen sehr aufnahmefähig. Auch Unternehmen, die bisher noch nicht am Bondmarkt aktiv waren, konnten problemlos Investoren finden. Der französische Mischkonzern Bollore wurde erstmals am Anleihemarkt aktiv. Obwohl Bollore nicht geratet ist konnte das Unternehmen 350 Mio. Euro zu einem Zinssatz von 5,375% einsammeln. Die Mindeststückelung beträgt 100.000,- Euro und ist damit eher an Großinvestoren adressiert. Casino Guichard refinanzierte sich mit 850 Mio. Euro über den Kapitalmarkt. Der Bond wird in 2021 zurückbezahlt und erzielt eine jährliche Rendite von ca 4,75%. Mit BBB- ist der Bond im unteren Investmentgrade-Bereich bewertet. Mit Rexel S.A. wurde ein weiteres französisches Unternehmen am Kapitalmarkt aktiv. Der High – Yield Bond (Ba3/BB-) zahlt einen Kupon von 7,00% und läuft in 2018 aus. Das Pariser Unternehmen ist im Bereich Elektrogroßhandel tätig. Auch die Deutsche Bahn hat erfolgreich eine neue Anleihe am Markt untergebracht. Die 10-jährige Anleihe hat ein Volumen von 500 Mio. Euro und wird mit 3,75% verzinst. Für konservative Privatanleger kann dies durchaus eine Alternative zu Bundesanleihen sein. Das privatrechtliche Staatsunternehmen zahlt 0,77% mehr an Zinsen als eine vergleichbare Bundesanleihe. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. 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Die Anleger haben die Qual der Wahl

Die Anleger haben die Qual der Wahl In Anbetracht der Tatsache, dass die Emissionsflut an den Kapitalmärkten ungebrochen ist, können die Investoren aus einer Vielzahl von Produkten wählen. Da gibt es zum einen die Neulinge ohne Rating, die deutlich höhere Zinsen bieten, aber auch die altbekannten Emittenten drängen immer noch auf den Markt, um sich die historisch gesehenen günstigen Konditionen zu sichern. Trotz des starken Rückgangs des Euro-Bund-Future seit Herbst letzten Jahres sind durch die anziehende Inflation viele Unternehmen auf den Plan gerufen worden. Denn die Inflation der nächsten Jahre hilft den Unternehmen bei der Rückzahlung der Schulden. Dies ist sicherlich nicht im Interesse der Anleger, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder der Hinweis auf die inflationsindexierten Anleihen. Diese Form der Anleihe soll den Investor vor inflationsbedingten Verlusten schützen. Allerdings ist dies nur bedingt möglich, da die von den Behörden berechnete Inflationsrate nichts mit der tatsächlichen Inflation gemein hat. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise wurden in der abgelaufenen Handelswoche immer wieder verstärkt Handelsaktivitäten in den Anleihen der PIIGS-Staaten registriert. Hierbei fiel auf, dass sich trotz der Garantieversprechen viele Privatanleger von Anleihen mit geringer Restlaufzeit trennten. Initiiert wurde dies sicherlich nicht zuletzt durch die Diskussion um die Sparverdrossenheit der Griechen und die dadurch aufkommende Forderung nach Umschuldung. Der Emissionsboom geht weiter Am Anleihemarkt will der Emissionsboom kein Ende nehmen und die Anleger haben die Qual der Wahl. Einerseits drängen viele Unternehmen an den Primärmarkt, die dort noch nie vertreten waren und bieten interessante Konditionen. Nicht zu vergessen ist hierbei allerdings, dass kein Unternehmen etwas zu verschenken hat und die Refinanzierung am Kapitalmarkt im Vergleich zu den Kreditkosten immer noch günstiger ist. So ist es sicherlich ein Geben und Nehmen zwischen Anleger und Unternehmen. In dieser Woche platzierte u.a. der Gabelstapler Hersteller Kion Group GmbH erstmals zwei Tranchen (fix und floater) mit einer Laufzeit bis 2018. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 500 Mio. € (325 Mio. € bzw. 175 Mio. €). Die jährliche Verzinsung für die fixe Tranche beträgt 7,875%. Mit B2/B wird das Unternehmen spekulativ benotet. Aber auch der weltweit größte Anbieter für Personaldienstleistungen Adecco S.A. konnte sich 500 Mio € frisches Kapital beschaffen und dadurch sein Schuldenprofil verlängern. Die Rückzahlung erfolgt ebenfalls in 2018 und das mit einem jährlichen Kupon von 4,75%. Adecco wird mit Baa3/BBB- bewertet. Eine strukturelle Verlagerung von Bankkrediten zum Kapitalmarkt wagte auch erstmals die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Sitz in Nürnberg. Mit den 200 Mio. € frischen Kapital will das Unternehmen kurzfristige Bankverbindlichkeiten ablösen. Ausgestattet ist die Anleihe mit einem 5,00% Kupon und wird 2016 zurückbezahlt. Die GfK besitzt kein Rating. Auch der Betreiber