“Dark Search”: Warum Ihr Search Traffic weiter abnehmen wird

Jeder, der darauf abzielt, im Internet Geld zu verdienen und die eigene Bekanntheit zu steigern, benötigt vertrauenswürdige Daten. Entsprechend groß ist die Vielzahl an Tools zum Monitoring der verschiedensten Funktionen und Verhaltensweisen von Nutzern. Allen voran liefert das kostenlose Google Analytics umfangreiche Daten zu Traffic, Ranking und vielem mehr und erleichtert damit sowohl Webseitenbetreibern als auch Marketern das Leben deutlich. Auf Basis verlässlicher Daten können Entscheidungen getroffen und deren Wirksamkeit wiederum anhand der Daten überwacht werden. Doch nun scheint ein Phänomen, das “dark search” genannt wird, dieser heilen Welt einige Wunden zuzufügen.

Seit einiger Zeit bemerken viele Webmaster in ihren Google Analytics – Daten einen deutlichen Abfall des Search Traffic, also des Traffic aus der Google-Suche, während die direkten Zugriffe ansteigen. Nun ist bekannt, dass die neuesten Browser-Versionen von Apple und Mozilla einen der Gründe für den Search Traffic – Abfall darstellen.

 

abfallender Google Analytics Graph "Search Traffic"

 

Safari unter dem neuen Betriebssystem iOS 6 und einige neue Mozilla Firefox-Versionen leiten im Gegensatz zu vorherigen Versionen nicht mehr die Information, dass der Nutzer über Google auf eine Webseite gelangte, weiter. Diese Search Referral Data wurde in allen bisherigen Browser-Versionen weitergegeben, so dass Webmaster in Google Analytics und anderen Monitoring-Programmen die Herkunft ihres Traffic genau differenzieren und auf ihnen beruhende Entscheidungen treffen konnten. Durch die fehlende Weitergabe solcher Daten in Safari unter iOS 6 und neuen Firefox-Versionen jedoch, werden Visits, die eigentlich über Google kamen, als “direct Traffic” gewertet. Dadurch wird die Qualität der Traffic-Daten deutlich vermindert.

Bleibt die Frage, warum Apple und Mozilla diesen Google-unfreundlichen Zug gesetzt haben. Einerseits ist nicht zu vernachlässigen, dass ein starker Konkurrenzkampf auf dem Browser-Markt herrscht, an welchem Google selbst mit “Chrome” beteiligt ist. Andererseits geht der Trend zur (Schein-)Privatsphäre, die sich Nutzer in Zeiten geradezu absurd gewordener Datensammlungen gern aufbauen. Unabhängig von den Gründen – die Neuerung geht zu Lasten der Webmaster, welche sich nun neu orientieren müssen, um wieder verlässliche Daten über ihren Traffic zu erhalten.


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