Die Gefahr des SEO-Traffics

Google ist die Suchmaschine Nummer 1 und bringt vielen Seiten eine Menge Traffic. Und dieser Traffic wird im besten Falle zu barer Münze umgewandelt. Doch dass sich die Konzentration auf die Suchmaschinenoptimierung auch immer mit Gefahr in Verbindung bringen lässt, ist nur wenigen bewusst. Letzte Woche hat es ein gutes Beispiel dafür gegeben, was passiert, wenn der Google Traffic abbricht: In der Nacht von Freitag auf Samstag war Google für ganze 2 Minuten Offline und somit nicht mehr am Netz. Laut Webanalyse-Unternehmens GoSquared Engineering soll der gesamte Internet-Traffic um ganze 40% eingestürzt sein – während Google Offline war.

Das ist ein Beweis dafür, wie wichtig Google als Einstiegsseite geworden ist und wie viele Menschen die Suchmaschine nutzen und somit auf Webseiten gelangen, mit den Informationen nach denen man sucht.

Search-Traffic: Volle Kraft vorraus

SEOIch habe das Gefühl, dass wir uns immer mehr auf den Suchmaschinen-Traffic stürzen und diesen als das Nonplus-Ultra ansehen. Google ist zwar für viele Unternehmen wichtig, jedoch verlassen sich immer mehr darauf, Search-Traffic zu bekommen. Und sollte dieser dann einmal verschwinden, gibt es Probleme.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal den typischen Affiliate, der sich seine Nischenseiten aufbaut und diese so optimiert, dass er Traffic über Google bekommt. Andere Marketing-Maßnahmen werden völlig außer acht gelassen, schließlich möchte man Geld verdienen und keins Ausgeben. Solange der Search-Traffic von Google kommt, rollt der Rubel und der Affiliate ist glücklich. Lässt Google aber wieder einmal die Zoo-Tiere aus dem Käfig und schickt die Nischenseiten des Affiliates auf die letzten Plätze, ist das gejammer groß: Kein Traffic, kein Umsatz.

Aber auch andere Unternehmen setzen immer mehr nur noch auf den Google-Traffic, den man ja kostenlos bekommt, sofern die Seite rankt. Werden hier andere Marketing-Maßnahmen nicht beachtet oder gar nicht angewendet, kann der Schuss ganz schnell nach hinten losgehen, sobald die Rankings einstürzen. Dann bleiben nämlich die zahlenden Besucher aus.

Search-Traffic mit Brand-Search

Anders sieht es wiederum aus, wenn man eine Marke aufgebaut hat und eben nicht nur auf Money-Keywords rankt, sondern auch entsprechenden Brand-Search-Traffic hat, also Traffic, der zwar von Google kommt, aber eben nach der Suche des Markennamens oder des Domainnamens.

Ist das Suchvolumen vom Brand mittlerweile so groß, wird man hier einiges überbrücken können, aber eben doch nicht alles. Klar fehlt nach einem Ranking-Einbruch noch immer viel Traffic, allerdings bekommt man noch immer Traffic über das Brand-Keyword.

Es ist also umso wichtiger, eine Marke zu werden und sich als Marke zu etablieren.

Alternative Marketingmethoden

Eine Marke wird man nicht über Nacht. Und vor allem: Nicht nur durch SEO. Es ist zum Beispiel auch wichtig, dass man in anderen Disziplinen des Online-Marketings glänzt und seinen Job gut macht. So zum Beispiel im Social-Media Marketing. Hier gehört es dazu, auf den sozialen Kanälen erreichbar zu sein, mit seinen Fans und Followern zu interagieren und eine “Love Brand” zu werden.

Auch Display-Kampagnen, Video-Kampagnen oder Advertorials sollten ausprobiert werden, um über Blogs, Magazinen, Foren und anderen Plattformen entsprechenden Traffic zu generieren. Wichtig hierbei: Themenrelevanz. Eine Auto-Werbung hat auf einem Mode-Blog (Beispielsweise) nichts verloren. So erreicht man die relevante Zielgruppe nicht.

Fazit: Nicht nur auf Search konzentrieren!

So schön die Suchmaschinenoptimierung auch sein mag: Die alleinige Konzentration auf SEO und den Traffic von Google ist meiner Meinung nach Mist. Trotzdem sieht man immer mehr Leute, die meinen, dass man von Google nie abgestraft wird oder dass Mitbewerber nicht vor einem ranken können. Mein Tipp: Auch mal über den Tellerrand schauen und alternative Marketingmethoden nutzen!


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