für Rechenzentren Global Switch fand Gefallen an der vermeintlich günstigen Mittelaufnahme. Das Unternehmen refinanzierte sich mit 600 Mio. € über den Kapitalmarkt und einer Laufzeit bis 2018. Dafür zahlt das Unternehmen einen jährlichen Kupon von 5,5%. Griechenland in der Sackgasse In Griechenland wächst der Unmut der Bevölkerung von Stunde zu Stunde. Tiefe Rezession, steigende Arbeitslosigkeit und das Fehlen von Erfolgsmeldungen nach dem harten Sparkurs lassen die Stimmung bei den griechischen Bürgern kippen. Wie lange kann der Staatsbankrott noch hinausgezögert werden? Kommt es zur Umschuldung oder einer Laufzeitverlängerung? De facto kann es also zum ersten Staatsbankrott in Westeuropa seit 60 Jahren kommen. Die Folgen wären fürchterlich für Banken und Pensionsfonds. Somit versucht man sich mit allen Mitteln dagegen zu stemmen. Fakt ist allerdings, dass neue Sparpakete nicht mehr möglich sind und dadurch nur noch weitere Arbeitsplätze zerstört werden würden. Es ist eine Spirale in Gang gesetzt worden, die immer tiefer in den Abgrund führt. Viele Griechen haben inzwischen resigniert und haben die Einstellung: „Schlimmer kann es nicht mehr werden, lasst es uns zu Ende bringen“ verinnerlicht. Das vehemente Dementieren einer Umschuldung ist für mich kein Beweis, dass diese nicht in Planung ist. Denn auch im Falle Portugals, das stets die Inanspruchnahme des Rettungspakets weit von sich gewiesen hatte, hat sich herausgestellt, dass nur im Hintergrund alles noch vorher unter Dach und Fach gebracht werden musste. Und auch bei einer möglichen Umschuldung könnte dies sehr schnell nach dem gleichen Muster ablaufen. Zeit ist also Geld! Der Patient lebt noch Es hat nicht mehr viel gefehlt und es wäre vielen staatlichen Stellen das Geld ausgegangen. Staatsangestellte wären in Zwangsurlaub geschickt worden und Amerikas Außenwirkung hätte massiven Schaden genommen. Mit insgesamt sechs befristeten Nothaushalten wurde die Finanzierung gesichert und auch in diesem Falle hat man nochmals die Kurve bekommen. Dieser Machtkampf zwischen Republikanern und Demokraten war aber nur der Vorgeschmack auf die anstehende Präsidentschaftswahl 2012. Der erste Infarkt wurde zwar in letzter Minute abgewendet, aber bei der anstehenden Anhebung der Defizitgrenze ist man dadurch keinen Schritt weiter. Diese Aufgabe stellt eine echte Herausforderung für den Präsidenten dar. Denn sollte es nicht zu dieser notwendigen Anhebung kommen, versinken die Weltfinanzmärkte im Chaos. Welche Zugeständnisse Barack Obama machen muss, um sich das Wohlwollen der Opposition zu erkaufen, muss abgewartet werden. Es ist ein Ritt auf des Messers Schneide und daher darf bezweifelt werden, dass der amerikanische Präsident in diesen Verhandlungen im Sinne der Demokraten ohne Zugeständnisse punkten kann. Somit ist vorbestimmt, dass aus dem einstigen Hoffnungsträger ein wankender US-Präsident wurde, der ohne die Hilfe der Republikaner nicht mehr handlungsfähig ist. Dies ist sicherlich kein gutes Omen. Iberischer Flächenbrand? Mit dem formellen Antrag der portugiesischen Übergangsregierung ist die Finanzkrise nicht beseitigt, sondern die Arbeit beginnt jetzt erst richtig. Schätzungsweise werden bis zu 80 Milliarden € zur Stützung Portugals benötigt und die entsprechenden Verträge sollen bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Verhandlungen sollen mit allen Parteien geführt werden, damit nicht ein zweites Irland entsteht. In Irland hat zwar die damals amtierende Regierung verhandelt, ist aber anschließend aus dem Amt gewählt worden und die neue Regierung hatte die Idee nachzuverhandeln. Damit das nicht nochmals passiert, hat man beschlossen, mit der Übergangsregierung und der sich den Sparplänen verweigernden Opposition eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Nur so kann das Ergebnis auf soliden Füßen stehen. Die Lage der Dinge ist aber nicht einfach, denn erst am 5. Juni wird gewählt und trotz der Bekundung, dass die im April und Mai fälligen Anleihen bereits refinanziert sind, kommt es bereits am 15. Juni zum Schwur der Investoren. Wie aber steht es um Spanien? Weiterhin ist der offizielle Tenor, dass es keinerlei Hinweise auf ein spanisches Hilfeersuchen gibt. Rettung naht aus China, denn die Chinesen wollen sich wieder als Retter Europas in Szene setzen. Auch beim Umbau der spanischen Banken will der „Devisenreserven-Kaiser“ helfen. Dem geneigten wirtschaftsaffinen Leser wird allerdings schon