Google+ hilft Autoren mit Embedded Posts und Author Attribution

Wie Google auf seinem Google+ Developers Blog bekannt gegeben hat, sind mit sofortiger Wirkung zwei neue Features verfügbar, die Autoren dabei helfen sollen, ihren Content zu markieren, auch wenn dieser sich weit über das Netz verbreitet. Die beiden Änderungen, namentlich die Möglichkeit, Posts einzubinden sowie die so genannte Author Attribution, zu dir ich gleich komme, sind nicht wirklich sensationell – doch es waren nötige Schritte, die nun mehr Komfort bieten.

Embedded Posts

Nun bietet auch Google+ die Möglichkeit, fremde Posts einzubinden. Damit ist es ein echter Nachzügler – denn bei YouTube, Instagram, Twitter und seit wenigen Monaten auch bei Facebook ist diese Funktion bereits selbstverständlich.

Mit einem Klick auf das Menü-Feld neben jedem Post kann man “Beitrag einbetten” wählen. Es erscheint ein Overlay, welches den Embed-Code zeigt. Beachten sollte man, dass man mit der Einbettung von Posts einer gesonderten Policy von Google zustimmt, welche unter anderem die Einbettung von Posts, die Werbung enthalten, verbietet.

Google+ embedded Posts

Google+ embedded Posts Code

Die Einbettung selbst funktioniert also einfach und schnell, allerdings berichtet Basic Thinking über einige kleine Schwachstellen:

Zuerst fiel mir beim Ausprobieren auf, dass es mir nicht möglich ist, meine eigenen Google+ Posts weiter zu verwenden. Hier fehlt die Funktion. Wechselte ich aber zu einer Seite, die ich bei Google+ mitbetreue, so stand mir die “Beitrag einbetten”-Option wieder zur Verfügung.
Stolperstein Nummer 2: Die Option gibt’s nur, wenn man sich bei Google+ einloggt. Ohne Google-Mitgliedschaft kein Teilen – was ist denn das für ein komisches, restriktives System? Bei Youtube und Konsorten geht’s doch auch ohne Zwangs-Log-In. Gehört man außerdem zu den vielen Millionen Bloggern, deren Blog kostenlos bei WordPress.com gehostet wird (also auf .wordpress.com endet), so funktionieren die Embedded Posts von Google+ hier nicht. Wie bei Ad-Tags löscht WordPress auch ebenso radikal den Script-Code raus.

Zudem können keine Posts eingebunden werden, die in irgend einer Weise beschränkt sind, darunter private Posts, solche, die auf eine bestimmte Google-Apps-Domain beschränkt sind, Posts innerhalb einer Gruppe und Hangout-on-Air-Posts.

Ein Plus hingegen ist die erweiterte Konfigurationsmöglichkeit: Die JavaScript API kann asynchron geladen werden, wodurch sich die Ladezeit der einbindenden Seite verbessern soll. Zudem lassen sich die von Google+ eingebundenen Posts dynamisch rendern.

Sofern einige Schwachstellen noch ausgemerzt werden, sollte Google+ durch die embedded Posts nun noch ein Stück “runder” geworden sein.

 

Author Attribution

Ab sofort ist der Google+ Log-In mit dem Authorship-Programm verbunden. Bedeutet: Sobald man sich mit seinem Google-Account z.B. bei WordPress.com einloggt, werden die Posts, die man veröffentlicht, automatisch mit der Authorship verknüpft. Dies muss dann nicht mehr separat über Google+ erfolgen. Neben WordPress.com funktionert dieser integrierte Google-Log-In bereits mit Typepad, an der Funktion bei weiteren Plattformen (Google nennt About.com, WikiHow und Examiner) werde gearbeitet.

 

Wenn dieses Feature tatsächlich noch ausgebaut wird und irgendwann auch bei deutschen Seiten Einzug hält, kann es die Authorship-Markierung deutlich vereinfachen. Dies wäre wünschenswert – doch wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis Google die Author Attribution in markantem Maße ausgebaut hat.


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