Twitter: Neue Account-Funktionen für Verified Users

Twitter kündigt Börsengang anAm gestrigen Donnerstag wurde in den USA bekannt gegeben, dass Twitter laut einigen Presseberichten voraussichtlich im Frühjahr 2014 an die Börse gehen wird. Der Antrag hierfür bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC geschah vertraulich, wodurch Twitter bis kurz vor dem tatsächlichen Gang auf’s Parkett keine Unternehmensdaten preisgeben muss.

 

Dazu passen die neuesten Anstrengungen Twitters, sein Spektrum zu erweitern und insbesondere für Influencer, Prominente, Unternehmen und Marken zur beliebtesten Kommunikationsplattform zu werden: Neue Account-Features für Verified Users sollen dazu beitragen, dass diese Twitter komfortabler nutzen können.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten 500 000 Follower. Klingt verlockend? Ist es sicherlich nach kurzer Zeit nicht mehr, sofern Sie wirklich interaktiv kommunizieren möchten. Eine gigantische Menge an Tweets mit dem eigenen Namen als Erwähnung prasselt auf einen ein, die meisten davon nutzlos und Spam. Sich wirklich zu unterhalten ist schwierig, weil man unter “Erwähnungen” eben alle Erwähnungen in zeitlicher Reihenfolge sieht und erst nach dem Gesprächspartner suchen muss. Antworten werden so sehr leicht übersehen, gehen in der Masse unter.

 

Diesen Nutzern möchte Twitter nun helfen, wieder interaktiv kommunizieren zu können – einerseits sicherlich, um die Plattform gerade für Unternehmen und Marken interessanter zu machen, die schließlich auch potentielle Werbeträger sind. Andererseits ist es vermutlich auch ein Schachzug, der dazu führen soll, dass auch Prominente interaktiv kommunizieren und Twitter nicht nur als Portal für Pressemitteilungen und die Fan-Pflege nutzen.

Twitter stellt neue Filter-Funktion für verified Accounts vor

Zu den Neuerungen in verified Accounts gehört, dass unter “Verbinden” neue Filtermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Erwähnungen können in “All” (alle), “Filtered” (gefiltert) und “Verified” (verifiziert) gefiltert werden. Die Option “Filtered” soll Spam vermeiden, welcher mit steigender Follower-Anzahl natürlich zunimmt, indem er durch einen speziellen Algorithmus herausgefiltert werden soll. Wählt man die Option “Verified” werden nur Erwähnungen anderer verifizierter Accounts angezeigt, wodurch die verifizierten Nutzer unter einander einfacher kommunizieren können.

“Selecting “Filtered” will show mentions based on an algorithm we use to filter out spam, and choosing “Verified” means they’ll only see mentions from other verified accounts.” (Quelle: Offizieller Twitter-Blog)

 

An einer Reihe neuer Funktionen für Verified Users wird derzeit noch gearbeitet, die Filter-Möglichkeiten für Erwähnungen sind ein erster Schritt, der demnächst ausgerollt werden wird.

Twitter Verified Accounts

Die begehrte Twitter-Verification, das weiße Häkchen auf blauem Hintergrund, wird einem nicht gerade hinterher geworfen. Neben großen Unternehmen und Marken erhalten lediglich Magazine und Medien-Institutionen eine Verification, Prominente und bekannte Experten, offizielle Institutionen, Politiker und religiöse Institutionen. Twitter fasst dies in seinem Hilfe-Center mit “key interest areas” (Schlüsselgebiete des [öffentlichen] Interesses) zusammen. Sich für eine Verification bewerben oder diese beschleunigen kann man nicht.


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