aufgefallen sein, dass die mit Häfen ausgestatteten Schuldenstaaten sich stets auf China verlassen können. Ohne Hintergedanken macht das der Chinese nicht. Dieser Wesenszug ist uns Deutschen nicht unbekannt, denn auch wir nehmen vielerlei Anstrengungen in Kauf, um den Euro zu retten. Die Chinesen bauen ihre Brückenköpfe in Europa aus und erzielen nebenbei noch eine Risikostreuung bei der Anlage ihrer riesigen Devisenreserven. Ob dadurch Spanien dem Dominoeffekt entkommen wird, kann heute noch nicht beantwortet werden. Ein Fall Spaniens wäre sicherlich ein Finanz-Gau und dadurch würde die Schuldenkrise eskalieren. Vorerst kann das Urlaubsland Spanien von den Unruhen in Nordafrika profitieren und erhält somit eine Finanzspritze der besonderen Art. Man darf gespannt sein, wann die nächste Welle losgetreten wird. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen

Unternehmen wagen sich wieder aus der Deckung

Unternehmen wagen sich wieder aus der Deckung In Anbetracht der Tatsache, dass sich seit Jahresbeginn die Konditionen für die Unternehmen zur Refinanzierung nicht gerade verbessert haben, waren anscheinend einige Marktteilnehmer gezwungen, sich aus der Deckung zu wagen. Vor dem Hintergrund eventuell steigender Leitzinsen wurden mehrere Unternehmen wieder am Primärmarkt aktiv und emittierten erfolgreich ihre Anleihen. Dies gelang sogar sogenannten Non–Investment-Grade-Unternehmen, die aktuell höher in der Gunst der Anleger stehen, als Anleihen der europäischen Sorgenkinder. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass nach Moody’s Downgrade Griechenlands Hellas-Bonds nun die höchsten Renditen seit der Euro-Einführung an den Finanzmärkten im Jahre 1999 abwerfen. Dieses Risikoverhalten der Anleger lässt tief blicken. Die ersten Monate des Jahres 2011 standen ganz im Zeichen der Covered Bonds und nun müssen die Unternehmen versuchen, das abgeerntete Land zu bestellen. In Erwartung höherer Zinsen bleibt den Finanzchefs keine andere Wahl mehr und man versucht, die vermeintlich günstigen Konditionen zu sichern. Was heute noch schlecht ist, kann morgen schon gut sein. Die Banken haben diese Probleme nicht. Zuerst haben sie die Liquidität abgeschöpft und nun haben sie auch weiterhin die Möglichkeiten sich billig zu refinanzieren. Die Festschreibung des Tendersatzes bei 1,00% lässt die Banken jubeln und so ist es nicht verwunderlich, dass die Geschäftsbanken der Eurozone beim 3-Monats Tender der EZB deutlich mehr Gebote abgegeben haben. Die Nachfrage von 82,5 Mrd. Euro lag deutlich über der Markterwartung von 62 Mrd. Euro. Im Windschatten trauen sich auch andere Gesellschaften an den Markt So konnte die Renault Bank eine 5-jährige Anleihe mit 4,00% und einem Volumen von 750Mio. Euro an den Markt platzieren. Der Bond wird mit Baa2/BBB benotet. Auch der italienische Autobauer Fiat nutze die Gunst der Stunde und emittierte 2 Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Mrd. Euro, die in 2015 und 2018 endfällig werden. Der Autobauer besitzt kein Investment-Grade Rating und wird im „Ramschbereich“ bewertet. Für die kürzere Laufzeit wurden 5,25% und für die längere Laufzeit 6,25% als Zins ausgelobt. Zu besseren Konditionen konnte sich allerdings der französische Wein- und Spirituosen-Konzern Pernod-Ricard am Kapitalmarkt refinanzieren. Für 1 Mrd. Euro frisches Kapital mussten bei einer Laufzeit bis 2017 lediglich 5,00% geboten werden. Im Zuge erhöhter Renovierungsvorhaben hat sich der Hersteller von Sanitärarmaturen, Grohe, entschieden, ebenfalls 500 Mio Euro neues Kapital am Markt aufzunehmen. Dieses Kapital soll allerdings zur Rückzahlung von bestehenden Anleihen verwendet werden. Verzinst wird dieses Papier mit einem variablen Kupon, der alle 3 Monate angepasst wird und über 400 Basispunkte über dem 3 Monats Euribor liegt. Aktuell bedeutet dies 5,17%. Bei einer Beurteilung B2/B- seitens der Ratingagenturen, ist ein Engagement allerdings als hoch spekulativ zu bezeichnen. Spiegelfechterei 2.0. Die Ergebnisse der Pressekonferenz des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, vom vergangenen Donnerstag werden noch viele Wochen nachhallen. So wurden die Märkte auf eine Zinserhöhung vorbereitet, allerdings wurde der Ausstieg aus den unkonventionellen Maßnahmen erneut verschoben. Zumindest bis Juli gilt für die Banken, sich unbegrenzt Liquidität zu einem festen Zinssatz beschaffen zu können. Zu diesem Schritt sah man sich gezwungen, um die noch