7 typische SEO-Fehler von Anfänger

Jeder fängt irgendwann mal an – auch im SEO. Da die Suchmaschinenoptimierung kein leichtes Thema und vor allem sehr schnelllebig ist, ist es häufig so, dass Anfänger nicht hinterherkommen und Fehler begehen. Da täglich unzählige neue Blogposts erscheinen, die wieder neue Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung geben, ist es für Neulinge gar nicht mal so einfach, dem ganzen zu folgen und da anzusetzen, wo es wichtig ist. Ich möchte heute mal auf 7 Fehler hinweisen, die SEO-Anfänger typischerweise begehen und möchte dabei darauf hinweisen, wie man diese Fehler umgeht.

1) Kein Konzept, keine Analyse

Am Anfang hat man immer eine Idee, was auf eine Webseite soll und hofft, dass man diese Idee gut umgesetzt in die Rankings schießen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass viel zu wenig Analysen von Anfängern gemacht werden. Es fängt schon bei der Keyword-Recherche an: Als Anfänger hört man diese Wortkombination und denkt sich: “Hm, dann denke ich mir mal ein paar Keywords aus”. Viel mehr geht es aber darum, herauszufinden, welche Keywords für mich bzw. für mein Themenfeld ebenfalls relevant wären, um weiteren Traffic anzulocken. Auch die Konkurrenz-Analysen werden oft vernachlässigt, da man am Anfang eines Projektes gerne noch in dem glauben lebt, das eigene Projekt würde schon “irgendwie” ranken.

Auch fehlen häufig die Konzepte hinter den Webseiten. Handelt es sich um eine Informations-Webseite oder sollte man hier lieber ein Vergleichsportal aufsetzen? Wie baue ich dieses Vergleichsportal auf: Eher nach eigenen Tests und Bewertungen oder lasse ich die Nutzer die Produkte/Dienst/etc. bewerben?

Mein Tipp: Schaut euch vorher eure Konkurrenz und relevante Keywords an, die ihr verwenden könnt. So steigert ihr nicht nur eure Sichtbarkeit mit der Zeit, sondern auch die Besucherzahlen. Lassen euch außerdem ein Konzept einfallen: Was macht die Konkurrenz? Könnt ihr es vielleicht besser oder dem Konzept der Konkurrenz noch etwas hinzufügen?

2) Kein Probieren, nur Studieren

Wie oft habe ich es selber erlebt habe, dass man Blogs, Studien, neue Erkenntnisse und, und, und studiert und in sich aufsaugt, kann ich schon gar nicht mehr zählen. Natürlich sind solche Erkenntnisse, etc. sehr interessant und können den eigenen Wissensstand erweitern. Allerdings versuchen SEO-Anfänger zu wenig auf eigene Faust. Besonders im Linkbuilding wird häufig nur studiert aber eben nicht mal selber probiert. Getreu dem Motto: “Bevor ich mir die Seite abschieße, baue ich lieber erstmal nur einen Link pro Woche auf”. Wieso baut man denn nicht einfach mal zwei Links pro Woche auf? Oder drei? Vielleicht verschenkt man durch seine “zu vorsichtige” Arbeit ja auch eine Menge potenzial? Die Angst, ein Projekt komplett abzuschießen ist zwar richtig und angebracht, allerdings passiert dies nicht, wenn man sauber arbeitet und keine schmutzigen Links kauft.

Mein Tipp: Selber mal ein wenig ausprobieren und die Optimierung durch die eigene Handlung lernen. Beim zu vorsichtigen aufbauen von Links zum Beispiel kann es sehr gut sein, dass man enormes potenzial verschenkt. Ich sage euch: Schießt ruhig mal die ein oder andere Domain durch eure Tests ab. Nur so lernt ihr!

3) Nein, das ist ein Geheimnis – Ich schäme mich!

In der Kommunikation mit anderen SEOs kommt es häufig vor, dass man sich über bestimmte Branchen und Projekte unterhält, dabei aber mit der URL hinter dem Berg hält. Ich frage mich dauernd: Warum eigentlich? Schämt ihr euch für eure Seite, euren Bereich oder euren Content. Dann frage ich mich, wieso ihr überhaupt eine Webseite ins Internet stellt, für die ihr euch doch sowieso schämt. Ich persönlich gebe auch nicht jedem meine Projekte preis, besonders nicht, wenn es sich um Personen handelt, die ich nicht kenne und mich nach 2 Zeilen Chat gerade heraus auf meine Webseiten ansprechen.

Mein Tipp: Verratet eure Projekte anderen Leuten, denn so öffnen sich viele neue Türen für euch. Andere SEOs haben zum Beispiel auch einige Projekte, mit denen sich Links tauschen lassen. Oder sie kennen jemanden, der euch Links geben könnte. Oder sie können euch bei Problemen helfen. Wenn ihr euch für eure Webseite inklusive der Inhalt schämt, dann arbeitet so lange an ihr, bis ihr euch nicht mehr schämt. Oder stellt die Seite offline.

