Affiliate-Marketing Grundkurs: Teil 3 – Vergütungsformen

In diesem dritten Teil des Affiliate-Marketing Grundkurses möchte ich auf die Vergütungsformen blicken und euch erzählen, wofür es im Affiliate-Marketing Geld gibt. Nicht jedes Partnerprogramm zahlt für einen Eintrag in den Newsletter oder pro Kauf. Dieser Teil wird recht kurz gehalten sein, weil es über die Vergütungsformen gar nicht so viel zu berichten gibt.

In jedem Partnerprogramm bzw. Partnerprogramm-Netzwerk wird angegeben, wie das entsprechende Programm auszahlt und wie hoch die Vergütungen sind. Diese sind in diesem Teil aber recht uninteressant, da der Fokus auf die Erklärung der Formen gelegt wird. Zum Beispiel zahlen die Onlineshops meistens in Form von Pay per Sale aus, was bedeutet, das pro Verkauf bezahlt wird und auch nur dann, wenn keine Stornierung des Einkaufes vorliegt. Darauf kommen wir aber später zu sprechen.

Pay per Klick

Diese Form ist eigentlich recht selten in der Affiliate-Welt zu sehen, denn Pay per Klick sagt aus, dass man pro Klick bezahlt wird. Falls ein solches Programm gefunden wird, liegen die Klickpreise bei wenigen Cent pro Klick. Diese Bezahlart ist fast schon ausgestorben, weil ein Klick nur ein Klick und keine Aktion oder ein Kauf ist. Der Betreiber des Partnerprogrammes verdient also erstmal nichts an diesem Besucher, es sei denn, dass sich der Besucher wirklich für das Angebot interessiert und einen Kauf tätigt.

Pay per Active

Dann gibt es noch diese Form der Vergütung, die man aber fast schon noch seltener als die Pay per Klick-Angebote sieht. Hier wird der Affiliate für jeden Besucher bezahlt, der nicht nur auf den Werbebanner klickt, sondern sich auch aktiv auf der beworbenen Webseite aufhält. Das bedeutet in den meisten Fällen: Mindestens zwei Seiten muss der jeweilige Besucher aufrufen, damit ich als Affiliate Geld erhalte. Aber auch dies Angebote findet man selten, weil trotz eines zweiten Seitenaufrufes kaum jemand das Angebot wahrnimmt.

Pay per Lead

Pay per Lead findet man sehr häufig bei den Merchants, weil hier eine bestimmte Tätigkeit durch den Besucher durchgeführt werden muss. Dabei kann sich die Tätigkeit selber stark unterscheiden: Während im Online-Dating eine Anmeldung für eine Singlebörse ein Lead ist, ist für andere Webseiten wie zum Beispiel Online-Shops eine Anmeldung zum Newsletter ein Lead, der dem Affiliate vergütet wird.

Bei einem Lead kommen auf den Besucher selber keine kosten zu, da es sich ansonsten um Pay per Sale handeln würde. Es muss also eine kostenlose Aktion durchgeführt werden, um Geld gutgeschrieben zu bekommen. Nicht selten sind die Bestimmungen für Leads an etwas gebunden, wie zum Beispiel die Angabe persönlicher Daten des Besuchers, damit der Lead auch als solcher gewertet wird.

Pay per Sale

Die Königsdisziplin im Affiliate-Marketing, bei denen die Provision oft am höchsten ausfällt. Beim Pay per Sale wird pro Verkauf gezahlt. Das bedeutet: Vermittelt der Affiliate an einen Shop weiter, bekommt dieser die Provision, sobald etwas gekauft wurde. Aber auch hier gibt es von Merchant zu Merchant unterschiede: Der eine Merchant zahlt einen prozentualen Anteil des Nettowarenkorbwertes, der andere Merchant zahlt einen Festbetrag.

Kombinationen aus mehreren Formen

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass sich Merchants zu sogenannten Kombi-Programmen entscheiden. Das bedeutet: Hier fallen zwei Vergütungsformen auf ein Partnerprogramm. Recht häufig sieht man diese Kombinationen zum Beispiel im Online-Dating: Eine Anmeldung zur Singlebörse ist ein Lead und bringt eine kleine Provision. Kauft der Nutzer aber einen Premium-Account, erhält er eine Provision, die sich an der Abonnement-Laufzeit des Premium-Accounts richtet. Der letzte Fall ist Pay per Sale mit einem Festpreis.

Mein Tipp: Nicht nur das teuerste Bewerben

Natürlich lockt es, ein iPad zu bewerben, welches mehrere hundert Euro kostet und man davon rund 60-80 Euro erhält – für nur einen Verkauf! Natürlich sind auch Notebook, Smartphones, Reise, Verträge und viele andere Dinge sehr lukrativ und locken mit hohen Provisionen. Aber: Letztendlich macht man nicht täglich einen Mobilfunkvertrag oder kauft sich ein Notebook. Auch ein Smartphone, eine Reise oder ein iPad kauft man nicht jeden Tag. Außerdem besteht in solchen Nischen extrem große Konkurrenz, durch die man sich erst einmal durchkämpfen muss. Bis dahin ist es ein recht langer weg, auf dem man keinen Cent verdient.

Es gibt viele kleine Produkte, die sich genau so gut verkaufen lassen. Diese werfen zwar kleinere Provisionen ab, summieren sich aber letztendlich in der Masse der Nachfrage auf eine schöne Summe zusammen. Außerdem gibt es für kleinere Nischenprodukte deutlich weniger Konkurrenz, was weniger Arbeit und schnellere Einnahmen in den meisten Fällen bedeutet.


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