immer unter der Finanzkrise leidenden Banken nicht weiter unter Druck zu setzen. Dies kann auch mit den nahenden Stresstests zusammenhängen. Sollten die momentan anlaufenden Stresstests nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, so wären die betroffenen Banken noch über die EZB abgesichert. Die Spiegelfechterei des vergangenen Jahres darf sich nicht mehr wiederholen und man scheint aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Die Risiken aller Bücher sollen bewertet werden. Damit sollte auch die Aussagekraft der Tests deutlich erhöht werden. Dies schließt aber auch die Gefahr ein, dass wesentlich mehr Prüflinge das Klassenziel nicht erreichen. Somit schließt sich der Kreis und die Banken werden schon heute hübsch gemacht. Einem Banker namens Axel Weber war das allen Anschein nach schon seit längerer Zeit suspekt. Nur so sind seine Schritte weg von der Deutschen Bundesbank hin zum Lehrstuhl und evtl. zurück in eine andere verantwortungsvolle Position in der Finanzbranche zu erklären. Anleihe zu verschenken? Die Handlungsweise der Europäische Zentralbank erinnert im Entferntesten an die „Erfolgstory E10“. Bei einem längst überfälligen Gespräch wurde die weitere Vorgehensweise besprochen und der Verbraucher soll nun aufgeklärt werden. Dies wäre auch für den Knabenchor bei der EZB angebracht. Jeder hat zu allem etwas zu sagen und so melden sich im Vorfeld diverser Treffen der EU-Finanzminister und der Staats- und Regierungschefs führende EZB-Notenbanker immer wieder zu Wort. Jeder meint das Ei des Kolumbus gefunden zu haben. Mal geht es um die Ausstattung des EU-Rettungsschirms, mal um den Ankauf von Anleihen durch die EZB. Nun wurden wieder Überlegungen angestellt, ob man nicht auch andere Vermögenswerte – neben Staatsanleihen – kaufen sollte. Gleichzeitig fragen sich aber andere Notenbanker, wie sie die angekauften Titel wieder loswerden. Diese Überlegung fußt vielleicht auf einer Berechnung, wie viele Staatsanleihen die Amerikaner tagtäglich über einen Zeitraum von zwei Jahren wieder verkaufen müssten, um wieder bei Null zu sein. Die Zahl will keiner hören, denn die Europäische Zentralbank wäre innerhalb einer Woche bei dem gleichen täglichen Volumen schon wieder aus dem Markt. Diese Fehler gilt es zu vermeiden und somit sind die Gedanken nach dem weiteren Vorgehen angebracht. Der Ankauf von Anleihen kann ein Fass ohne Boden werden und birgt viele Risiken. Eine Möglichkeit wäre die Übertragung der Anleihen von nominal fast 80 Milliarden Euro auf den Europäischen Rettungsschirm EFSF. Damit erhofft man sich seitens der Notenbanken, sich wieder auf die eigentlichen Ziele konzentrieren zu können. Die Zeit drängt, da inzwischen die Bonität griechischer Anleihen sogar noch unter Ramschniveau gesehen wird und sich in den Bankbilanzen somit neuer Sprengstoff angesammelt hat. Eine EZB hat sicherlich kein Interesse, sich dem Vorwurf des bewussten Vernichtens von Vermögenswerten aussetzen zu müssen. Die Situation spitzt sich weiter zu und es ist zu befürchten, dass Griechenland das erste Opfer sein wird, das auf dem Altar der Glaubwürdigkeit geschlachtet wird. Notenpresse oder Bremsen? Die Lösung aller Finanzkrisen kann nur in Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem größten Schuldner der Welt, der USA, funktionieren. In den nächsten Wochen werden sich die Politiker zu einer Erhöhung der Verschuldungsgrenze durchringen müssen und gleichzeitig stellt sich die Frage wie sich die amerikanische Notenbank nach dem Auslaufen der Ankaufprogramme ab Juli verhalten will. Legt die Notenbankpresse eine weitere Sonderschicht ein oder wird abrupt gebremst. Die Zeichen stehen auf bremsen! China und Japan können mit der momentanen Situation nicht glücklich sein, da die Schulden im Vergleich zum BIP in den letzten Jahren explodiert sind. Inzwischen werden in den USA aber auch erste Stimmen laut, die eine Vorbereitung der Märkte auf eine Zinserhöhung fordern. Ob das für den angeschlagenen Immobilien- und Arbeitsmarkt hilfreich ist, darf bezweifelt werden. Allerdings ist die Zeit der Augenwischerei vorbei und auch die Amerikaner müssen den Tatsachen in die Augen blicken. Immer nur ausländische Krisenherde bekämpfen und so die Patriotismuswelle reiten, ist keine Lösung von Finanzproblemen. Die Struktur der Wirtschaftsmacht USA steht auf dem Prüfstand und eine radikale Umorientierung von einer Dienstleistungsgesellschaft zu einer produzierenden Gesellschaft muss das Ziel sein. Über mehr Produktivität sollten auch Steuermehreinnahmen zu erzielen sein, die wiederum in den Schuldenabbau fließen sollten. Das eine ist die Theorie, das andere die Praxis. Ohne die Mutter aller Blasen (Liquiditätsschwemme Amerikas) einzudämmen, ist das Finanzsystem nur noch mittels der gegenseitigen Beteuerungen stabil. Die Rahmenbedingungen sind suboptimal, denn durch den infolge der Unruhen in den arabischen Ländern steigenden Ölpreis besteht die Gefahr einer weltweiten Rezession. Dadurch würde sich die Lage nochmals zuspitzen. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Die Notenbanken unter Zugzwang