4) Kommunikation. Mit allen.

Sich mit anderen SEOs austauschen ist ein wichtiger Punkt. Hier können Anfänger viel lernen und auch nette Links abstauben. Das Problem: Es gibt einfach bekannte SEOs, mit denen Anfänger sich lieber unterhalten, weil sie denken, mehr lernen zu können. Mit den weniger bekannten SEOs, die vielleicht keine Blogs haben die mehrere hundert male Retweetet und geliked werden, unterhält man sich dagegen eher weniger. Man hat hier das Gefühl, dass man ebenfalls mit einem Neuling spricht, der genau so wenig Ahnung hat wie der Anfänger.

Mein Tipp: Unterhaltet euch mit allen! Mit bekannten SEOs aber auch mit den weniger bekannten SEOs. Nur weil jemand 50.000 Tweets gesendet und 6000 Follower hat, ist er deswegen noch lange nicht besser als jemand, der vielleicht nur 1000 Follower hat und nur 10.000 Tweets. Nur weil jemand keinen SEO-Blog führt, ist er kein schlechter SEO. Er schreibt vielleicht nur nicht gerne oder hat dafür keine Zeit. Unterhaltet euch also mit jedem. Auch mit Personen, die ihr nicht mögt.

5) SEO-Tools ftw!

SISTRIX, Searchmetrix, Xovi, OnPage, Seitwert und wie Sie alle heißen: SEO-Tools erleichtern uns unseren Arbeitsalltag. Anfänger sind oft der Meinung, dass SEO-Tools ein muss sind und man dort wichtige Informationen erhält, wie man die eigene Seite mit allen gewünschten Keywords extrem pushen kann. Ok, Daten erhält man wirklich, aber keines der SEO-Tools gibt eine Garantie auf gute Rankings. Viele Anfänger sind der Meinung, dass man ohne SEO-Tools nicht arbeiten kann und am besten alle Tools besitzen muss. Stimmt nicht!

Mein Tipp: SEO-Tools sind cool, machen Spaß, erleichtern den Arbeitsalltag und können bei richtiger Anwendung auch wichtige Daten geben. Aber: Ohne SEO-Tools geht es auch! Vor allem, wenn es das beste SEO-Tool sogar noch umsonst gibt (Google Webmastertools). Am Anfang würde ich auf die Tools verzichten, da sie wirklich recht teuer sind und die Optimierung eben auch ohne Tools vorgenommen werden kann.

6) Es wird einmal optimiert

Besonders häufig sieht man diesen Fehler bei SEO-Anfängern (aber auch bei erfahrenen SEOs): Es wird ein Projekt gelauncht, welches dann einmalig optimiert wird. Dass es sich bei der Suchmaschinenoptimierung aber um einen stetigen Prozess handelt, ist den wenigsten überhaupt bewusst. Google ändert fast täglich seinen Algorithmus und rollt immer wieder größere Updates aus (Panda, Penguin), welche für einen Rankingverlust schuldig gemacht werden. Das Problem: Hier hat man sich als Anfänger-SEO zu sehr auf das Ranking konzentriert und andere Werte wie die Bounce-Rate oder Verweildauer außer acht gelassen. Diese sind jedoch wichtig für Google um zu sehen, wie die Nutzer auf den Inhalt reagieren. Ein Projekt befindet sich also stets in der Optimierung, um solchen Updates vorzubeugen und um dem Nutzer die Inhalte zu liefern, die er auch wirklich sehen möchte.

Mein Tipp: Nicht nur einfach blind Content erstellen und mit Links befeuern, sondern auch schauen, dass Werte wie Bounce-Rate, Verweildauer, etc. passen. So beugt ihr nicht nur den schlimmen und berüchtigten Updates vor, sondern zeigt Google auch noch: “Hey, bei uns fühlen sich die Leute wohl”.

7) Keine Ausdauer und Geduld

Suchmaschinenoptimierung ist nichts, was man “mal eben” macht. Es braucht Zeit, Geduld und viel Ausdauer. Bis entsprechende Besucherzahlen über den reinen SEO-Traffic vorhanden sind vergehen nicht nur Stunden, Tage, Wochen, sondern auch mal eben Monate. Das Problem ist, dass viele Anfänger in der SEO-Branche bis dahin schon die Lust am Projekt verloren haben und sich nicht mehr um das Projekt kümmern.

Mein Tipp: Am besten ist, wenn man sich Themen für die eigenen Projekte aussucht, die einen selber auch interessieren und mit denen man sich ruhig länger beschäftigen kann, ohne dass euch langweilig wird oder ihr die Lust verliert. Am besten eignet sich dazu immer ein Thema, welches man selber als Hobby betreibt.

 


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