Starke Links müssen nicht teuer sein

Linkaufbau ist die wohl schwerste Disziplin in der Suchmaschinenoptimierung: Zwar lassen sich Links kaufen, allerdings wird jeder von uns wissen, dass diese Links nicht das gelbe vom Ei sind. Grund: Die Linkverkäufer haben es auf das liebe Geld abgesehen und betreiben so viele Projekte für den Linkverkauf, dass nicht alle wirklich gute Metriken vorweisen können, selber nur schwache Backlinks haben und sehr oft sogar aus jedem Artikel heraus auf eine gekaufte Quelle mit einem Money-Keyword verlinken. So sieht es in den meisten Fällen aus. Es gibt zwar auch saubere Links zum kauf, allerdings handelt es sich hierbei um einen recht geringen Teil, im Vergleich zu recht fragwürdigen Linkquellen.

Fragwürdige Linkquellen – was heißt das überhaupt? Nun, dass ist recht schnell erklärt: Die Seiten verfügen über keine wirklich guten Metriken, obwohl sie schon seit längerer Zeit bestehen, werden kaum gepflegt, jeder Beitrag hat mindestens einen ausgehenden Link (in den meisten Fällen mit einem Money-Keyword als Anchor) und verfügt kaum über reale Besucher.

Das Gegenteil sieht demnach anders aus: Die Seite wird aktiv gepflegt, erhält Regelmäßig neue Inhalte ohne dabei mit einem Money-Keyword zu auf eine externe Quelle zu verlinken, behandelt ein Thema bzw. einen Themenbereich, verfügt über einige Backlinks und kann uns mit den Metriken (Verlauf der Sichtbarkeit, Domainpop, IP-Pop, etc.) zufriedenstellen.

Wer schonmal Links von einer vertrauenswürdigen Quelle (ausgenommen Online-Portale alá Bild, Stern, Focus, etc.) kaufen wollte, wird schnell merken: Ups, hier wird es teuer. Dabei wird aber oftmals nicht beachtet, dass es sich dabei um Blogs handelt, für die das Geld aus dem Linkverkauf zählt. Aber wie kommt man denn nun an starke Links, ohne extrem viel Geld auszugeben und somit auch gegen die Google-Richtlinien zu verstoßen?

1) Durch Vitamin-B

Vitamin-B (B steht für Beziehungen) ist schon immer Gold Wert gewesen und noch immer sehr wichtig. Viele unterschätzen die eigenen Kontakte und somit auch die Macht der Projekte, die hinter jedem einzelnen Kontakt stehen. Ich habe zum Beispiel von Anfang an meiner “SEO-Karriere” angefangen, mit anderen SEOs und Affiliates in Kontakt zu treten, den Kontakt zu intensivieren und von den anderen zu lernen. Wenn dass Vertrauen irgendwann gewachsen ist und man sich etwas besser kennt, kann man dann auch mal über die eigenen Projekte sprechen. Dabei kommt so viel raus, was man vorher nicht gedacht oder geahnt hätte. Viele andere SEOs und Affiliates werden Domains, Projekte oder Blogs in den Bereichen haben, wie ihr sie habt. Und dann lässt sich untereinander tauschen oder eben ein schneller Kauf durchziehen.

2) Konkurrenz? Ja, von der Konkurrenz!

Ihr werdet es kaum glauben: Eure Konkurrenz in eurem Themenbereich hat auch Seiten zu eurem Thema. Sonst wäre es ja keine Konkurrenz. Ich selber bewege mich mit einigen Projekten in Bereichen, in denen ich recht viel Konkurrenz habe. Aber ich sehe die anderen Seiten nicht als wirkliche Konkurrenz. Warum? Weil wir SEOs und/oder Affiliates sind. Wir sind also mehr Kollegen. Natürlich sieht das nicht jeder so, weil es hier um Geld geht. Aber: Es gibt eben Keywords, wo ich besser ranke als meine Konkurrenz bzw. mein Kollege, und es gibt Keywords, da ranke ich schlechter. Ich habe schon von anderen Affiliate-Seiten so viele Links erhalten, wie ich es selbst nie für möglich gehalten habe.

