Links abbauen nach Penguin 2.0

Vor allem zwei große Algorithmus-Updates machten in den vergangenen zwei Jahren von sich Reden: “Panda” und “Penguin”. Nun setzte Google das Penguin-Update mit einem vierten Teil fort und sorgte damit erneut für Aufruhr in der SEO-Szene.

Alles begann im April 2012: Das erste Penguin-Update wurde ausgerollt und betraf mehr als 3% der englischsprachigen Suchanfragen. Es ging gegen Webspam vor, indem es die Linkprofile auf ihre Natürlichkeit abklopfte. Mit den Aktualisierungen im Mai (Penguin 1.1) und Oktober 2012 (Penguin 1.2) wurde nachgebessert. Nun, am 22.05.2013 schlug Penguin erneut deutlicher zu: mehr als 2% aller englischsprachigen Suchanfragen sind betroffen, viele Webseiten mit unnatürlichem Linkprofil wurden abgestraft. Doch wie finde ich heraus, ob ich betroffen bin, und wie viel bringt Linkabbau in diesem Fall?

Matt Cutts erläutert Penguin 2.0

http://www.youtube.com/watch?v=nNbWw2OUUAc&feature=player_embedded

Worauf zielt das neue Update ab?

Das neue Penguin 2.0 ist vermutlich hauptsächlich auf die Ankertexte ausgerichtet. Erscheinen diese aus den verschiedensten Gründen unnatürlich, kann dies eine algorithmische Abstrafung zur Folge haben. Welche Gründe dies sein können, erläutert Hanns Kronenberg von SISTRIX in einem seiner Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=YeSmV8epBng&feature=player_embedded

Wichtig ist ein natürliches Linkprofil. Wer zu einem auffällig großen Anteil mit harten Money-Keywords verlinkt wird (z.B. durch gekaufte oder gemietete Links), der kann damit rechnen, von Penguin 2.0 betroffen zu sein. Ein natürliches Linkprofil hingegen weist eine gute Mischung aller möglichen Ankertexte auf: einige wenige Money-Keywords, aber auch Longtail-Keywords, Stoppworte wie “hier” oder “weitere Informationen”, Brand-Keywords mit Ihrer Marke und natürlich Ihre URL in verschiedenen Varianten.

 

Wie stelle ich fest, ob ich von Penguin 2.0 betroffen bin?

Wie Hanns Kronenberg in seinem Video erläutert, ist der entsprechende Pin im SISTRIX-Tool nicht gleichbedeutend damit, dass ein möglicher Abfall der Sichtbarkeit unmittelbar mit dem Update in Verbindung stehen muss. Zudem ist es auch möglich, dass nicht Sie abgestraft wurden, sondern durch das Update andere Webseiten gepushed wurden und Ihr eigenes Ranking sich dadurch verschlechtert hat.

Zuverlässiger ist es, wenn Sie Ihr eigenes Linkprofil mit dem anderer Domains aus Ihrer Branche vergleichen. Vor allem, wenn Sie von einigen Domains wissen, dass sie durch Penguin 2.0 abgestraft wurden (z.B. durch die Verlierer-Liste auf dem SISTRIX-Blog) können Sie gut vergleichen, ob Ihre Daten ähnlich sind.

 

Auch Domainvielfalt wird gestärkt

Nach den letzten algorithmischen Updates wurde eine Domain-Vielfalt von rund 50% gemessen. Seit Penguin 2.0 scheint sich auch hier etwas getan zu haben: Die Domainvielfalt in den Top 100 liegt nun stellenweise wesentlich höher, so dass eine größere Anzahl verschiedener Domains in den Suchergebnissen auftaucht. Durch ein natürliches Linkprofil können Sie auch hier Ihre Rankingposition stärken.

 

Die Lösung: schlechte Links abbauen

Haben Sie festgestellt, dass Ihr Linkprofil natürlicher aussehen sollte, gilt es zunächst, schlechte Links abzubauen:

  • Kontaktieren Sie die Webseitenbetreiber solcher Linkquellen, die sich negativ auf Ihr Linkprofil auswirken, und bitten diese um Entfernung der Links
  • Ändern Sie, wenn möglich, einige Ankertexte mit harten Money-Keywords hin zu solchen mit Stoppworten, Ihrer URL oder Brand
  •  
    Nach den Abbau-Maßnahmen sollte Ihr Linkprofil nicht überwiegend Money-Keywords enthalten, sondern eine gute Mischung aus verschiedenen Ankertext-Typen, Links von vertrauenswürdigen Linkquellen und aus diversen Linktypen bestehen. Denn nicht nur aus Blogs sollte auf Sie verlinkt werden, sondern auch Links aus Foren, News-Seiten und aus dem Bereich Social Media sind wichtig.

    Für die Zukunft sollten Sie möglichst darauf verzichten, Links zu kaufen oder zu mieten. Stattdessen ist es immer ratsam, ein natürliches Linkprofil kontinuierlich und langsam aufzubauen und dabei auf eine hohe Qualität der Linkquellen zu achten.

    Übrigens: Noch in diesem Sommer soll ein weiteres Algorithmus-Update kommen (siehe Bild unten). Was es diesmal bringen mag und wie Sie sich vor Rankinverluste durch dessen Auswirkungen schützen, das erfahren Sie auf Newsider.

    Matt Cutts nimmt auf seinem Blog Stellung zu Penguin 2.0

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