Die Notenbanken unter Zugzwang Russland und China haben es bereits gemacht, wir aber noch nicht. Die Rede ist von der Zinserhöhung, Tagtäglich wird am Beispiel der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England (BoE) überdeutlich, dass mit den immer stärker steigenden Preisen auch der Druck auf die Entscheidungsgremien proportional anwächst. Nachdem in der Eurozone, durch die gestiegenen Energiepreise, die Teuerungsrate im Februar auf 2,4% angestiegen ist, geht nun die Diskussion um die Geldpolitik erst richtig los. Zur Vermeidung einer Lohn-Preis-Spirale muss man sich etwas einfallen lassen. Mit Spannung schaut man an diesem Altweiberdonnerstag also auf die erste Pressekonferenz der EZB nach Weber’s Ausstieg. Die Kostensteigerung bei Grundversorgungsgütern hat erste Priorität, da ansonsten zum Ausgleich des Kaufkraftverlusts mit empfindlichen Forderungen seitens der Gewerkschaft zu rechnen ist. Bisher hat die Angst um Libyen noch die Inflationssorgen gedämpft, aber angesichts der gestiegenen Rohölpreise wird die Rückkehr zu den alten Höchstständen nicht ohne Folgen bleiben. Auf der heutigen EZB-Sitzung und der anschließenden Pressekonferenz wird sich wieder alles um das Thema Inflation drehen. Sollte es Jean-Claude Trichet gelingen, die Märkte von der funktionierenden Möglichkeit einer kurzfristigen Verwerfung am kurzen Laufzeitende in Verbindung mit langfristig niedrigen Zinsen zu überzeugen, so wäre der Weg für die Zins-Falken geebnet. Bei der EZB beobachtet man noch die Märkte, aber bei der BoE sind die Zins-Falken bereits auf dem Vormarsch. Bei der amerikanischen Notenbank (Fed) allerdings ist an einen solchen Schritt noch nicht zu denken. Lediglich die Verteuerung der Notkredite für Banken mittels des Diskontsatzes ist eine Option und auch hierzu mehren sich die Stimmen. Lauschen wir also gespannt den Worten unseres Notenbankpräsidenten und versuchen auch aus der Ausgestaltung des Tenders, Rückschlüsse über die weitere Zinspolitik zu ziehen. Brauchen die USA China oder umgekehrt? Nach der Umstellung der Zählweise ausländischer Gläubiger hat sich herausgestellt, dass China weit mehr Anleihen der USA besitzt, als noch im Februar angenommen. Bisher wurden in der Statistik lediglich die in den USA getätigten Käufe erfasst und nun erstmals auch die im Ausland gekauften Bonds addiert. Daraus ergibt sich, dass die USA ca. 1,2 Billionen US-Dollar den Chinesen schulden. Das macht die Lage nicht besser, da die Abhängigkeit der beiden Großen keine Einzelbetrachtung des Problems zulässt. Einerseits ist die USA auf das Wohlwollen Chinas angewiesen, andererseits aber ist China so stark in Amerika involviert, dass man sich einen Ehekrach finanziell nicht leisten kann. Keiner der beiden kann den anderen verärgern, ohne sich selbst zu strafen. Bisher versuchten Mediziner siamesische Zwillinge zu trennen, aber in diesem Fall wird die Politik alles daran setzen, gemeinsam aufzutreten. China verdeutlicht diese neue Gemütslage mit einer geänderten Wortwahl zum Wert des Yuan. Um die Abhängigkeit aber dennoch zu mindern, geht man auf Brautschau in Europa. Die Beteiligungen an den Häfen in Italien, Griechenland und Portugal erschließen neue Vertriebswege in Europa. Auf diesem Wege sind nicht alle Wirtschaftsgüter zu erfassen und Vernichtungsaktionen von Plagiaten (à la Hamburg) wird es in diesen Häfen nicht geben. Not macht erfinderisch In Zeiten klammer Staatskassen kommen Politiker auf die absurdesten Ideen. Dass die EU-Kommission zur Finanzierung milliardenschwerer Projekte die Begebung spezieller Anleihen vorschlägt, überrascht nicht wirklich. Es soll sich hierbei u.a. um Infrastrukturfinanzierungen handeln. Die EU-Kommission will hierzu lediglich mit Garantien einen Teil der Risiken übernehmen. Erfindungsreich sind aber auch unsere deutschen