Affiliate-Marketing Grundkurs: Teil 2 – Was ist Affiliate-Marketing

Nachdem ich im ersten Teil dieser Artikel-Serie etwas über die Grundlagen geschrieben habe, möchte ich heute erklären, was Affiliate-Marketing überhaupt ist. Was sich sehr modern und kompliziert anhört, ist uns eigentlich schon seit langem bekannt und sehr einfach. Denn Affiliate-Marketing gibt es nicht erst seit einigen Monaten, sondern schon seit Jahren. Damals bekannt unter dem Namen “Freunde werben Freunde” oder “Freunde werben, Prämie kassieren” war das Konzept fast gleich dem heutigen. Nur dass damals meistens Freunde geworben wurden, heute in der Masse die fremden Leute.

Freunde werben Freunde – Prinzip

Damit Händler A mehr Kunden gewinnt, macht er seinen Kunden ein Angebot: Wirst du einen Freund und wird dieser zum Kunden, erhälst du Prämie X. Was damals in den Verkaufsläden funktionierte, funktioniert heute auch im Internet, denn im Endeffekt ist es genau dasselbe Prinzip auf dem gearbeitet wird. Der kleine Unterschied ist nur: Damals warb man wirklich Freunde und ging mit ihnen in die Shop. Im Internet wirbt man eher die fremden, die Besucher der Webseite, die Empfänger von E-Mails oder die suchenden auf Google oder Bing. Auch die Prämien haben sich in den Jahren verändert: Durfte sich damals die Oma Helga über neue Kochtöpfe freuen, gibt es heute bares Geld.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing

Ganz einfach: Man wirbt Kunden oder Personen, die eine gewisse Tätigkeit ausführen. Meistens werden diese Personen über Webseiten generiert, die entweder speziell für die Generierung dieser Kunden gedacht sind und auf spezielle Schlüsselwörter optimiert worden sind, oder man baut themenbezogene Werbung auf Webseiten ein, die ein etwas breiteres Spektrum haben. Dazu aber mehr. Vorher möchte ich das Prinzip mithilfe eines kleinen Schaubildes verdeutlichen.

Affiliate-Marketing ist also denkbar einfach. In meinem kleinen Beispiel ging es um einen Kauf auf Amazon: Der Webseiten-Besucher klickt auf der Webseite A auf ein Werbemittel (Banner, Textlink, etc) und gelangt auf Amazon. Dort kauft er ein und bezahlt den gleichen Preis, den auch unvermittelte Käufer bezahlen. Amazon bedankt sich für die Vermittlung des Käufers mit der Provision.

Provisionen

Durch die verschiedensten Verdienstmöglichkeiten (werden im Teil 3 erklärt), gibt es auch die verschiedensten Provisionsmodelle. Die gängigsten möchte ich in diesem Teil der Serie schon mal aufzählen und kurz erklären. Weitere folgen dann in einem späteren Teil, wenn mehr als nur Grundkenntnisse im Affiliate-Marketing bestehen.

Festvergütung

Hier erhält der Affiliate einen festen Preis pro Lead oder pro Verkauf. Bedeutet: Egal wie hoch der Wert des Warenkorbs ist, der Affiliate erhält immer die gleiche Summe als Festpreis gutgeschrieben.

Prozentuale Vergütung

Es gibt auch die prozentuale Vergütung bei einem Sale. Hierbei erhält der Affiliate zum Beispiel 15% am Nettowert des Warenkorbs. Kauf der Kunde also für 100 Euro (netto) ein, bekommt der Affiliate ganze 15 Euro gutgeschrieben. Kauf der Kunde für mehr ein, erhöht sich die Summe der Provision ebenfalls.

Kombi-Vergütungen

Es gibt auch Partnerprogramme mit sogenannten Kombi-Vergütungen. Diese kommen besonders häufig bei Angeboten vor, bei denen die Anmeldung umsonst ist, eine erweiterte Nutzung aber kostenpflichtig wird. Zum Beispiel im Online-Dating: Die Anmeldung für die Singlebörse Neu.de ist kostenlos, aber um besondere Funktionen freizuschalten, muss ein Premium-Abonnement gekauft werden. Der Affiliate erhält für beides Geld: Für die Anmeldung meistens nur wenige Euros, für den späteren Kauf, gibts dafür weiteres Geld. Der Vorteil: Der Nutzer kann dem Affiliate auch später noch zugeordnet werden. Das bedeutet, dass der Affiliate auch deutlich später noch die Chance auf die weitere Vergütung hat.

Vorteile vom Affiliate-Marketing (Publisher & Merchant)

  • Publisher: Mit Affiliate-Marketing lässt sich Geld verdienen
  • Publisher: Werbemittel werden von Merchants gestellt
  • Publisher: Ist mal eine Werbefläche frei, kann diese durch Affiliate-Werbung gefüllt werden
  • Merchants: Es wird nur dann Geld bezahlt, wenn ein Produkt gekauft oder eine Anmeldung erfolgreich durchgeführt wurde
  • Merchants: Viele verschiedene Werbemöglichkeiten
  • Merchants: Deutliche Erhöhunh der Reichweite

Nachteile vom Affiliate-Marketing (Publisher & Merchant)

  • Publisher: Man ist vom Merchant, seiner Seite und Arbeit abhängig
  • Publisher: Keine garantierten Einnahmen
  • Publisher: Viele Merchants arbeiten nicht transparent
  • Merchants: Viel Arbeit ohne Garantie, dass sich Affiliates finden lassen
  • Merchants: Einnahmen können nicht zu 100% behalten werden – Provisionen müssen gezahlt werden

Fazit

Es gibt bestimmt noch deutlich mehr Vor- & Nachteile vom Affiliate-Marketing, die man hier hätte aufzählen können. Doch darum in diesem Artikel geht es hauptsächlich darum, was Affiliate-Marketing ist, was dort getrieben wird und wie man dort Geld verdienen kann. Im Grunde ist das Prinzip ja schon sehr lange bekannt, damals unter den “Freunde werben Freunde”-Aktionen im realen Leben, heute eher im Internet mit dem werben von fremden Leuten. Im nächsten Teil der Serie möchte ich auf die Verdienstmöglichkeiten eingehen und ab wann genau Geld verdient wird.


» Affiliate-Marketing Grundkurs: Teil 3 – Vergütungsformen
» Affiliate-Marketing Grundkurs: Teil 1 - Die Grundlagen