Wo finde ich WordPress-Themes und was gibt es zu beachten?

Nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder am Webmaster Friday beteiligen, der an diesem Freitag ein wirklich tolles Thema aufgegriffen hat: WordPress Themes: “WordPress-Themes – wo findet man sie und worauf sollte man achten?”. Ein Thema, mit dem ich mich selber recht häufig beschäftige, da die Theme-Anbieter dazu übergegangen sind, möglichst viele Funktionen in die Themes einzubauen, die aber von den User nicht alle genutzt werden. Zudem möchte ich noch ein wenig intensiver auf das Thema eingehen.

WordPress ist ein sehr beliebtes “CMS” bzw. Blog-System und kommt nicht nur auf Millionen von Blogs zum Einsatz, sondern auch auf vielen Firmen-Webseiten, Landingpages, Portalen und Communitys. Doch wieso eigentlich? WordPress ist kostenlos, einfach zu installieren, beliebig erweiterbar und kinderleicht zu bedienen. Außerdem lassen sich mit WordPress-Plugins nützliche Funktionen dem System hinzufügen, die WordPress nicht von Hause aus mitbringt. Außerdem gibt es noch unzählige von WordPress-Themes, die sich kostenlos aus dem Internet geladen oder (die Premium-Themes) gekauft werden können. WordPress kann ich also praktisch ganz nach meinem Wunsch anpassen.

Wo findet man WordPress-Themes?

Viele Anfänger tun sich schwer, WordPress Themes zu finden und nutzen erst einmal die Datenbank von WordPress.org. Hier stehen zum aktuellen Zeitpunkt ganze 1592 kostenlose Themes zur Verfügung, die sich direkt herunterladen und auf dem eigenen Blog installieren lassen. Doch was tue ich, wenn ich ein hochwertigeres Theme haben möchte? Viele würden jetzt die Antwort geben: Kaufen. Nun, dass wäre eine alternative, aber in Wirklichkeit gibt es auch noch viele weitere Anbieter, auf denen kostenlos WordPress Themes heruntergeladen werden können.

Das Problem allerdings ist, dass es hierfür nicht so große und bekannte Anbieter bzw. Datenbanken gibt, in denen sich die kostenlosen Premium-WordPress Themes durchsuchen lassen. Viele Theme-Designer stellen die eigenen Themes einfach nur auf der eigenen Seite aus, um zum Beispiel Links zu ergattern. Wer Google nutzen kann, wird auch einige Sammlungen oder Vorstellungen von kostenlosen Premium-WordPress Themes finden, die ebenfalls komplett gratis genutzt werden können.

Deutlich mehr Datenbanken gibt es für die wirklichen Premium-Themes, die sich verkaufen lassen: Zunächst einmal gibt es die großen Anbieter wie Themeforest und Mojo-Themes, die WordPress-Layouts in Hülle und Fülle für Geld anbieten. Diese großen Datenbanken werden ständig mit weiteren Themes versorgt, weil die Anbieter selber die Themes gar nicht gestalten und an WordPress anpassen. Hier haben Theme-Designer die Möglichkeit, ihre WP-Themes hochzuladen und damit pro Verkauf Geld zu verdienen. Die Anbieter (Themeforest, Mojo-Themes, etc), gönnen sich vom Verkaufspreis eine entsprechende Vermittlungsprovision, die häufig sehr hoch ausfällt. Dafür werden die Themes aber recht günstig angeboten und erfreuen sich dank der Beliebtheit solcher Datenbanken an vielen Sales.

Es gibt aber auch Webseiten von Theme-Herstellern, die auch über größere Datenbanken verfügen: Hierbei handelt es sich aber um Firmen, die solche Themes herstellen und auf der eigenen Webseite verkaufen. Damit man den Nutzern eine kleine Auswahl anbieten kann, werden auch mehrere Themes hergestellt und verkauft. Bekannte Anbieter für Premium-WordPress Themes sind WooThemes, WPzoom, elegantthemes und Studiopress.