Politiker. Bei Ebbe in der Staatsschatulle ist das bis 2015 angestrebte Ziel eines Entwicklungshilfeanteils von 0,7% des Bruttonationaleinkommens nicht zu erreichen. Somit wurde der „Entwicklungsschatzbrief“ ins Leben gerufen. Dieses für 2012 vorgesehene Wertpapier ist für Anleger geeignet, die kein Geld spenden wollen, aber anderen Nationen helfen möchten. Diese Hilfe wird nicht verzinst, sondern den Investoren wird lediglich entsprechend der Inflation ein Ausgleich gewährt. Wie groß die Akzeptanz für solche Konstrukte ausfallen wird, muss abgewartet werden. Eines ist aber sicher, Schattenhaushalte werden die Folge sein. Akzeptanz der Griechen fehlt Inzwischen werden die Anleger unruhig und beobachten Griechenland unter einem neuen Blickwinkel. Zum Jahresende werden die Schulden mindestens auf 152% des Bruttoinlandprodukts angestiegen sein. Diesen Schuldenberg bei einem 10%-igen Schwund der Wirtschaftsleistung abzutragen, ist eine schier unlösbare Aufgabe. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung nicht vollumfänglich hinter der Regierung steht und die Gewerkschaften gegen die Regierungspläne mobil machen. Es ist aber eine innere Akzeptanz gepaart mit Hilfe von Außen notwendig, um die Krise zu bewältigen. Nur so kann es klappen und nicht Verweigerung von Innen und noch mehr Hilfe von Außen. Die in diesem Zusammenhang diskutierte Hilfe für griechische Banken seitens des Europäischen Finanzstabilisierungsfonds ist meines Erachtens nur bedingt der richtige Ansatz. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de Disclaimer Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande. Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument “Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft” das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können. Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen. Copyright © 2011: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland. Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Bondmarkt wie eine Rechnung mit mehreren Unbekannten

Bondmarkt wie eine Rechnung mit mehreren Unbekannten Der Bondmarkt kann derzeit mit einer Rechnung mit mehreren Unbekannten verglichen werden. Aus diesem Grund gibt es alle möglichen Versuche, mit der Situation zu recht zu kommen – bei Anlegern, Emittenten und Regulieren. Da gibt es zunächst die Beobachtung, dass Neuemissionen aus dem Bereich für gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds) und Bankanleihen dem Markt die Liquidität entziehen. Dies hat vor allem Auswirkungen auf Bonds mit mittleren Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren, die aufgrund der Emissionswelle bei Covered Bonds weniger nachgefragt werden. Da sind diejenigen, die weiterhin Anleihen der Schuldensünder Griechenland und Irland nachfragen – aber eben nur im kurzfristigen Bereich. Entsprechend gehen hier die Spreads zurück. Während Langläufer, wenn überhaupt, nur vorsichtig angefasst werden. Nach wie vor bleiben für die Hellas-Bonds Befürchtungen über Umschuldungspläne der Regierung in Athen der Unsicherheitsfaktor Nummer eins. Für Irland geht man davon aus, dass das Land sich zwar retten lässt. Die Opposition in Dublin aber hat schon avisiert, dass sie im Falle eines Wahlsiegs das EU-Hilfspaket nochmals aufschnüren will, um nach zu verhandeln. Da gibt das das neu entdeckte Finanzinstrument Contingent Convertible Bonds (Cocos), die bedingten Pflichtwandelanleihen. Was die Finanzaufseher daran lieben ist der Umstand, dass durch die Wandlung der Cocos von Schulden in Eigenkapital im Krisenfall die Gläubiger die Rechnung bezahlen und nicht mehr der Steuerzahler. Auch der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht liebäugelt mit dem Gedanken, diese als Eigenkapitalpuffer geeigneten Wunderwaffen künftig vorzuschreiben. Da werden im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs Wertpapiere neu entdeckt, die auf Immobilen setzen. UBS und Deutsche Bank planen eine Anleihe, die mit US-Gewerbeimmobilien unterlegt ist. Noch gilt die Platzierung solcher Commercial Mortgage Backed Securities als schwierig. Denn zumindest seit Beginn der Finanzkrise galt die Emission solcher Papiere als Griff in den Giftschrank. Und da wäre noch ein gewisser Emissionsboom bei Anleihen von mittelständischen Unternehmen. Verdienstvollerweise haben dafür gleich mehrere Börsen spezielle Segmente eingerichtet. Allerdings leiden diese bisweilen unter einem Mangel an Transparenz