Bevorzugt das Anti-Webspam-Team Google.com?

Google ist international. Gegründet 1996, hat das Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen heute rund 50 000 Mitarbeiter in 70 Niederlassungen, die sich in 40 Ländern weltweit befinden.

 

Diese Internationalisierung ist nicht ausschließlich taktischen Zwecken geschuldet. Mit dem zunehmenden Ausbau der Sprachvarianten Googles wurden auch neue Standorte in den verschiedensten Ländern erschlossen, welche sich unter anderem um die Bekämpfung des lokalen Webspam kümmern. Dies ist auch mit 50 000 Mitarbeitern keine leichte Aufgabe, schließlich gibt es Google in insgesamt 124 Sprachversionen (wenngleich nicht jede tatsächlich gesprochen wird, so “Bork Bork” oder Klingonisch).

Dass in der Folge nicht jede Sprachvariante Googles so spamfrei ist wie Google.com hat auch ein anonymer Fragesteller festgestellt, welcher nun durch ein neues Webmaster Help Video eine Antwort erhielt. Darin geht Matt Cutts darauf ein, ob das Anti-Webspam-Team immer gleich viel Wert auf die Bekämpfung von Spam legt, unabhängig davon, ob es Google.com, Google.co.in (Indien) oder eine andere Sprachversion betrifft. Der Fragesteller nannte Google.co.in als Beispiel und meinte, dort fände man des Öfteren auf der ersten Ergebnisseite Spam.

 

http://www.youtube.com/watch?v=PMVOymEjZ20

 

Zunächst stellt Matt Cutts klar, dass das Anti-Webspam Team sowohl aus Ingenieuren als auch anderen Mitarbeitern besteht, welche nicht ausschließlich in den USA ansässig sind. Das Anti-Webspam-Team arbeite also international, in 40 Ländern weltweit. Der Algorithmus zur Bekämpfung von Webspam sei ebenfalls internationalisiert und greife prinzipiell in jedem Land. Dennoch erhalte Google.com viel Aufmerksamkeit, da nicht jeder Ingenieur und Mitarbeiter im Google Hauptquartier unbedingt Französisch, Deutsch oder eine andere Fremdsprache spricht. Dabei macht Matt Cutts klar, dass jede Art von Spam-Bekämpfung, ob sie nun gegen Link-Spam, Keyword-Stuffing oder andere Methoden vorgeht, in jedem Land bestmöglich wirken solle. Sollte dies einmal dennoch nicht der Fall sein, schlägt Cutts vor, Spam-Reports an Google zu senden oder ihn im Webmaster Forum öffentlich zu machen. Dieses Feedback würde für zukünftige Änderungen des Algorithmus’ genutzt werden. Schließlich betont Cutts, dass Google viel Arbeit in die Internationalisierung des Algorithmus’ stecke, um Spam in jeder Sprachvariante zu verhindern.

 

Inwiefern dies möglich ist, bleibt wohl ein Geheimnis Googles. Einerseits ist es wohl kaum möglich, das Spam-Aufgebot aller Sprachvarianten mit einander zu vergleichen, allein schon, da dies stark von den jeweiligen Keywords in der Landessprache abhängig ist. Zum anderen ist unklar, inwieweit ein Algorithmus so internationalisiert werden kann, dass er bei einer solchen Vielzahl von
Sprachen – 124 inklusive Kunstsprachen – dennoch greift. Sicher ist: Google will Spam um jeden Preis vermeiden, da seine oberste Doktrin ist, den Nutzern möglichst relevante Ergebnisse zu ihren Suchanfragen zu liefern – und hieran wird das Anti-Webspam-Team um Matt Cutts weiterhin hart arbeiten.


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