Natürlich gibt es in diesem Bereich auch Partnerprogramme, so dass die Vermittler von WordPress-Theme-Käufern ein wenig Geld verdienen können. Hierbei gibt es aber den Vorteil, dass die meisten Merchants eine große Anzahl von Themes Anbieten, die man wiederum vermitteln kann. Die Affiliates im WP-Theme-Bereich arbeiten aber recht clever: Sie bauen Webseiten mit einer Auflistung aller Themes und kategorisieren diese, um den Nutzern eine Übersicht zu bieten, über dass was der Nutzer sucht. Beliebte Kategorien: Corporate, Magazine und Blogs. Eine gute Seite, auf der nicht nur sehr viele Themes gezeigt werden, sondern auch eine Auflistung vieler Theme-Anbieter geboten wird, ist wp-theme-base.de. Hier werden die WordPress Designs mit großen Screenshots und einer kurzen Beschreibung aufgelistet und angezeigt.

Worauf sollte man achten, wenn man ein WordPress Theme kauft?

Wer ein Theme kaufen möchte, sollte vor dem Kauf auf diverse Faktoren achten: Gibt es eine Live-Demo? Gibt es schlechte Bewertungen? Wenn ja: Warum? Solche Fragen gilt es zu klären. Wenn ich mir ein Theme kaufe, dann meistens aus dem Grund, weil es mir gefällt und zu dem passt, was ich mit dem Theme plane bzw. für welchen Bereich das Theme eingesetzt wird. Allerdings ist es mir in den letzten Monaten recht wichtig geworden, dass dass Theme auch eine responsive Design ist, also auf mobilen Endgeräten (Smartphones, Tablets) angezeigt werden kann. Denn: Mir ist aufgefallen, dass eine große Zahl an Besuchern mobil Unterwegs ist und ich diesen Besuchern auch einen tollen Besuch auf meinen Webseiten bieten möchte. Denn immerhin besuchten im letzten Monat stolze 226.531 Besucher eines meiner Webseiten, wovon ganze 72.968 mit mobilen Endgeräten (am meisten: iPhone und iPad) meine Webseite besuchten. Das sind immerhin stolze 32,21% der gesamten Besucher. Denen sollte man dann auch einen dicken Schritt entgegen gehen und eine mobile Seite bzw. ein responsive Design anbieten.

Unnötige Funktionen entfernen

Wer Leistung braucht, sollte unnötige Funktionen direkt aus dem Quellcode der Themes entfernen. Jede unnötige Funktion benötigt eine neue Datenbankabfrage, die wiederum die Datenbank belastet. Besonders bei Seiten mit größeren Besucherzahlen kann der Server schnell überlastet sein, deutlich langsamer werden und vielleicht sogar abstürzen. Also: Unnötige Funktionen und Abfragen aus dem Quellcode des Themes entfernen.

Selber machen statt Plugins zu nutzen

Ich weiß, dass ich mich wiederhole (hab es schon in mehreren Beiträgen geschrieben), aber versucht, auf möglichst viele Plugins zu verzichten. Denn auch Plugins greifen auf die Datenbank zu und stellen diese unter Last. Je mehr Plugins zum Einsatz kommen, desto mehr Last liegt auf dem Server. Um die Performance eurer Seite zu schützen, solltet ihr also auf überflüssiges Verzichten. Auch wenn die Plugins tolle Funktionen wie “Wer schreibt am meisten Kommentare”, “Welcher Beitrag wird am meisten gelesen?” hinzufügen, sollte man sich genausten überlegen, ob solche Plugins überhaupt einen Sinn ergeben. Zumal wirklich wenige Leser solche Plugins und Funktionen beachten bzw. anklicken.

Es gibt auch viele Plugins, die auf dem ersten Blick einen Sinn ergeben: Werbe-Plugins zum Beispiel oder eben die klassische Autorenbox unter dem Beitrag. Aber: Sowas schafft man auch ohne ein Plugin, welches die Datenbank belastet. Also: Schaut zunächst, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, die entsprechenden Extras selber in den Code einzubetten und ohne Datenbankabfrage zu lösen. Selbst für Laien, die sich nicht mit der Programmierung auskenne, gibt es genügend Tutorials, die die Vorgehensweise genau Erklären und die Codeschnipsel mitbringen.


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