und dem Maß der Kapitalmarktfähigkeit einzelner Emittenten. Noch sind die Mittelstandsanleihen beliebt – vor allem bei Privatanlegern. Aber dennoch sollten diese sich klar machen, dass die bisweilen verlockende Rendite immer noch als Gradmesser für das Risiko, das man eingeht, anzusehen ist. Denn sollte es hier zu einem Adressausfall kommen, wären es wieder mal die Privatanleger, die man verprellt hätte. Gesunkene Renditen sorgen bei Corporates für müden Handel Der Handel mit Unternehmensanleihen und High-Yield Anleihen verhielt sich in den vergangenen Tagen freundlich. Große Neuemissionen standen in dieser Woche nicht auf der Agenda. Lediglich der belgische Telekommunikationskonzern Belgacom S.A. begab eine Anleihe über 500 Millionen Euro. Der schläfrige Handelsverlauf ist auf die stark gesunkenen Renditen zurück zu führen. Zuletzt wurde beispielweise eine Continental-Anleihe mit Laufzeit 2017 mit 5,42% Rendite gehandelt. Dieses Verhältnis von Rendite und Risiko ist für viele Marktteilnehmer schlicht uninteressant. Im Handel mit Corporate Bonds standen im Wesentlichen die jüngsten Neuemissionen im Fokus. Spitzenreiter war die Anleihe von EDP, dem niederländischen Stromanbieter. Auf Platz 2 und 3 waren die Anleihen von Portugal Telecom und Gas Natural zu finden. Auch in der Neuemission des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine AG sorgte für regen Handel. Allein vier Telekommunikationskonzerne platzierten in dieser und der vergangenen Woche neue Anleihen am Markt. Belgacom S.A. brachte in dieser Woche eine ungeratete Anleihe über 7 Jahre und einem Kupon von 3,875%. Zuvor waren die spanische Telefonica, die portugiesische und italiensche Telekom an der Reihe. Alle vier Emittenten konnten sich sehr erfolgreich am Markt Kapital beschaffen. Telekommunikationskonzerne sind grundsätzlich antizyklische Titel, die eine gewisse Resistenz gegen Krisen aufweisen und eine stabile Ertragslage im Vergleich zu zyklischen Titeln haben. Dieser Trend könnte ein Signal dafür sein, dass die Krise doch noch nicht überstanden ist. Auch die unverändert hohe Staatsverschuldung, der hohe Euro Wechselkurs und die Sorge vor möglichen Zinssteigerungen könnten dem Konjunkturaufschwung schneller abbremsen als gedacht. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de

Premiere des EU-Rettungsfonds ist kein Grund zur Euphorie

Premiere des EU-Rettungsfonds ist kein Grund zur Euphorie Auch wenn es sich nach dem berühmten Spucken in die Suppe anhört – dass der EU-Rettungsfonds in dieser Woche mit seinem Anleihendebüt eine rekordverdächtige Zeichnungswelle ausgelöst hat, ist in Wirklichkeit keine Kunst. Einem zu platzierenden Volumen von 5 Mrd. Euro standen in den Orderbüchern Aufträge in einem Umfang von stattlichen 44,5 Mrd. Euro gegenüber. Doch das sollte nicht verwundern, weil zum einen der Bond mit 2,89% eine Rendite abwirft, die deutlich über der vergleichbarer Bundesanleihen liegt und die guten Euro-Schuldenländer für eine hohe Bonität sorgen. Zum anderen hatte Japan durch die angekündigte Abnahme von 1 Mrd. Euro von vorne herein den Erfolg der Emission begünstigt. Dass die massive Überzeichnung des Bonds nun von mancher Seite als Riesenerfolg beschrieben wird, sollte eher zur Vorsichtig mahnen. Denn wer garantiert, dass mit dem gelungenen Emissionsdebüt des Rettungsfonds nicht Stimmung gemacht wird für das, was da noch kommen soll. Das könnte nämlich die Emission des ersten Eurobonds sein, für den der Bonden jetzt bereitet wird. Nachtigall, ick hör’ dir trapsen. So bewertete man auch im Handel die hohe Nachfrage nach dem Bond als unrealistisch. Denn es ist typisch für Investoren, dass bei gefragten Neuemissionen die Zeichnungssumme hochgetrieben wird, damit die Zuteilungssumme möglichst hoch ausfällt. Insgesamt wurde die Anleihe unter rund 500 Investoren aufgeteilt. Schwerpunkt der Abnehmer waren Anleger aus dem asiatischen Raum mit einem Anteil von rund 37%. Allein Japan hat 1 Mrd. Euro erworben. Zweitstärkste Fraktion waren britische Adressen mit rund 15% des Emissionsvolumens. Von der Anleihe gehen 3,3 Mrd. Euro an Irland in Form eines Kredits. Das restliche Kapital von 1,7 Mrd. wird für mögliche Bonitätsverbesserungen vorgehalten. Damit soll gewährleistet werden, dass das Rating von AAAe stabil bleibt. Nun liegt es jedoch an Irland die Verbindlichkeiten aus fristgerecht und ordentlich zurückzubezahlen. Zinsdruck nach oben In der abgelaufenen Handelswoche bildete sich aus den unterschiedlichsten Gründen eine Aufwärtsbewegung bei den Zinsen heraus. Erstmals seit ca. eineinhalb Jahren notierte der Tagesgeldsatz im europäischen Interbankengeschäft wieder über dem von der Europäischen Zentralbank festgelegten Leitzins. