Google und der Nofollow-Wahn

Die größte Suchmaschine der Welt, die Datenkrake, das Multi-Milliarde-Dollar-Unternehmen, bei dem jeder gern arbeiten würde: Google löst viele Assoziationen aus. In der SEO-Branche ist Google sowohl Freund als auch Feind – einerseits lösen die Aktualisierungen des Suchalgorithmus immer wieder Beinahe-Herzinfarkte aus, andererseits gäbe es Google vielleicht die gesamte Branche nicht in der Form, in der sie heute existiert. So schwanken die Meinungen und Äußerungen zu Google ebenso stark bei Nutzern als auch Suchmaschinenoptimierern.

 

Zu den eher weniger positiven Erfahrungen mit Google zählen Viele die “Nebelkerzen”, die unter anderem durch die Webmaster Help Videos ständig geworfen werden. Jüngst hat Head of Anti-Webspam Matt Cutts ein Video veröffentlicht, in welchem einmal mehr die Verwendung des Nofollow-Attributes bei Links empfohlen wird. Diesmal für Widgets.

http://www.youtube.com/watch?v=PvR_8aGEc98

 

Matt Cutts empfiehlt, auch Widgets mit dem Nofollow-Attribut zu versehen. Diese enthalten oft Links zum Anbieter des Widgets, welche PageRank und Linkjuice weitergeben. Dies möchte Google möglichst verhindern und empfiehlt daher, alle Links in Widgets mit dem Nofollow-Attribut zu versehen – auch, wenn Google solchen Links nicht unbedingt ein gleiches Maß an Bedeutung zumisst wie einem Content Link.

 

Zuletzt hatte Google diverse andere Arten von Web-Inhalten genannt, welche ebenfalls mit dem Nofollow-Attribut versehen werden sollten, darunter Advertorials und Pressemitteilungen. Generell sollten solche Links auf Nofollow gesetzt werden, welche in irgend einer Form bezahlt wurden; also Links zu Sponsoren und Advertisern, die Links zu bezahlten Blogposts und Status-Updates sowie Advertorials, Links in Advertorials und Links in Pressemitteilungen, da diese Eigenwerbung darstellen. Auch Links zu Seiten, denen man nicht 100%ig vertraut, soll man mit dem Nofollow-Attribut versehen. In allen Fällen begründet Google seine Vorgehensweise damit, dass die genannten Links die Suchergebnisse verfälschen könnten, wenn sie PageRank und Linkjuice weitergeben.

 

Es bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, welche Arten von Links Google demnächst noch mit Nofollow-Attribut sehen möchte – derzeit ist die Liste bereits lang und die Meinungen hierzu gehen deutlich auseinander, zumindest auf Searchengineland:

Kommentar zum Nofollow für Widgets

Kommentar Nr. 2 zum Nofollow für Widgets

Kommentar Nr. 3 zum Nofollow für Widgets

 

Das Nofollow-Attribut ist eine Erfindung Googles aus 2005, welche schnell von anderen Suchmaschinen übernommen wurde. Vielleicht versucht Google, die Verwendung dessen weiter auszubauen – doch vielleicht kommt demnächst auch “the next big thing” und wirbelt die Suchergebnisse unabhängig von Follow oder Nofollow durcheinander. Was auch passiert – wir informieren Sie.


» LinkManager.io Update: Einfacher Import von Daten
» Neu: Manuelle Penalties in den Webmaster Tools sehen