Google AdSense: Bewerbung versenden - und dann?

Google bietet mit AdSense eine hochwertige und vor allem sehr lukrative Einnahmequelle für Blogger und Webseitenbetreiber an. Allerdings kann nicht jeder einen Account bei AdSense erstellen und Geld verdienen, sondern muss sich vorher bewerben und auf eine Zusage des Suchmaschinenunternehmens hoffen. Grund für die Bewerbung ist die Qualität des Netzwerkes, die Google möglichst hoch halten möchte, um den Advertisern, also den Werbepartnern, ein hochwertiges Netzwerk anbieten zu können. Um überhaupt angenommen zu werden, muss einiges beachtet werden, denn Google checkt die Bewerbungen nicht beim Überfliegen, sondern ganz genau, um die Fehlerquote gering zu halten.

Bewerben: Weiße Weste benötigt!

Wer sich für Google AdSense bewerben möchte, sollte seine Webseite gemäß den Google-Richtlinien gestaltet und mit Inhalten gefüllt haben. Baustellen brauchen sich erst gar nicht bei Google bewerben. Auch Webseiten, die weniger als 6 Monate bestehen, haben laut Google keine Chance. Eine Webseite die bei Google AdSense vorgestellt wird, muss außerdem über eine eigene Top-Level Domain verfügen (zum Beispiel www.domain.de) und die Daten des Webseitenbetreibers, die bei der Bewerbung angegeben werden, müssen mit denen der Domain-Registrierung übereinstimmen.

Übersicht über die wichtigsten Google AdSense Aufnahmekriterien:

  • Die Webseite darf keine Baustelle und muss älter als 6 Monate sein
  • Die Webseite darf keinen Adult-Content (Bilder mit nackten Menschen, Pornographie, etc.) enthalten
  • Die Webseite darf keine Gewaltverherrlichenden und rassistischen Texte oder Bilder enthalten
  • Die Webseite darf keine Hacking- und Cracking-bezogene Inhalte enthalten
  • Die Daten der Person, die sich bei AdSense bewirbt, muss mit den Daten der Domain-Registrierung übereinstimmen
  • Die Webseite benötigt eine eigene Top-Level Domain (z.B. www.domain.de)

So, dass wären die mir bekannten wichtigsten Aufnahmekriterien für das Google AdSense-Programm. Selbst wenn ihr die Kriterien erfüllt, ist dies noch keine Garantie für eine Aufnahme. Achtet darauf, dass ihr eure Seite pflegt und mich hochwertigen Inhalten füttert. Das Impressum sollte nicht aus einem Bild bestehen und auch mit genügend Kontaktdaten (gleich mit den Daten der Person, die die Domain registriert hat) gefüllt sein.

Mehrwert ist für Google mehr Wert

Eure Webseite sollte außerdem nicht nur reine Keywordsammlungen enthalten, sondern echte Texte mit Mehrwert für den Besucher. Außerdem müssen eure Texte unique, also einzigartig, sein und nicht von fremden Webseiten kopiert sein. Das verstößt nicht nur gegen das Urheberrecht, sondern auch gegen die Google-Richtlinien. Und diese sollten für euch eine ganz hohe Priorität haben, solltet ihr ins AdSense-Programm von Google wollen.

Nach der Bewerbung…

kann es bis zur Zusage oder Absage eine weile dauern. Es gibt fälle, da wissen die Webseitenbetreiber innerhalb weniger Stunden bescheid, es gibt aber auch fälle, in denen man mehrere Wochen auf eine Antwort aus dem Hause Google wartet. Die Antwort kommt per Mail und kann entweder eine Zusage oder eine Absage sein. Solltet ihr eine Zusage erhalten haben: Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß. Bei einer Absage sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern seine Webseite überarbeiten und verbessern und es anschließend erneut versuchen.

Auch nach der Aufnahme gibt es Regeln

Solltet ihr aufgenommen sein, bedenkt bitte, dass ihr nun Zugang zu einer lukrativen Einnahmequelle erhalten habt und diese nicht verspielen solltet. Denn auch nach der Aufnahme in das AdSense-Programm gibt es Richtlinien, an die sich gehalten werden sollte, um nicht direkt wieder rauszufliegen. Ein Rausschmiss wäre übrigens sehr fatal, denn es gilt: Wer einmal raus fliegt, bekommt Hausverbot und kann nicht mehr zurück ins AdSense-Programm. Auch eine neue Bewerbung würde nichts bringen.

So ist es wichtig, dass ihr nicht nur die Richtlinien einhaltet, die wichtig für die Aufnahme war, sondern euch auch an die Regeln haltet, die speziell für die Mitglieder sind. Unter anderem ist es nämlich verboten, selber auf die AdSense-Anzeigen zu klicken oder um Klicks zu betteln. Nur durch freiwillige Klicks eurer Besucher kann Google den Werbepartnern auch garantieren, dass hochwertiger Traffic vermittelt wird, statt desinteressierten Besuchern, die nur dem Webseitenbetreibern ein wenig Geld einbringen möchten. Glaubt nicht, dass Google nicht weiß, was bei euch läuft. Warnungen über auffälliges Klickverhalten hat Google schon mehr als genug versendet.

Beachtet:

  • …dass ihr nicht selber auf Anzeigen klicken dürft
  • …dass ihr nicht um Klicks auffordern dürft
  • …dass Anzeigen so platziert werden, dass keine versehentlichen Klicks ausgeführt werden
  • …dass die Anzeigen genug Abstand zu interaktiven Elementen besitzen
  • …die Anzeigen den umliegenden Content nicht nachahmen
  • …die Anzeigen nicht direkt neben Bildern geschaltet werden
  • …dass ihr den Anzeigencode nicht manipulieren dürft

Entgegen vieler Gerüchte ist es erlaubt, neben AdSense noch weitere Werbung, wie zum Beispiel für Partnerprogramme zu schalten. Allerdings darf diese nicht gegen die Google- bzw. AdSense-Richtlinien verstoßen. Auch muss ersichtlich sein, dass es sich bei der weiteren eingebundenen Werbung nicht um AdSense handelt.

AdSense ist Personenbezogen und nicht Seitebezogen

Solltet ihr erfolg mit eurer Bewerbung gehabt haben, könnt ihr auf jeder eurer Seiten – sofern sie den AdSense-Richtlinien entsprechen – die AdSense-Werbung einbauen. Die Bewerbung, die Annahme und das Programm ist Personenbezogen und nicht auf eure Webseite bezogen. Bedeutet: Solltet ihr aufgenommen worden sein, ist AdSense in allen euren Seiten nutzbar. Allerdings gilt auch für alle anderen Seiten auf denen ihr AdSense benutzen möchtet, dass die Richtlinien eingehalten werden sollte, da sonst eine Sperrung und Deaktivierung des Accounts nicht all zu fern liegt.


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