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, und sicherlich spiegelt sich darin eine infolge aufkommender Inflation und eines rekordverdächtigen Anstiegs der Importpreise in Deutschland wider. Die gestern veröffentlichten deutschen Importpreise sind im Dezember in einer seit 29 Jahren nicht erreichten Größenordnung gestiegen. Sie zogen um sage und schreibe 12% gegenüber dem Vorjahresmonat an. Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf die Kostenerhöhung bei Energie, Rohstoffe und Nahrungsmittel. Dieses Problem trifft aber nicht nur Deutschland, sondern insbesondere Großbritannien. Die Inflation ist dort ebenfalls merklich angestiegen, allerdings geht dies mit einem gleichzeitigen Einbruch der Wirtschaftsleistung einher. Die britische Notenbank steht somit vor einer schier unlösbaren Aufgabe und spielt weiterhin auf Zeit. Zu groß ist die Angst aller Notenbanken das mühsam, mit großer rhetorischer und finanzieller Kraft gehegte zarte Konjunkturpflänzchen mit einer Zinserhöhung zunichte zu machen. In Deutschland könnten wir zwar eine Zinserhöhung verkraften, aber alle unsere Partnerländer würden unter der neuerlichen Zinslast stöhnen. Nun beginnt die eigentliche Arbeit der Zentralbanker, denn nun muss fein justiert werden. Inflation in dosierten, nicht toxischen Mengen zulassen, Zinslasten für die öffentlichen Haushalte auf niedrigem Niveau halten, Haushaltsdisziplin von den Politikern einfordern, Zuversicht ausstrahlen, Wirtschaftswachstum generieren und mit neuen Stresstests das Bankensystem stabilisieren. Der Markt für Corporate Bonds kommt wieder in die Gänge Der Primärmarkt meldet sich zurück. Nachdem die Anfangswochen des Jahres ruhig verliefen, wurden diese Woche zahlreiche Neuemissionen ausgegeben. Mit Telefonica, Iberdrola und Elepor hatten gleich drei Unternehmen von der Iberischen Halbinsel ihren Auftritt am Kapitalmarkt. Den Anfang machte diese Woche der spanische Telekommunikationsanbieter Telefonica. Die 6-jährige Anleihe zahlt einen Kupon von 4,75% und liegt im Vergleich zu den ausstehenden Telefonica-Anleihen recht günstig, was zu einer hohen Nachfrage führte. Die Anleihe wird mit Baa1/A- benotet und ist 1,2 Mrd. Euro schwer. Aufgrund der Mindestanlagesumme von 100.000 Euro ist sie eher an institutionelle Investoren gerichtet. Ebenso gut nachgefragt war die Anleihe des spanischen Stromerzeugers Iberdrola, der 750 Mio. Euro einsammelte und seine Anleihe mit 3,875% verzinst. Das Papier läuft bis 2014 und wird mit einer Bonität von A3/A- eingestuft. Attraktiv gepreist wurde die Anleihe des portugiesischen Energieversorgers Energias de Portugal. Aufgrund des Länderrisikos von Portugal muss das Unternehmen, obwohl mit einem guten Rating von A3/A- ausgestattet, tiefer als seine Mitkonkurrenten in die Tasche greifen und seinen Investoren 5,875% Zinsen bieten. Sehr viele Marktteilnehmer fanden gefallen an dem hohen Kupon und so war die Schuldverschreibung 20zigfach überzeichnet. Aus Deutschland kam eine neue BMW-Anleihe mit einer Laufzeit bis 2016 und einem Kupon von 3,25%. Diese war zugleich die umsatzstärkste Position im außerbörslichen Rentenhandel für Unternehmensanleihen. Mit Gecina SA und RTE EDF besorgten sich zwei französische Unternehmen Geld am Kapitalmarkt. Das Immobileinunternehmen Gecina SA platzierte 500 Mio. Euro mit einem Kupon von 4,25% und einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Betreiber des französische Stromnetzes RTE EDF besorgte sich 500 Mio. und zahlt seinen Investoren 4,125% für seine 10-jährige Anleihe. Nicht geratet ist das österreichische Stahlunternehmen VOESTALPINE AG. Das Pendant zur deutschen Thyssen-Krupp AG emittierte eine 7-jährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75%. Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de

Griechenland: Rettung ohne EU-Gelder möglich!

Griechenland verfügt durchaus über Ressourcen, um eine solche Krise allein zu bewältigen. Wir sprachen mit einem renommierten Wirtschaftsexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der praktikable Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Rettung Griechenlands ohne EU-Hilfen aufzeigt…


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