Zudem muss man ja nicht immer auf die Hauptprojekte verlinken: Ich betreibe in einem Bereich mehrere Domains, die ich unter anderem zum tauschen von Links verwende. Das wird meine Konkurrenz mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tun, wenn man sich ernsthaft in diesem Themenbereich einnisten möchte. Hier lassen sich so viele Links tauschen, dass die eigenen kleineren Projekte auch gestärkt werden und wieder für bessere Links bei einem anderen Linktausch sorgen können. Schreibt die Mitbewerber doch einfach mal eine freundliche Mail oder baut langsam den Kontakt auf – Wirkt wunder!

3) Wikipedia

Wikipedia-Links gibt es umsonst. Aber auch wenn sie auf Nofollow stehen, sind sie ordentlich was Wert: Sie kommen von Wikipedia, einer so vertrauenswürdigen Quelle, dass das Portal auf so gut wie jedes Keyword rankt. Und weil das Portal ein hohes Vertrauen bei Google genießt, ist auch der Nofollow-Link sehr nützlich: Meine Erfahrungen zeigen, dass er der verlinkten Seite noch einen zusätzlichen Schub nach vorne in den Rankings gibt. Der Grund dafür könnte der sein, dass Google die Links anders wertet: Bei Wikipedia muss jeder gesetzte Link von einem Menschen überprüft werden. Und dass kann nicht jeder, denn zur Freigabe des Links braucht man einen speziellen Status. Und da sich ein Mensch das verlinkte Projekt bzw. die verlinkte Webseite anschaut, muss sie auch einen Mehrwert bieten. Bedeutet: Hier bekommt nicht jeder einen Link, der sich Einträgt, was ein guter Grund für Google sein könnte, den Link eben anders als andere Nofollow-Links zu bewerten. Aber auch wenn es nicht so wäre und ich mir die Schübe nach den erfolgreichen Eintragen der Wikipedia-Links eingebildet haben sollte (oder sie aufgrund anderer Gegebenheiten eingetroffen sein sollten): Die Links bringen Traffic! Themenrelevanten Traffic, der wichtig für jedes Projekt ist.

4) Affiliates, fragt eure Merchants!

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass ihr große Unternehmen bewerbt, die im SEO nicht gerade geschlafen haben oder eben auch viele Portale, Blogs oder Magazine pflegen? Da ihr ja sowieso schon Affiliate von euren Merchants seid, könnt ihr recht flott einen Ansprechpartner finden, denn gut aufgestellte Partner haben ein Team, welches sich um die Affiliates kümmert. Und genau die könnt ihr einfach mal anrufen oder eben eine E-Mail schreiben, ob es nicht möglich ist, einen Link zu erhalten. Ich persönlich würde jetzt mal aus eigenen Erfahrungen schätzen, dass man in über 75% der Anfragen eine positive Rückmeldung erhält und damit auch einen Link, welcher nicht selten von starken Portalen und Blogs stammt.

Fazit

Starke Links müssen nicht teuer sein! Wer seine Kontakte hegt und pflegt, einfach mal auf seine Merchants zugeht, ein echtes Projekt mit Mehrwert aufzieht und auch mal nett bei der Konkurrenz anklopft, wird mehrere gute und starke Links erhalten. Es gibt noch viel mehr Methoden, mit denen sich Links auf die eigenen Projekte ziehen lassen, die einen wirklich nach oben pushen, aber alle verrate ich hier natürlich nicht. Also: Nicht auf die Masse schauen, sondern auf die Klasse! Und dabei niemals vergessen: Der nächste starke Link ist nur einen Katzensprung (oder eine E-Mail) weit entfernt.


» Holy Sandy: Wieder ein Google-Update?
» SEODay 2012 - Ein Tag, eine Nacht, ein Recap